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Uni Frankfurt Jura: Lohnt sich das Jurastudium 2026?

Skyline von Frankfurt am Main mit den Hochhäusern des Bankenviertels hinter dem Mainufer

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät in Frankfurt am Main ist aus dem Geld der Bürger ihrer eigenen Stadt entstanden, als einzige in Deutschland. Nach 1933 verlor sie den höchsten Anteil ihres Lehrkörpers von allen deutschen Hochschulen.

Jura an der Uni Frankfurt lohnt sich, wenn du zwei Dinge willst: Wirtschafts- und Finanzrecht direkt am Bankenplatz, und eine Fakultät, die die Grundlagen des Rechts als eigenen Schwerpunktbereich führt. Der Preis dafür ist ein großer, anonymer Fachbereich mit über 4.000 Studierenden und eine der teuersten Städte des Landes.

Der Abschluss ist die Erste juristische Prüfung nach § 5 DRiG, sie setzt sich in Hessen aus der staatlichen Pflichtfachprüfung und der universitären Schwerpunktbereichsprüfung zusammen. Wie gut das in Frankfurt läuft, lässt sich an Zahlen ablesen.

Auf einen Blick:

  • Zulassung: universitätsintern beschränkt, 540 Plätze im Wintersemester, Auswahlgrenze zuletzt 2,4. Bewerbung über hochschulstart.de.
  • Studienstart: Winter- UND Sommersemester. Das können die meisten Fakultäten nicht.
  • Studium: Regelstudienzeit 9 Semester, Zwischenprüfung aus fünf Leistungen bis Ende des 4. Fachsemesters, darunter eine eigene Leistung in den Grundlagen des Rechts.
  • Schwerpunkt: sechs Bereiche, darunter „Unternehmen und Finanzen (Law and Finance)“ mit Lehrenden aus BaFin, Großbanken und Rechtsanwaltskanzleien.
  • Examensvorbereitung: UniRep ganzjährig und kostenlos, Klausurenkurs, zwei Probeexamen, Simulation der mündlichen Prüfung.
  • Ergebnisse: in Hessen erreichten 18,18 Prozent der Teilnehmenden ein Prädikat, 27,90 Prozent bestanden nicht (Pflichtfachprüfung 2024).
  • Leben: WG-Zimmer um 610 Euro, Semesterbeitrag 381,28 Euro inklusive Deutschland-Semesterticket, Campus mit eigenem Park.

Tipp

Egal an welcher Fakultät du sitzt, geprüft wird derselbe Pflichtstoff. Auf jurahilfe.de kannst du ihn als interaktives Skript lesen, mit Karteikarten wiederholen und mit Multiple-Choice-Aufgaben am Fall testen, alles miteinander verlinkt. Der komplette BGB AT ist dauerhaft kostenlos.

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Jura an der Uni Frankfurt: Was den Fachbereich Rechtswissenschaft ausmacht

Offiziell heißt er Fachbereich Rechtswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität, intern schlicht Fachbereich 01. Er sitzt am Campus Westend, keine zehn Gehminuten vom Grüneburgpark, und ist einer der größten juristischen Fachbereiche Deutschlands. Gleichzeitig ist er einer der wenigen, an denen Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie institutionell verankert sind statt nur als Pflichtübung im ersten Semester vorzukommen.

Der Fachbereich Rechtswissenschaft in Zahlen

Der Fachbereich zählt rund 4.100 Studierende der Rechtswissenschaft und 34 Professuren. Studieninteressierte finden weitere Informationen und die aktuellen Fristen direkt auf den Seiten des Fachbereichs.

Was das praktisch heißt? In den Pflichtfachvorlesungen sitzt du mit mehreren Hundert Leuten im Hörsaal. Das ist der Normalfall an großen Fakultäten, und es ist der Punkt, an dem sich in den Erfahrungsberichten der meiste Frust sammelt. Wer Kleingruppenatmosphäre sucht, ist in Gießen oder Marburg besser aufgehoben.

Kennzahlen des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt: 4.100 Studierende, 34 Professuren, 6 Schwerpunktbereiche, 540 Studienplätze, 850 Bibliotheksarbeitsplätze
Abb. 1: Der Fachbereich Rechtswissenschaft in Frankfurt in Kennzahlen.

Dafür bekommst du Breite. Sechs Schwerpunktbereiche und vier LL.M.-Programme. Dazu ein eigenes Institute for Law and Finance, Moot Courts und ein französisches Rechtsdiplom, alles neben dem Staatsexamen angeboten. Bibliothek und Arbeitsplätze sind ordentlich ausgestattet: Die Fachbereichsbibliothek Recht und Wirtschaft hat über 850 Arbeitsplätze und 19 Gruppenarbeitsräume. Dadurch findest du auch in der Examensphase meist einen Platz, ohne morgens um sieben anzustehen.

Ruf und Geschichte der Goethe-Universität

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität wurde 1914 als erste Stiftungsuniversität Deutschlands gegründet, finanziert aus privaten Mitteln Frankfurter Bürger. 35 jüdische Stifter brachten dabei zwei Drittel des Stiftungskapitals auf. Der Lehrbetrieb startete im Wintersemester 1914/15 mit rund 600 Studenten. Fünf Fakultäten, und als Novum keine Theologische. Seit dem 1. Januar 2008 ist die Universität wieder formal Stiftungshochschule.

Dieser Gründungszusammenhang erklärt, warum die NS-Zeit hier besonders tief einschnitt. Von 351 Lehrkräften des Winters 1932/33 wurden bis 1945 128 entlassen. Das ist eine Quote von 36,5 Prozent. Das ist der höchste Wert aller deutschen Hochschulen, höher als in Berlin. 115 der Entlassenen waren Opfer der Rassenideologie, 95 emigrierten, sechs wurden ermordet, drei nahmen sich das Leben. Zum Vergleich: Die Berliner Universität verlor im selben Zeitraum 278 von 797 Lehrkräften, also 34,9 Prozent.

Römerberg in Frankfurt mit Fachwerkhäusern, der Alten Nikolaikirche und Passanten auf dem Platz
Der Römerberg, wenige Kilometer vom Campus Westend entfernt.

Übrigens: Das 1923 gegründete Institut für Sozialforschung, aus dem die Frankfurter Schule hervorging, gehört zur selben Universität. Für den Fachbereich Rechtswissenschaft ist die rechtshistorische Achse aber die wichtigere. Seit 2013 sitzt das Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie am Rand des Campus Westend, und gemeinsam mit dem Institut für Rechtsgeschichte veranstaltet es die „Frankfurter Rechtshistorischen Abendgespräche“. Diese Nähe ist der Grund, warum die Grundlagen des Rechts in Frankfurt einen anderen Stellenwert haben als an vielen anderen Fakultäten.

Bekannte Professorinnen und Professoren in Frankfurt

In der Lehre stehen hier Namen, die du aus Kommentaren und Entscheidungen kennst. Prof. Dr. Astrid Wallrabenstein lehrt Sozialrecht. Sie ist zugleich Richterin des Bundesverfassungsgerichts. Prof. Dr. Gabriele Britz hat die Professur für Öffentliches Recht, insbesondere Verfassungsrecht. Für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht steht der Lehrstuhl von Prof. Dr. Stefan Kadelbach. An der Schnittstelle von Rechtstheorie und Strafrecht arbeitet Prof. Dr. Klaus Günther.

Der Schwerpunkt in dieser Aufzählung ist kein Zufall: Frankfurt ist im Öffentlichen Recht und in der Rechtstheorie stark besetzt. Wer im Zivilrecht eine große Kommentarschule sucht, findet die eher in Köln, München oder Tübingen.

Zu den Absolventinnen zählt Nancy Faeser, die hier von Oktober 1990 bis Juli 1996 Jura studierte, das erste Staatsexamen ablegte und danach als wissenschaftliche Hilfskraft am Fachbereich blieb.

Hinweis

Welche Professorin welchen Kommentar geschrieben hat, ist für die Klausur zweitrangig. Was zählt, ist der Stoff im System. Auf jurahilfe.de findest du den Pflichtstoff vom ersten Semester bis zum Examen in einer vernetzten Struktur, mit Definitionen und Streitständen per Klick direkt im Text.

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NC und Bewerbung: So kommst du an der Goethe-Uni Frankfurt rein

Rechtswissenschaft ist in Frankfurt zulassungsbeschränkt, und zwar universitätsintern. Eine Mindestnote legt der Fachbereich nicht im Voraus fest. Die Auswahlgrenze ergibt sich jedes Semester neu aus dem Verhältnis von Bewerbungen zu Plätzen. Wer sich am Numerus clausus für Jura im Bundesvergleich orientieren will, findet dort die Bandbreite über alle Fakultäten.

Wie hoch ist der NC für Jura in Frankfurt?

Im Wintersemester 2025/26 lag die Auswahlgrenze für die Leistungsquote bei 2,4 ohne Wartesemester, bei 540 Studienplätzen. Im Sommersemester davor waren es 197 Plätze und eine Grenze von 2,8 bei einem Wartehalbjahr. Zum Vergleich: Im Wintersemester 2022/23 reichte noch eine 2,8 mit einem Wartehalbjahr.

Die Vergabe läuft zweigleisig. 80 Prozent der Plätze gehen nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung, 20 Prozent nach Wartezeit. Wer knapp über der Grenze liegt, hat also einen zweiten Weg. Die Wartezeitquote lief in Frankfurt zuletzt bei null bis einem Halbjahr aus.

SemesterPlätzeNoteWartezeit
WS 2025/265402,40 Halbjahre
SoSe 20251972,81 Halbjahr
WS 2022/235402,81 Halbjahr

Ein 3,0er-Abitur reicht damit für den direkten Weg nicht, für die Wartezeitquote nach einigen Halbjahren aber schon. Und wer gar kein Abitur hat, kommt über den beruflichen Weg an die Fakultät: Wie das funktioniert, steht im Artikel zu Jura studieren ohne Abitur und mit Fachabitur.

Bewerbung über hochschulstart und die Fristen

Die Bewerbung ins erste Fachsemester läuft über das Dialogorientierte Serviceverfahren. Du registrierst dich zuerst auf hochschulstart.de, bekommst dort deine Bewerber-ID und die Bewerbungs-Authentifizierungsnummer, und bewirbst dich damit online bei der Goethe-Universität. Ohne diese Registrierung geht der Antrag nicht durch, das ist der häufigste vermeidbare Fehler.

Die konkreten Fristen gibt die Universität semesterweise bekannt. Als Faustregel gilt der 15. Juli für das Wintersemester und der 15. Januar für das Sommersemester; verlass dich darauf aber nicht, sondern prüf die aktuellen Termine auf der Bewerbungsseite des Fachbereichs. Die Bewerbung selbst ist einfach, sie scheitert oft nur an der versäumten Registrierung. Ein Praktikum vor Studienbeginn brauchst du nicht.

Studienbeginn im Winter- und im Sommersemester

Diese Frankfurter Besonderheit steht in keinem Ranking. Du kannst Jura hier im Wintersemester anfangen und im Sommersemester. An den übrigen deutschen Fakultäten ist der Wintersemester-Start die Regel.

Für dich heißt das zwei Dinge. Erstens: Wenn du im Sommer die Zulassung nicht bekommst, verlierst du nur ein halbes Jahr. Zweitens: Der Sommerstart hat weniger Plätze (197 gegen 540) und deshalb tendenziell eine strengere Grenze. Ein Sommersemester-Start bedeutet außerdem, dass dein Studienverlauf gegenüber der Mehrheit deines Jahrgangs um ein Semester versetzt läuft, was bei Übungen und Klausurterminen etwas Planung verlangt.

Der Studiengang Rechtswissenschaft: Aufbau und Inhalt

Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester. Der Fachbereich teilt das klar auf. Pflichtfachstudium vom ersten bis zum fünften Semester, Schwerpunktbereichsstudium vom sechsten bis zum achten. Das neunte Semester ist rechnerisch die Examensphase. Wie dieser Aufbau in Jura generell aussieht und warum die Regelstudienzeit selten die reale Studiendauer ist, steht im Überblick zum Aufbau und Ablauf des Jurastudiums.

Studienverlauf Jura in Frankfurt als Zeitstrahl: Pflichtfachstudium Semester 1 bis 5, Schwerpunktbereich Semester 6 bis 8, ganzjähriges UniRep, Pflichtfachprüfung mit Freiversuch ab Semester 8
Abb. 2: So verläuft das Jurastudium an der Goethe-Universität von der Zwischenprüfung bis zur Pflichtfachprüfung.

Grundstudium und Zwischenprüfung

Die Frankfurter Zwischenprüfung besteht aus fünf Prüfungsleistungen. Eine Hausarbeit, eine Klausur in den Grundlagen des Rechts, dazu je eine Klausur im Zivilrecht, im Strafrecht und im Öffentlichen Recht. Die Grundlagen-Leistung kannst du auch durch eine Seminararbeit erbringen. Alle fünf sollen in der Regel bis zum Ende des vierten Fachsemesters vorliegen.

Wichtig ist die Reißleine: Fehlt am Ende des vierten Semesters nur eine einzige Leistung, darfst du sie im fünften Fachsemester nachholen. Jede Leistung ist einmal wiederholbar, eine zweite Wiederholung gibt es nur für die Hausarbeit, die Grundlagen-Klausur oder eine der drei Rechtsgebietsklausuren. Was passiert, wenn es trotzdem schiefgeht, klärt der Artikel zur durchgefallenen Zwischenprüfung.

Schlag dir die Fristen früh in den Kalender. Die Zwischenprüfung ist die einzige Hürde im Studium, die man rein durch Nichtstun reißt.

Hauptstudium, Praktika und Schlüsselqualifikationen

Im Hauptstudium kommen die großen Übungen, der Schwerpunktbereich und die formalen Zulassungsvoraussetzungen zusammen. Drei Dinge musst du dabei aktiv abarbeiten. Niemand schleppt sie für dich mit.

Erstens die praktischen Studienzeiten: insgesamt drei Monate in der vorlesungsfreien Zeit. Ein Monat davon ist Gerichtspraktikum, zwei Monate Wahlpraktikum in einem juristischen Arbeitsfeld. Das Wahlpraktikum darf in zwei Abschnitten von je einem Monat laufen. Welche Stationen sich lohnen und wie du dich bewirbst, steht im Leitfaden zum Praktikum im Jurastudium.

Zweitens die Schlüsselqualifikationen: eine Lehrveranstaltung zu Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung, Mediation, Vernehmungslehre oder Kommunikationsfähigkeit. Drittens eine fremdsprachige juristische Lehrveranstaltung oder ein rechtswissenschaftlich ausgerichteter Sprachkurs. Frankfurt bietet dafür unter anderem das Diplôme Universitaire de Droit Français an, das du parallel zum Staatsexamen erwerben kannst.

Grundlagen des Rechts als Frankfurter Besonderheit

Anderswo sind die Grundlagen des Rechts eine Pflichtübung, die man im ersten Semester abhakt und danach vergisst. In Frankfurt sind sie eine eigene Zwischenprüfungsleistung und ein eigener Schwerpunktbereich, und sie haben mit dem Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie einen Nachbarn auf dem Campus.

Was ist das wert? Für die Klausur zunächst nichts. Die Pflichtfachprüfung fragt Zivil-, Straf- und Öffentliches Recht, nicht Rechtsphilosophie. Der Nutzen liegt woanders. Wer versteht, warum eine Norm so geworden ist, argumentiert bei Streitständen freier. Und schreibt bei unbekannten Konstellationen weniger auswendig gelernte Bausteine ab. Ob dir das liegt, weißt du meist nach dem ersten Semester.

Für ein Studium in Frankfurt ist das trotzdem ein ehrliches Auswahlkriterium. Wenn dich Rechtsgeschichte kalt lässt und du nur den kürzesten Weg zum Prädikat suchst, ist eine Fakultät mit stärkerer Klausurenkultur die vernünftigere Wahl.

Die Erste juristische Prüfung in Hessen

Die Erste juristische Prüfung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der staatlichen Pflichtfachprüfung mit 70 Prozent und der universitären Schwerpunktbereichsprüfung mit 30 Prozent. Beide müssen bestanden sein.

Der schriftliche Teil besteht in Hessen aus sechs Klausuren à fünf Stunden, geschrieben an sechs verschiedenen Tagen. Die Verteilung: zwei im Bürgerlichen Recht, eine aus dem Arbeits-, Handels- oder Gesellschaftsrecht, zwei im Öffentlichen Recht, eine im Strafrecht. Dazu kommen jeweils die verfahrensrechtlichen Bezüge und die Bezüge zu den Grundlagen des Rechts (§ 13 JAG Hessen). Die Klausuren dürfen elektronisch angefertigt werden.

Die eigene Arbeitsrechts-, Handelsrechts- oder Gesellschaftsrechtsklausur ist eine hessische Eigenheit, die zum Frankfurter Profil passt: Der Pflichtstoff greift damit direkt in das Feld, das der Schwerpunkt „Unternehmen und Finanzen“ vertieft.

Nicht bestanden ist der schriftliche Teil, wenn vier oder mehr Klausuren unter vier Punkten liegen oder der Gesamtdurchschnitt unter 3,5 Punkten bleibt (§ 18 JAG). Die Gesamtnote der staatlichen Prüfung setzt sich aus zwei Dritteln Klausuren und einem Drittel mündlicher Prüfung zusammen (§ 19 JAG). Gemeldet wird dreimal im Jahr: im März für Klausuren im Juli, im Juli für Klausuren im Oktober, im November für Klausuren im Februar. Die zugelassenen Hilfsmittel und Kommentarauflagen gibt das Justizprüfungsamt regelmäßig vor dem Klausurtermin bekannt; es sitzt übrigens in Frankfurt, in der Zeil.

Tipp

Sechs Klausuren über sechs Tage prüfen weniger dein Wissen als deinen Abruf unter Druck. Dafür gibt es auf jurahilfe.de die Karteikarten im intelligenten Wiederholungssystem: aktives Erinnern statt Wiederlesen, mit Wiederholungsintervallen, die sich an deinen Lücken orientieren.

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Schwerpunktbereiche im Jurastudium in Frankfurt

Der Schwerpunktbereich ist der universitäre Teil deiner Ersten juristischen Prüfung und zählt 30 Prozent. Du wählst ihn typischerweise im fünften oder sechsten Semester. Die Wahl entscheidet mit darüber, wie du später gelesen wirst. Ein Frankfurter Schwerpunkt in Law and Finance liest sich in einer Wirtschaftskanzlei anders als einer in Kriminalwissenschaften.

Diese sechs Schwerpunktbereiche stehen zur Wahl

In Frankfurt werden sechs Schwerpunktbereiche angeboten. Die Aufteilung ist bewusst breit geschnitten, jeder Bereich fasst mehrere Rechtsgebiete zusammen.

Nr.SchwerpunktbereichWas drinsteckt
1Internationalisierung und Europäisierung des RechtsEuroparecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung
2Unternehmen und Finanzen (Law and Finance)Bank- und Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht, Versicherungsrecht, Insolvenzrecht
3Grundlagen des RechtsRechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtstheorie
4Verfassung, Verwaltung, RegulierungStaats- und Verwaltungsrecht, Regulierungsrecht
5Arbeit, Soziales, LebenslagenArbeitsrecht, Sozialrecht, angrenzende Felder
6KriminalwissenschaftenStrafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie

Der Bereich 2 ist das Frankfurter Aushängeschild, und er ist es nicht nur dem Namen nach. Besonders interessant wird er durch die Lehrenden: In den Lehrveranstaltungen unterrichten unter anderem Mitarbeitende der BaFin, von Großbanken und aus Rechtsanwaltskanzleien. Das ist der Standortvorteil, den keine andere deutsche Fakultät in dieser Dichte hat: Die Aufsicht, die Zentralbanken und die Kanzleien, die dieses Recht anwenden, sitzen in derselben Stadt.

Ergänzend dazu gibt es am Campus Westend das Institute for Law and Finance, 2002 mit Unterstützung von Großbanken, internationalen Kanzleien und Zentralbanken gegründet und im House of Finance untergebracht. Wer den Weg in eine Großkanzlei im Transaktions- oder Bankrechtsbereich anstrebt, findet in Frankfurt kurze Wege zwischen Vorlesung und Praxis.

Welcher Schwerpunkt sich generell lohnt und nach welchen Kriterien du entscheiden solltest, ist eine eigene Frage: dazu die Übersicht zur Schwerpunktwahl.

Ablauf der Schwerpunktbereichsprüfung

Die Schwerpunktbereichsprüfung ist Universitätssache und läuft studienbegleitend über die Semester des Schwerpunktstudiums. Typisch sind Klausuren und Seminarleistungen in den Kolloquien und Seminaren des gewählten Bereichs, dazu eine schriftliche Arbeit. Der Fachbereich veröffentlicht die konkreten Prüfungsformen und Fristen in seiner Studien- und Prüfungsordnung; die Details ändern sich mit Ordnungsnovellen, deshalb hol sie dir dort im Original.

Ein Punkt aus den Erfahrungsberichten gehört hierher: Das Angebot an Studienleistungen im Schwerpunktbereich wird von Studierenden als knapp beschrieben, während Kolloquien und Seminare inhaltlich gelobt werden. Wer in einem Semester eine bestimmte Veranstaltung braucht, sollte früh ins Vorlesungsverzeichnis schauen, statt auf freie Plätze zu hoffen.

Examensvorbereitung an der Goethe-Universität Frankfurt

Hier trennt sich, wofür eine Fakultät tatsächlich sorgt. Frankfurt bietet ein ganzjähriges Universitätsrepetitorium, und es ist kostenlos. Das ist ökonomisch der größte einzelne Vorteil des Standorts, wenn du ihn nutzt.

Das UniRep: Kolloquien und Seminare, Klausurenkurs, Probeexamen

Das UniRep läuft ganzjährig und deckt den Pflichtstoff systematisch ab. Dazu gehören ein Klausurenkurs mit individueller Klausurenoptimierung, zwei Probeexamen, eine Simulation der mündlichen Prüfung und eine individuelle Examensberatung. Kosten: keine.

Zum Vergleich: Ein kommerzielles Repetitorium kostet über zwölf Monate einen vierstelligen Betrag. Das UniRep ist damit nicht automatisch die bessere Wahl. Es ist aber die, die du zuerst prüfen solltest, statt reflexhaft zu buchen, weil alle anderen buchen.

Vergleich in zwei Spalten: das kostenlose UniRep der Goethe-Universität mit Klausurenkurs und zwei Probeexamen gegen ein kommerzielles Repetitorium mit vierstelligen Kosten
Abb. 3: Was das kostenlose UniRep leistet und wo ein kommerzielles Repetitorium ansetzt.

Was du selbst mitbringen musst, ist die Struktur. An diesem Punkt hängt in den Frankfurter Erfahrungsberichten der häufigste Kritikpunkt. Das Studium wird dort als anonym und als „Do it yourself“ beschrieben. Tutorien und Vorlesungen reichen laut mehreren Berichten nicht aus, um gute Klausurergebnisse zu holen. Wie lang die eigene Vorbereitung realistisch sein muss, klärt der Artikel zur Dauer der Examensvorbereitung, und wie ein belastbarer Plan aussieht, steht im Masterplan für das erste Staatsexamen.

Tipp

Ein kostenloses UniRep spart das Geld, die Wiederholungsarbeit bleibt bei dir. Auf jurahilfe.de kannst du dasselbe Thema als kompaktes oder als ausführliches Skript lesen, kompakt zum schnellen Wiederholen in der Examensphase, ausführlich, wenn du eine Lücke von Grund auf schließen musst.

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Freischuss und Verbesserungsversuch in Hessen

Der Freiversuch ist in § 21 JAG Hessen geregelt. Wer im Sommersemester des achten Fachsemesters zur Pflichtfachprüfung antritt, tritt im Freiversuch an: Ein Nichtbestehen gilt dann als nicht erfolgt. Die Semesterzählung lässt die Corona-Semester vom Sommersemester 2020 bis zum Wintersemester 2021/22 außen vor.

Der Verbesserungsversuch nach § 21 Abs. 5 JAG steht denen offen, die im Sommersemester des zehnten Fachsemesters antreten, und er kostet eine Gebühr. Achte auf die Frist: Die Wiederholungsprüfung muss innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Erstergebnisses beginnen; als Beginn zählt der erste Klausurtag. Diese Frist ist nach Auskunft des Justizprüfungsamts nicht verlängerbar.

In Hessen traten 54,01 Prozent der Teilnehmenden 2024 im Freiversuch an. Bundesweit waren es 61,80 Prozent. Frankfurter Studierende gehen also etwas seltener früh in die Prüfung als der Durchschnitt. Die Länderunterschiede beim Freischuss und die Frage, ob Abschichten möglich ist, behandelt der Vergleich der Freiversuchsregeln aller Bundesländer. Wann sich ein Verbesserungsversuch rechnet, steht dort. Und wann ein Verschieben des Examens die klügere Entscheidung ist, auch.

Ergebnisse im Staatsexamen: Prädikats- und Durchfallquote

Jetzt die Zahlen, um die es am Ende geht. In der staatlichen Pflichtfachprüfung 2024 traten in Hessen 1.122 Personen an. 27,90 Prozent bestanden nicht, 18,18 Prozent erreichten ein Prädikat, also „vollbefriedigend“ oder besser.

Balkendiagramm zur staatlichen Pflichtfachprüfung: in Hessen bestanden 72,1 Prozent, bundesweit 72,6 Prozent; ein Prädikat erreichten 18,2 gegenüber 19,6 Prozent
Abb. 4: Die hessischen Examensergebnisse liegen dicht am Bundesschnitt (Prüfungsjahr 2024).
ErgebnisHessen 2024Bund 2024
Teilnehmende1.12213.427
nicht bestanden27,90 %27,40 %
ausreichend25,40 %23,72 %
befriedigend28,52 %29,31 %
vollbefriedigend14,71 %15,44 %
gut3,30 %3,84 %
sehr gut0,18 %0,29 %
Prädikat gesamt18,18 %19,57 %

Die Zahlen liegen dicht am Bundesschnitt, mit einem leichten Minus bei den Prädikaten und einem leichten Plus bei den Durchfallern. Hessen ist damit kein Bundesland, in dem die Prüfung auffällig milde oder auffällig hart bewertet wird, anders als etwa Bremen mit über 40 Prozent Durchfallern.

Zwei Einordnungen, damit du die Zahl richtig liest. Erstens gelten sie für ganz Hessen, also für Frankfurt, Gießen und Marburg gemeinsam; getrennte Fakultätsquoten veröffentlicht das Prüfungsamt nicht. Zweitens beziehen sie sich auf den staatlichen Prüfungsteil, nicht auf die Gesamtnote der Ersten juristischen Prüfung, in die noch der Schwerpunkt eingeht. Wer die Werte über die Jahre und Bundesländer verfolgen will, findet sie in der Statistik zur Durchfallquote im Staatsexamen; was ein Prädikat praktisch bedeutet, steht im Artikel zum Prädikatsexamen.

Jura studieren und leben in Frankfurt am Main

Frankfurt hat die einzige echte Skyline Deutschlands. Dazu kommen über 5.000 Hektar Stadtwald, der größte kommunale Wald des Landes. Diese Doppelnatur prägt das Studium hier: Banken-Hochhäuser und Apfelweinwirtschaft liegen zwanzig Minuten auseinander.

Campus Westend: Poelzig-Bau, Bibliothek und Finanzmeile

Der Campus Westend ist der schönste Universitätscampus, den ich in Deutschland kenne. Seine Vorgeschichte ist die unangenehmste. Sein Zentrum ist das I.G.-Farben-Haus, von Hans Poelzig entworfen und zwischen 1928 und 1931 als Zentralverwaltung der I.G. Farben errichtet: 250 Meter lang, 35 Meter hoch, neun Geschosse. Nach 1945 saß hier das Hauptquartier der US-Streitkräfte, später das US-Europakommando und die CIA-Deutschlandzentrale. Am 20. Juni 1948 wurde in diesem Gebäude die D-Mark verkündet, am 1. Juli 1948 erhielten die westdeutschen Ministerpräsidenten hier mit den Frankfurter Dokumenten den Auftrag zum Grundgesetz. Seit dem Sommersemester 2001 nutzt die Universität den Bau.

Der Fachbereich Jura hat sein eigenes Haus daneben: das 2008 eröffnete Gebäude für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, zusammen mit dem House of Finance und einem Hörsaalzentrum. Deine Bibliothek ist die Fachbereichsbibliothek Recht und Wirtschaft am Theodor-W.-Adorno-Platz, ebenfalls seit November 2008: über 850 Arbeitsplätze, 19 Gruppenarbeitsräume. Wer in der Examensphase einen festen Platz braucht, findet ihn hier eher als in vielen Altbau-Bibliotheken anderer Städte.

Wohnen und Kosten: So teuer ist das Jura Studium in Frankfurt

Jetzt der teure Teil. Ein WG-Zimmer kostet in Frankfurt im Standardfall rund 610 Euro (empirica-Erhebung mit WG-Gesucht für das Sommersemester 2026). Das Moses-Mendelssohn-Institut kommt je nach Erhebungszeitpunkt auf 665 bis 694 Euro. Damit liegt Frankfurt bundesweit auf einem der vorderen Plätze, hinter München und je nach Erhebung neben Hamburg, Berlin und Köln. Der deutschlandweite Standardpreis derselben empirica-Erhebung lag bei 524 Euro.

Kritisch wird es an der Lücke zur Förderung. Die BAföG-Wohnkostenpauschale beträgt 380 Euro. Rund ein Drittel der Frankfurter Studierenden bleibt laut einer Befragung der Universität wegen des Wohnungsmarkts im Elternhaus. Beim Mietniveau insgesamt liegt Frankfurt bundesweit auf Platz zwei, überboten nur von München.

Das Studierendenwerk Frankfurt am Main betreibt 34 Wohnheime mit rund 3.700 Plätzen, davon 30 Häuser in Frankfurt selbst, weitere in Rüsselsheim, Wiesbaden und Geisenheim. Ein Wohnheimzimmer kostet im Schnitt rund 375 Euro, je nach Haus zwischen 200 und 600 Euro, also spürbar weniger als der freie Markt. Der Haken: Im Oktober 2025 standen den Plätzen knapp 2.700 offene Bewerbungen gegenüber. Bewirb dich sofort nach der Zulassung.

Ein Mann geht über den Eisernen Steg in Frankfurt, am Geländer hängen Liebesschlösser
Der Eiserne Steg verbindet die Altstadt mit Sachsenhausen, dem Viertel mit den günstigeren Zimmern.

Der Semesterbeitrag lag im Wintersemester 2025/26 bei 381,28 Euro. Das sind 43,65 Euro mehr als im Vorjahr. Der größte Posten darin ist mit 208,80 Euro das Deutschland-Semesterticket, das bundesweit in allen Nahverkehrsmitteln gilt und im Solidarmodell rund 40 Prozent Rabatt auf das reguläre Deutschland-Ticket bringt. Wer im Umland wohnt und pendelt, hat davon am meisten.

Was ein Jurastudium insgesamt kostet, rechnet der Artikel zu den Kosten des Jurastudiums durch. Und ob sich ein Nebenjob neben dem Jurastudium trägt, ist in einer Stadt mit diesem Mietniveau eine Frage, die sich früher stellt als anderswo.

Feiern, Apfelwein und Freizeit in der Stadt

Das Nachtleben ist für die Größe der Stadt überraschend dicht. Es verteilt sich auf vier Gegenden. Alt-Sachsenhausen ist das Kneipenviertel mit den Apfelweinwirtschaften, das Bahnhofsviertel das rauere, spannendere Ausgehquartier, und Ostend und Hanauer Landstraße haben sich seit der Stadterneuerung zu einer eigenen Clubmeile entwickelt.

Bei den Clubs führt das Robert Johnson die Liste. Es liegt eigentlich in Offenbach am Kaiserlei. 1999 von Ata Macias und Sebastian Kahrs eröffnet, puristische House- und Minimal-Nächte, 2017 auf Platz 3 im Groove-Leserpoll. Dazu kommen das Tanzhaus West in einer ehemaligen Tintenfabrik, das Silbergold für Electro, House und Indie, und das Gibson. Für Konzerte gibt es die Batschkapp, seit 1976 Rock und Alternative, und das Zoom im früheren Cocoon-Club-Gebäude. Wer es unkommerziell mag, geht in die selbstverwaltete Brotfabrik in Hausen, wo Weltmusik und moderner Jazz laufen.

Die Alte Oper in Frankfurt mit dem Brunnen auf dem Opernplatz und Menschen davor
Der Opernplatz an der Alten Oper, im Sommer einer der belebtesten Plätze der Stadt.

Die Apfelwein-Tradition reicht ins 16. Jahrhundert zurück, als der Weinanbau in der Region klimatisch zurückging. Bembel und Geripptes gehören dazu. Bekannte Wirtschaften in Sachsenhausen sind das Atschel, Ebbelwoi Unser, Apfelwein Wagner, Zum Gemalten Haus, Apfelwein Dax und die Klaane Sachsehäuser, die es schon seit 1886 gibt.

Im Jahreslauf kommen die Feste dazu. Museumsuferfest am Main, Wäldchestag im Stadtwald, Dippemess zweimal jährlich am Ratsweg, im Oktober die Buchmesse. Grün wird es direkt am Campus: Grüneburgpark, Palmengarten und Botanischer Garten liegen fußläufig, der Stadtwald im Süden. Sportlich trägt Eintracht Frankfurt den Deutsche Bank Park, nach dem Ausbau 60.100 Plätze. Dazu kommen die Skyliners in der Süwag Energie ARENA, die viele weiter Ballsporthalle nennen. Der Ironman läuft entlang der Skyline, der Frankfurt Marathon endet in der Festhalle.

Und die Lage: Der Flughafen ist ICE-Fernbahnhof, Mainz und Wiesbaden liegen jeweils unter einer halben Stunde entfernt, Darmstadt und Heidelberg im Nahverkehr. Kaum eine andere deutsche Universitätsstadt liegt so zentral.

Erfahrungen: Was Studierende über Jura in Frankfurt sagen

Auf StudyCheck kommt der Studiengang Rechtswissenschaft der Uni Frankfurt auf 3,8 von 5 Sternen, bei über 360 Bewertungen der letzten drei Jahre. Gut 90 Prozent würden das Studium weiterempfehlen. In den Einzelkategorien liegen Literaturzugang (4,2) und Studieninhalte (4,1) vorn, Organisation und Lehrveranstaltungen mit je 3,5 hinten.

Das deckt sich mit dem, was in den Berichten steht. Gelobt werden Dozenten, die den Stoff verständlich vermitteln, der Aufbau des Grundstudiums und das UniRep. Kritisiert wird die Anonymität. Vorlesungen und Tutorien reichen laut mehreren Berichten für gute Klausurergebnisse nicht aus. Die Stoffmenge lässt viele auf sich allein gestellt zurück. Auch das Angebot im Schwerpunktbereich taucht als knapp auf.

Das ist die typische Bilanz einer großen Fakultät in einer großen Stadt, an anderen Standorten dieser Größe steht Ähnliches. Es sagt dir aber, was du hier selbst organisieren musst. Wie schwer das Jurastudium tatsächlich ist und woran die meisten scheitern, ordnet der Artikel Wie schwer ist das Jurastudium wirklich? ein.

Tipp

Gegen ein anonymes Massenstudium hilft am meisten, den eigenen Fortschritt sichtbar zu machen. Die Multiple-Choice-Aufgaben auf jurahilfe.de schließen jeden Lernpfad mit einer Note ab; Wiederholen verbessert sie. Die falschen Antwortoptionen bilden Denkfehler ab, die in Klausuren wirklich passieren.

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Für wen ist die Uni Frankfurt die richtige Wahl?

Frankfurt passt, wenn du Wirtschafts- und Finanzrecht ernsthaft betreiben willst. Oder wenn du den Studienstart im Sommer brauchst. Ein kostenloses, ausgebautes UniRep gehört ebenfalls in diese Rechnung. Falsch bist du hier, wenn du eine kleine Fakultät mit engem Kontakt zu den Lehrstühlen suchst oder wenn dein Budget keine 600 Euro Miete hergibt.

Stärken und Schwächen im Überblick

StärkenSchwächen
Schwerpunkt Law and Finance mit Lehrenden aus BaFin, Banken und KanzleienÜber 4.000 Studierende, Studium gilt als anonym
Studienstart im Winter- und im SommersemesterEine der teuersten Städte Deutschlands
UniRep ganzjährig und kostenlos, mit zwei ProbeexamenOrganisation und Lehrveranstaltungen bei StudyCheck nur 3,5
Grundlagen des Rechts institutionell verankert, MPI auf dem CampusAngebot im Schwerpunktbereich laut Berichten knapp
Campus Westend mit eigener Fachbereichsbibliothek, 850 ArbeitsplätzePrädikatsquote in Hessen leicht unter dem Bundesschnitt
Deutschland-Semesterticket im Beitrag, ICE- und FlughafenanschlussWohnheimplätze weit überzeichnet

Vergleich mit den anderen juristischen Fakultäten in Hessen

Drei staatliche Universitäten in Hessen führen zur Ersten juristischen Prüfung: Frankfurt, Gießen und Marburg. Als privater vierter Weg kommt die EBS Universität dazu, deren Law School seit Anfang 2025 am Campus Rheingau in Oestrich-Winkel lehrt und nicht mehr in Wiesbaden. Geprüft wird in allen Fällen vom selben Justizprüfungsamt nach demselben JAG, und die Examenszahlen oben gelten für Hessen insgesamt.

Der Unterschied liegt in Größe und Profil. Frankfurt ist die große Fakultät mit Finanzplatz-Anbindung. Gießen und Marburg sind deutlich kleiner, mit engerer Betreuung und geringeren Lebenshaltungskosten, und beide sind traditionell breit im klassischen Pflichtstoff aufgestellt. Die EBS verlangt Studiengebühren und ist damit ein anderes Kostenmodell. Wie sich Jura an der Justus-Liebig-Universität konkret studiert, steht im Ortsführer zu Jura in Gießen.

Wenn du über die Landesgrenze schaust, sind die nächsten Alternativen Mannheim mit wirtschaftswissenschaftlicher Prägung und Heidelberg mit dem stärkeren klassischen Renommee, beide in Baden-Württemberg und damit mit anderer Freischuss- und Prüfungsordnung. Eine Übersicht über alle Standorte liefert der Vergleich Wo kann man Jura studieren?.

Über deine Note entscheidet am Ende, was du mit dem Stoff machst. Frankfurt gibt dir dafür ein kostenloses Repetitorium, eine Bibliothek mit 850 Arbeitsplätzen und die kürzesten Wege zum Finanzplatz. Den Pflichtstoff selbst kannst du parallel im mehrstufigen Lernsystem von jurahilfe.de aufbauen, vom Verstehen über das Wiederholen bis zum Test am Fall.

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Häufig gestellte Fragen

Frieder Hammer

Über den Autor

Frieder Hammer

Repetitor, Fachautor und Gründer von Jurahilfe.de

Volljurist, Prädikatsexamen (Schwerpunkt Steuerrecht)

Hat 11 Fachbücher für die juristische Ausbildung geschrieben und ist seit 2017 als Repetitor tätig. Er hat über 400 Jurastudenten im Einzelunterricht erfolgreich auf ihre Prüfungen vorbereitet. Seine juristische und didaktische Expertise ist die DNA der Lernplattform Jurahilfe.de.

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