Im Saarland fällt gut jeder Fünfte durch die staatliche Pflichtfachprüfung. Bundesweit ist es mehr als jeder Vierte. Das Jura Studium in Saarbrücken hat damit spürbar bessere Quoten als der Bundesschnitt. Den Studienplatz bekommst du ohne NC: Rechtswissenschaft ist an der Universität des Saarlandes zulassungsfrei. Du schreibst dich bis Ende September ein, ohne Bewerbung.
Der Preis dafür steht ebenfalls fest. Ab dem ersten Semester schreibst du Klausuren. Wer die nötige Punktzahl verfehlt, wiederholt das ganze Studienjahr. Dafür kannst du parallel ein komplettes französisches Jurastudium mitnehmen. Wer dessen Jahresprüfung besteht, bekommt beim Freischuss zwei Semester geschenkt. So steht es im saarländischen Juristenausbildungsgesetz.
Auf einen Blick:
- Zulassung: zulassungsfrei, kein NC, Einschreibung ohne vorherige Bewerbung, Start nur zum Wintersemester.
- Studium: Saarbrücker Modell mit Leistungskontrollen ab dem ersten Semester, seit der Reform ohne Klausurenpflicht im dritten Studienjahr, neun Schwerpunktbereiche, integrierter Bachelor of Laws.
- Alleinstellung: Centre Juridique Franco-Allemand mit französischer Licence de droit, Europa-Institut mit eigenem LL.M., Rechtsinformatik von der Vorlesung bis zur Promotion.
- Ergebnisse: Durchfallquote 21,4 Prozent gegen 27,4 Prozent bundesweit, Prädikatsquote 19,1 Prozent, Freiversuchsanteil 54,8 Prozent (Jahrgang 2024).
- Leben: 412,30 Euro Semesterbeitrag mit Deutschlandsemesterticket, Wohnheimzimmer ab 252 Euro, Campus im Stadtwald.
Tipp
Egal an welcher Uni du studierst, den Pflichtstoff musst du dir selbst erarbeiten. Auf jurahilfe.de findest du dafür interaktive Skripten, Karteikarten und Multiple-Choice-Aufgaben, die aufeinander aufbauen: erst verstehen, dann abrufen, dann am Fall testen.
Jura in Saarbrücken: Was die Rechtswissenschaftliche Fakultät ausmacht
Im Netz läuft sie meist als Uni Saarland, eigentlich heißt sie Universität des Saarlandes. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes ist klein und international ausgerichtet. Sie ist die einzige juristische Fakultät des Landes. Wer hier Rechtswissenschaft studiert, sitzt in Vorlesungen mit deutlich weniger Leuten als in Köln oder München. Dafür sind die Wege zu den Instituten kurz. Ein paar davon findest du an anderen Fakultäten gar nicht.
Die Fakultät der Universität des Saarlandes in Zahlen
An der Fakultät R sind rund 2.500 Studierende eingeschrieben. Betreut werden sie von 19 hauptamtlichen Professuren. Dazu kommen 16 Honorarprofessuren und etwa 70 wissenschaftliche Mitarbeitende. Die Universität insgesamt zählt rund 16.300 Studierende, etwa ein Viertel davon aus dem Ausland.
Der Campus liegt rund fünf Kilometer vom Zentrum entfernt im Stadtwald, auf einem früheren Kasernengelände. Das Hauptgebäude der Fakultät, Gebäude B4.1, entstand zwischen 1959 und 1964. Es steht heute unter Denkmalschutz. Im Inneren liegt das Audimax mit 836 Plätzen. Die Fakultätsbibliothek, das Deutsch-Europäische Juridicum, hält rund 500.000 Bände und ist damit die größte Fachbibliothek der Universität. Arbeitsplätze gibt es im Stammseminar im ersten Obergeschoss des Hauptgebäudes.

Ruf und Geschichte: von der Zweigstelle der Uni Nancy zur Europa-Universität
Die Universität wurde 1948 gegründet, und zwar zunächst als Ableger der französischen Universität Nancy. Das Saarland war damals teilautonom und wirtschaftlich an Frankreich gebunden. Die juristische Fakultät konstituierte sich am 7. Oktober 1948, die Vorlesungen liefen überwiegend auf Französisch. Das Studium zielte auf die Licence en droit.
Nach der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik 1957 wurde die Ausbildung auf das deutsche Staatsexamen umgestellt. Der französische Strang blieb trotzdem erhalten, in Gestalt eigener Einrichtungen. 1951 entstand das Europa-Institut, 1955 das Vorgängerzentrum des heutigen Centre Juridique Franco-Allemand. Seit Oktober 2016 ist die Rechtswissenschaft eine eigenständige Fakultät. Die gemeinsame Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, zu der sie 66 Jahre lang gehörte, wurde dafür aufgeteilt.
Ein Einschnitt liegt noch nicht lange zurück. Anfang 2014 empfahl der Wissenschaftsrat, den Staatsexamensstudiengang im Saarland entweder mit einer Universität der Großregion gemeinsam zu betreiben oder ganz aufzugeben. Erhaltenswert fand das Gremium ausdrücklich nur die Rechtsinformatik und das Europarecht. Die Fakultät wies die Empfehlung als fehlerhaft zurück. Im Juni 2014 entschied ein Lenkungskreis, dass der Studiengang bleibt. Wer sich für Saarbrücken interessiert, sollte diese Debatte kennen. Sie erklärt, warum die Fakultät ihre beiden Profilbereiche heute so offensiv nach vorne stellt.

Bekannte Professoren und Absolventen
Ein Name dürfte dir aus dem Bücherregal bekannt vorkommen. Christoph Gröpl hat in Saarbrücken den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie deutsches und europäisches Finanz- und Steuerrecht. Seine Lehrbücher und der von ihm mitherausgegebene Grundgesetz-Kommentar liegen bundesweit auf Schreibtischen. Im Öffentlichen Recht lehren außerdem Annette Guckelberger und Nikolaus Marsch.
Die Rechtsinformatik vertreten Georg Borges und Christoph Sorge, das Europa-Institut leiten Marc Bungenberg, der einen Jean-Monnet-Lehrstuhl hält, und seit Anfang des Jahres Till Patrick Holterhus. Für das römische Recht und die europäische Rechtsvergleichung steht Tiziana Chiusi. Im Strafrecht lehren Marco Mansdörfer, Dominik Brodowski und Mustafa Temmuz Oğlakcıoğlu, das französische Recht vertreten Philippe Cossalter und Julien Dubarry.
Unter den Absolventen sind der frühere Bundesverfassungsrichter und saarländische Ministerpräsident Peter Müller sowie die früheren Bundesminister Peter Altmaier und Heiko Maas. Alle drei legten ihr erstes Staatsexamen zwischen 1983 und 1993 hier ab.
NC und Bewerbung: Wie kommst du in das Jurastudium in Saarbrücken?
Der Zugang ist so einfach wie an kaum einer anderen Fakultät. Es gibt keine Zulassungsbeschränkung, keine Auswahlgrenze und keine Bewerbungsrunde über hochschulstart.de. Du meldest dich direkt bei der Universität an, mit Abitur und Fristbeachtung.
Wie hoch ist der NC für Rechtswissenschaft an der Uni des Saarlandes?
Es gibt keinen. Der Studiengang Rechtswissenschaft ist an der Universität des Saarlandes zulassungsfrei, zuletzt auch im Wintersemester 2024/25. Ein Numerus Clausus existiert nur dort, wo mehr Menschen einen Platz wollen, als vorhanden sind. In Saarbrücken reicht die Kapazität. Deine Abiturnote entscheidet also nicht über den Studienplatz.
Das heißt nicht, dass die Note egal wäre. Sie bleibt für Stipendien relevant, und später für den einen oder anderen Arbeitgeber. Wer mit einem schwachen Schnitt startet, merkt im ersten Studienjahr schnell, ob das Fach passt. Wie stark der NC anderswo streut und woran er hängt, steht im Überblick zum NC im Jurastudium.
Einschreibung ohne Bewerbung: Frist und Ablauf über die SIM-Portale
Der Ablauf ist kurz. Du schreibst dich bis Ende September online über die SIM-Portale der Universität ein. Eine vorherige Bewerbung gibt es nicht, die Unterlagen lädst du im selben Antrag hoch. Für ein höheres Fachsemester mit Fachwechsel brauchst du zusätzlich einen Einstufungsbescheid des Prüfungssekretariats. Studieninteressierte mit ausländischer Vorbildung fallen teils unter abweichende Regeln.
Wer keine allgemeine Hochschulreife hat, kommt über die üblichen Wege beruflich Qualifizierter hinein. Die Voraussetzungen dafür sammelt der Artikel zum Jurastudium ohne Abitur.
| Punkt | Regelung in Saarbrücken |
|---|---|
| Zulassung | zulassungsfrei, kein NC |
| Bewerbung | entfällt, direkte Online-Einschreibung über die SIM-Portale |
| Frist | bis Ende September für das erste Fachsemester |
| Studienbeginn | nur Wintersemester |
| Semesterbeitrag | 412,30 Euro inklusive Deutschlandsemesterticket |
| Bachelor | LL.B. nur zusätzlich zum Staatsexamen, Einschreibung bis 30. September |
Studienbeginn nur zum Wintersemester
Ein Start im Sommersemester ist nicht möglich. Das klingt nach einer Kleinigkeit. Es kostet dich aber ein ganzes Jahr, wenn du im Frühjahr fertig mit dem Abi bist oder erst spät umentscheidest. Plane die Bewerbungsfrist deshalb rückwärts vom Oktober aus.
Der Grund für die feste Taktung ist das Studienmodell. Die Leistungskontrollen laufen im Jahresrhythmus. Ein Quereinstieg mitten im Studienjahr würde das Punktesystem sprengen.
Das Saarbrücker Modell: So läuft das Studium der Rechtswissenschaft ab
Das Saarbrücker Modell gibt es seit dem Wintersemester 1998/99. Es unterscheidet sich vom Aufbau an den meisten anderen Universitäten durch eines. Andere Fakultäten prüfen über wenige große Scheine. In Saarbrücken schreibst du regelmäßig Klausuren, von Anfang an. Wie das Jurastudium bundesweit gegliedert ist, steht im Überblick zu Aufbau und Ablauf des Jurastudiums.
Grundstudium mit Leistungskontrollen ab dem ersten Semester
Am Ende jedes Semesters, in der letzten Vorlesungswoche und der ersten vorlesungsfreien Woche, stehen die Leistungskontrollen an. Innerhalb von zwei Wochen schreibst du dabei bis zu neun Klausuren. Für jede Lehrveranstaltung gibt es Leistungspunkte, zwei je Semesterwochenstunde.
Die Hürden sind fest. Für den Übergang vom ersten ins zweite Studienjahr brauchst du mindestens 50 von maximal 68 Leistungspunkten. Vom zweiten ins dritte sind es 50 von 74. Wer knapp scheitert, darf in eine Wiederholungsprüfung. Wer sie verfehlt, wiederholt das gesamte Studienjahr. Dazu kommt die Pflicht, den Vorlesungsstoff in Arbeitsgemeinschaften zu wiederholen. Tutorien sind freiwillig, werden aber dringend empfohlen.
Das System hat zwei Seiten, und ehrlicherweise sollte man beide nennen. Der Vorteil: Du bekommst früh Rückmeldung und wirst vom Anspruch des Examens nicht erst im fünften Semester überrollt. Der Nachteil: Im Uni-Guide der Legal Tribune Online klagt ein Teil der Saarbrücker Studierenden über dauernden Lernstress. Kaum ein Semester vergeht ohne Prüfungsphase. Wer schlecht mit Dauerdruck umgeht, sollte das vorher wissen.

Tipp
Bei Klausuren im Halbjahrestakt kommt es vor allem darauf an, wie zuverlässig du den Stoff abrufst. Die Karteikarten im intelligenten Wiederholungssystem auf jurahilfe.de legen dir den zuletzt gelesenen Stoff als Frage vor. So siehst du deine Lücken, bevor die Klausur sie dir zeigt.
Hauptstudium, große Scheine und die Reform im dritten Studienjahr
Das Pflichtfachstudium gliedert sich in Grundstudium (erstes Studienjahr), Hauptstudium (zweites und drittes Studienjahr) und ein Vertiefungs- und Wiederholungsstudium im vierten Jahr. Pflicht sind Veranstaltungen im Bürgerlichen Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Öffentlichen Recht, gerichtlichen Verfahrensrecht sowie in den Grundlagenfächern.
Eine Reform hat das dritte Studienjahr entlastet. Die Leistungskontrollen sind dort gestrichen worden, damit du dich auf Schwerpunkt und Examensvorbereitung konzentrieren kannst. Ältere Beschreibungen des Saarbrücker Modells im Netz kennen diese Änderung noch nicht. Sie beschreiben durchgehende Klausuren über sechs Semester.
Dazu kommen die Pflichten aus dem Deutschen Richtergesetz (§ 5a DRiG). Nötig sind mindestens eine Veranstaltung zu Schlüsselqualifikationen und ein Nachweis rechtswissenschaftlicher Fremdsprachenkompetenz. Dazu drei Monate praktische Studienzeiten in der vorlesungsfreien Zeit, davon möglichst ein Monat bei einer Anwältin oder einem Anwalt. Latein brauchst du hier nicht, auch nicht für die Promotion.
Erste juristische Prüfung: 70 Prozent Staat, 30 Prozent Universität
Die Erste juristische Prüfung setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Die staatliche Pflichtfachprüfung zählt 70 Prozent, die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung 30 Prozent (§ 5d DRiG). Im Saarland besteht der staatliche Teil aus sechs Klausuren und einer mündlichen Prüfung.
Die Gewichtung innerhalb des staatlichen Teils ist präzise geregelt. Die sechs Klausuren machen 70,59 Prozent der Note aus, die mündliche Prüfung 29,41 Prozent. Drei Klausuren entfallen auf das Zivilrecht, zwei auf das Öffentliche Recht, eine auf das Strafrecht. Zur mündlichen Prüfung wird zugelassen, wer im Schnitt mindestens 3,50 Punkte erreicht. Mehr als drei Klausuren unter 4,00 Punkten schließen aus (§ 12 Abs. 2 JAG). Die Gewichtung folgt aus § 14 Abs. 1 JAG: jede Klausur zählt mit dem Faktor 1,5, jede mündliche Einzelnote mit 1,25, geteilt wird durch 12,75.
Wie so eine mündliche Prüfung abläuft und worauf Prüfer wirklich achten, steht im Artikel zur mündlichen Prüfung im Jurastudium.
Der integrierte Bachelor of Laws neben dem Staatsexamen
Seit dem Wintersemester 2024/25 vergibt die Fakultät zusätzlich einen Bachelor of Laws. Er ist an den Staatsexamensstudiengang gekoppelt. Du schreibst dich zusätzlich dort ein, sammelst dieselben Leistungen und bekommst den LL.B. auf Grundlage einer festgelegten ECTS-Zahl plus Bachelorarbeit. Eine Einschreibung allein in den Bachelor gibt es nicht.
Der Nutzen liegt in der Absicherung. Wer das Studium abbricht oder das Examen nicht besteht, hat trotzdem einen berufsqualifizierenden Abschluss in der Hand. Was der Titel wert ist und wofür er reicht, ordnet der Artikel zum Bachelor of Laws ein. Übrigens verleiht die Fakultät Absolventen der ersten juristischen Prüfung auf Antrag zusätzlich den Grad Diplom-Jurist.

Schwerpunktbereiche an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät
Neun Schwerpunktbereiche stehen zur Wahl. Die Liste verrät das Profil der Fakultät ziemlich genau: viel Internationales, viel Wirtschaft. Dazu zwei Felder, die besonders herausstechen.
Neun Schwerpunkte von Rechtsinformatik bis Französisches Recht
Im dritten Studienjahr belegst du Veranstaltungen im Umfang von zehn bis vierzehn Semesterwochenstunden in einem dieser Bereiche.
| Schwerpunktbereich | Kurzprofil |
|---|---|
| Deutsches und internationales Vertrags- und Wirtschaftsrecht | klassischer Wirtschaftsschwerpunkt, breit einsetzbar |
| Deutsches und internationales Steuerrecht | Anschluss an Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung |
| Deutsches und europäisches Arbeitsrecht | gestützt auf das Institut für Arbeits- und Sozialrecht |
| Internationales Recht, Europarecht und Menschenrechtsschutz | Profilbereich, eng am Europa-Institut |
| Deutsches und internationales Informations- und Medienrecht | Datenschutz, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht |
| Deutsche und internationale Strafrechtspflege, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht | Wirtschaftsstrafrecht als Saarbrücker Stärke |
| Französisches Recht | zusammen mit dem Centre Juridique Franco-Allemand |
| Deutsches und europäisches Privatversicherungsrecht | bundesweit seltenes Angebot |
| IT-Recht und Rechtsinformatik | getragen vom Institut für Rechtsinformatik |
Zwei davon lohnen einen zweiten Blick, weil viele Fakultäten sie gar nicht anbieten. Das Privatversicherungsrecht steht hier als eigener Schwerpunkt zur Wahl, getragen von zwei Lehrstühlen. IT-Recht kannst du vom ersten Semester bis zur Promotion verfolgen. Das Institut für Rechtsinformatik macht dazu seit 1988 durchgehende Angebote. Welche Kriterien bei der Schwerpunktwahl wirklich zählen, diskutiert der Artikel zum besten Schwerpunkt im Jurastudium.
Ablauf und Gewicht der Schwerpunktbereichsprüfung
Die Schwerpunktbereichsprüfung ist eine reine Universitätsprüfung, sie geht mit 30 Prozent in die Gesamtnote der Ersten juristischen Prüfung ein. Geprüft wird nach der Schwerpunktbereichsordnung der Fakultät, mindestens eine schriftliche Leistung ist bundesrechtlich vorgeschrieben.
Das Juristenausbildungsgesetz erlaubt der Fakultät, in ihrer Prüfungsordnung einen eigenen Freiversuch für den Schwerpunkt vorzusehen. Die Saarbrücker Schwerpunktbereichsordnung macht davon keinen Gebrauch; sie kennt aber eine Wiederholung zur Notenverbesserung, für die eine Gebühr anfällt. Ein belastbarer Zahlenwert aus Saarbrücken liegt für den universitären Teil nur aus dem Studienjahr 2017/18 vor: 99 Teilnehmende, Notendurchschnitt 9,65 Punkte. Neuere Werte veröffentlicht die Fakultät nicht regelmäßig.
Französisches Recht und Europa-Institut: das Saarbrücker Alleinstellungsmerkmal
Wenn du eine Sache über Saarbrücken wissen solltest, dann diese. Die deutsch-französische Ausrichtung gehört zum Gründungskern der Fakultät. Sie schlägt bis ins Prüfungsrecht durch.
Centre Juridique Franco-Allemand: Licence de droit parallel zum Staatsexamen
Das Centre Juridique Franco-Allemand, kurz CJFA, organisiert seit 1955 die französische Rechtslehre an der Universität. Du kannst dort in den ersten sechs Semestern parallel zum deutschen Studium französisches Recht studieren. Die ersten beiden Jahre laufen in Saarbrücken, das dritte an einer französischen Partneruniversität. Die Vorlesungen im französischen Recht halten französische Dozierende in ihrer Muttersprache.
Am Ende stehen zwei Abschlüsse: die französische Licence de droit und der deutsche Bachelor of Laws. Danach kannst du das französische Recht zusätzlich als Schwerpunktbereich in der Ersten juristischen Prüfung wählen. Das Auslandsjahr läuft hier nicht neben dem Studium her, sondern gehört dazu. In der Großregion gibt es dafür keine zweite Adresse; mehr zu den üblichen Wegen ins Ausland steht im Artikel zum Auslandssemester im Jurastudium.

Zwei geschenkte Semester beim Freiversuch
Jetzt kommt der Teil, den kaum jemand kennt. Der Freiversuch im Saarland setzt ein ununterbrochenes Studium von höchstens acht Semestern voraus. Zeiten eines Rechtsstudiums im Ausland und Beurlaubungen aus wichtigem Grund bleiben ohnehin unberücksichtigt. Und dann steht dort noch ein Satz:
§ 19 S. 4 JAG Saarland
„Hat der Prüfling die Jahresabschlussprüfung am Centre Juridique Franco-Allemand mit Erfolg bestanden, bleiben zwei Semester bei der Berechnung der Studienzeit nach Satz 1 unberücksichtigt.“
Zwei Semester mehr Zeit für den Freischuss, nur weil du die französische Jahresprüfung bestanden hast. Das ist eine der greifbarsten Belohnungen für Mehraufwand, die eine Juristenausbildungsordnung zu bieten hat. Was der Freischuss allgemein bringt und wo die Länder sich unterscheiden, steht im Guide zu Freischuss und Freiversuch.
Europa-Institut und der LL.M. im Europäischen und Internationalen Recht
Das Europa-Institut wurde am 6. November 1951 gegründet, kurz nachdem sich die Universität zur „europäischen Universität“ erklärt hatte. Es bietet den einjährigen Masterstudiengang Europäisches und Internationales Recht an, mit Modulen zu europäischer Integration, europäischem Wirtschaftsrecht, Außenwirtschafts- und Investitionsrecht, International Dispute Resolution und europäischem Menschenrechtsschutz. Abschluss ist der Master of Law.
Für dich als Studierende oder Studierender im Staatsexamensstudiengang ist zweierlei interessant. Du kannst schon während des Studiums einzelne Veranstaltungen des Instituts samt Prüfungen belegen und dir das später für den Master anrechnen lassen. Und im Referendariat lässt sich die dreimonatige Wahlstation am Europa-Institut ableisten.
Dazu kommen drei Zertifikate: IT-Recht und Rechtsinformatik, Schlüsselkompetenzen für Juristen und Patent- und Innovationsschutz. Das dritte gibt es nach Angaben der Universität bundesweit nur hier. Das Juristische Internetprojekt Saarbrücken, 1993 aus studentischer Initiative entstanden, betreibt bis heute ein Informationsportal zu Datenschutz-, Persönlichkeits- und Urheberrecht. In Saarbrücken sitzt außerdem die juris GmbH, die juristische Datenbank, mit der du im Referendariat täglich arbeiten wirst.
Tipp
Ein Schwerpunkt in Europarecht oder IT-Recht kommt zum Pflichtstoff obendrauf. Wer beides schaffen will, braucht dafür ein System: Auf jurahilfe.de bauen Skripten, Karteikarten und Multiple-Choice-Aufgaben so aufeinander auf, dass du zwischen Verstehen, Wiederholen und Testen wechselst, ohne den Überblick zu verlieren.
Examensvorbereitung an der Universität des Saarlandes
Das vierte Studienjahr des rechtswissenschaftlichen Studiums ist als Vertiefungs- und Wiederholungsstudium angelegt, mit Veranstaltungen im Umfang von 34 Semesterwochenstunden. Die Fakultät stellt dafür ein eigenes Angebot bereit, sodass ein kommerzielles Repetitorium nicht zwingend ist.
Universitätseigenes Repetitorium und Examensklausurenkurs
Die Universität betreibt universitätseigene Repetitorien und dazu einen Examensklausurenkurs. Die Klausuren laufen samstags ab 9 Uhr über vier bis fünf Zeitstunden, also in Examenslänge, gestellt werden sie von Lehrenden der Fakultät. Besprochen wird freitags, einige Wochen nach dem Klausurtermin.
Ergänzend gibt es Ferienklausurenkurse in der vorlesungsfreien Zeit und zweimal im Jahr ein Probeexamen mit echten Examensklausuren unter Prüfungsbedingungen. Weil das Staatsexamen zunehmend elektronisch geschrieben wird, kannst du die Klausuren im Kurs auch maschinenschriftlich verfassen. Zum Abschluss bietet die Universität eine Simulation der mündlichen Prüfung an.
Im CHE-Ranking hat die Fakultät nach Angaben der Universität Spitzenbewertungen im bundesweiten Vergleich erhalten, bei einer eigenen Strukturerhebung zu Examensangeboten und Repetitorien. Gelobt wurden außerdem die Unterstützung am Studienanfang, die Betreuung durch die Lehrenden und die Bibliotheksausstattung. Ob dir das Uni-Angebot reicht oder du zusätzlich ein kommerzielles Rep buchst, hängt vom Lerntyp ab; die Abwägung führt der Masterplan für das erste Staatsexamen aus.

Freischuss und Verbesserungsversuch im Saarland
Wer die staatliche Pflichtfachprüfung spätestens im Prüfungstermin nach dem achten Semester ablegt, schreibt sie als Freiversuch. Fällt er durch, gilt die Prüfung als nicht unternommen. Der Freischuss ist nur einmal möglich. Auslandssemester im Rechtsstudium und Beurlaubungen aus wichtigem Grund werden nicht mitgezählt, dazu kommen die zwei Semester für die bestandene CJFA-Jahresprüfung.
Wer beim ersten Anlauf bestanden hat, darf die Prüfung einmal zur Verbesserung der Gesamtnote wiederholen. Die Anmeldung muss zum nächsten oder übernächsten Meldetermin erfolgen. Bis zum Beginn der mündlichen Prüfung kannst du auf die Fortsetzung verzichten. Dann gilt die Wiederholung als nicht abgelegt. Ob sich das rechnet, hängt an mehr als der Punktzahl, siehe dazu den Artikel zum Verbesserungsversuch. Wer die Prüfung nicht bestanden hat, darf sie auf Antrag einmal wiederholen, und zwar vollständig.
Examensergebnisse: Durchfall- und Prädikatsquote im Vergleich
Hier wird es interessant, denn die saarländischen Zahlen liegen über dem Bundesschnitt. Im Jahrgang 2024 traten 168 Kandidatinnen und Kandidaten zur staatlichen Pflichtfachprüfung an. 21,43 Prozent bestanden nicht, bundesweit waren es 27,40 Prozent. Ein Prädikat, also mindestens vollbefriedigend, erreichten 19,05 Prozent gegenüber 19,57 Prozent bundesweit.
| Kennzahl | Saarland 2024 | Bundesweit 2024 |
|---|---|---|
| Teilnehmende | 168 | 13.427 |
| nicht bestanden | 21,43 % | 27,40 % |
| ausreichend | 25,00 % | 23,72 % |
| befriedigend | 34,52 % | 29,31 % |
| vollbefriedigend | 12,50 % | 15,44 % |
| gut | 6,55 % | 3,84 % |
| Prädikat gesamt | 19,05 % | 19,57 % |
| im Freiversuch | 54,76 % | 61,80 % |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens ist die Durchfallquote im Saarland deutlich niedriger, im Vorjahr lag sie mit 23,42 Prozent ebenfalls unter dem Bundeswert. Zweitens ist die Note „gut“ hier häufiger als im Bundesschnitt, während vollbefriedigend seltener vergeben wird. Was ein Prädikatsexamen praktisch bedeutet, ordnet der Artikel zum Prädikatsexamen ein.
Und die Kehrseite, die zu einem ehrlichen Bild gehört. Nach der Ausbildungsstatistik des Bundesamts für Justiz lag die durchschnittliche Studiendauer der erfolgreichen Absolventen 2016 bei 11,1 Semestern bis zur staatlichen Pflichtfachprüfung, bei 12,8 Semestern bis zur Ersten juristischen Prüfung. Das war damals der höchste Wert aller Bundesländer. Der Freiversuchsanteil liegt bis heute unter dem Bundesschnitt. Wer in Saarbrücken studiert, sollte also selbst darauf achten, nicht in die lange Variante zu rutschen.

Tipp
In der Examensvorbereitung entscheidet die Wiederholung über das, was am Prüfungstag abrufbar ist. Die Karteikarten mit intelligentem Wiederholungsrhythmus auf jurahilfe.de legen dir jeden Stoff genau dann wieder vor, wenn du ihn zu vergessen beginnst. Eigene Wiederholungslisten brauchst du dafür nicht.
Jura studieren und wohnen in Saarbrücken
Saarbrücken ist mit rund 183.000 Einwohnern eine überschaubare Landeshauptstadt. Für Studierende hat das handfeste Vorteile: kurze Wege, niedrige Mieten. Und die halbe Justiz des Landes sitzt in derselben Stadt.
Was die Stadt an der Saar lebenswert macht
Die Stadt liegt im Saartal, umgeben von bewaldeten Höhenzügen, die Saar fließt mitten hindurch. Frankreich beginnt vor der Haustür, Metz und Nancy sind mit dem Zug schnell erreicht, Luxemburg ebenso. Für ein Jurastudium mit deutsch-französischem Einschlag ist das mehr als Kulisse.
Juristisch ist die Dichte bemerkenswert. In Saarbrücken sitzen der Verfassungsgerichtshof des Saarlandes und das Saarländische Oberlandesgericht, dazu Land- und Amtsgericht. Auch Finanzgericht, Landesarbeitsgericht, Landessozialgericht sowie Arbeits- und Sozialgericht haben hier ihren Sitz, ebenso Staatsanwaltschaft und Generalstaatsanwaltschaft für das ganze Land. Wer ein Praktikum oder eine Hiwi-Stelle sucht, kann hier auf kurzem Weg fast jede Gerichtsbarkeit finden. Auch die juris GmbH hat ihren Sitz in der Stadt.
Wohnen, Semesterbeitrag und Lebenshaltungskosten
Der Semesterbeitrag beträgt 412,30 Euro. Darin stecken 121,20 Euro für das Studierendenwerk, 1,30 Euro Versicherung, 13 Euro Studierendenschaftsbeitrag und 50 Euro Verwaltungskostenbeitrag. Die größte Position ist das Deutschlandsemesterticket mit 226,80 Euro. Damit fährst du bundesweit im Nahverkehr. Studiengebühren gibt es nicht.
Beim Wohnen ist Saarbrücken eine der günstigen Adressen. Das Studierendenwerk Saarland betreibt mehrere Wohnheime in der Stadt, die Preise reichen vom WG-Zimmer bis zur Familienwohnung.
| Wohnheim | Plätze | Miete |
|---|---|---|
| Waldhausweg | 286 | 309 bis 356 Euro (WG), 355 Euro (Apartment) |
| WOGE am Campus | 226 | 400 Euro (Apartment) |
| Guckelsberg | 114 | 252 bis 337 Euro (WG), 306 bis 366 Euro (Apartment) |
| Wohnheim B | 84 | 344 bis 370 Euro (Apartment) |
| Wohnheim A | 69 | 272 bis 308 Euro (WG), 309 Euro (Apartment) |
| Rotenberg | 51 | 290 bis 304 Euro (WG), 342 bis 377 Euro (Apartment) |
Auf dem freien Markt liegt ein WG-Zimmer im Schnitt bei etwa 400 Euro, größere Wohnungen bei rund neun Euro je Quadratmeter, kleine Ein-Zimmer-Wohnungen eher bei zwölf. Beliebte Viertel sind das Nauwieser Viertel, St. Johann und Alt-Saarbrücken, in denen viele Studierende wohnen. Wie sich die Gesamtkosten eines Jurastudiums zusammensetzen, rechnet der Artikel zu den Kosten im Jurastudium durch.
Feiern, Kultur und Freizeit im Nauwieser Viertel
Das Nauwieser Viertel ist das Studierendenviertel der Stadt. Hier sitzt die alternative Szene, hier stehen die Kneipen und Clubs. Abends passiert das, was den Campus im Stadtwald so leer aussehen lässt. Der zweite Anlaufpunkt ist der St. Johanner Markt mit den Lokalen der Innenstadt.

Das Saarländische Staatstheater spielt Oper, Ballett und Schauspiel. Dazu kommen die Moderne Galerie im Saarlandmuseum und mehrere Kleinkunstbühnen. An der Universität selbst gibt es fünf studentische Theatergruppen, davon drei fremdsprachige, außerdem Orchester, Chor und Bigband. Im Januar läuft der Max-Ophüls-Preis, das größte Festival für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm; im Mai das deutsch-französische Theaterfestival Perspectives. Am letzten Juni-Wochenende füllt das Saarbrücker Altstadtfest die Innenstadt, mit rund 200.000 Besuchenden. Sportlich spielt der 1. FC Saarbrücken bei den Männern in der 3. Liga, die Frauenmannschaft tritt in der Regionalliga Südwest an.
Auf dem Campus selbst gibt es Mensa, Cafés, eine Studentenkneipe und einen kleinen Supermarkt, dazu einen botanischen Garten von 2,5 Hektar. Vom Hauptbahnhof fahren drei Buslinien im Halbstundentakt hoch, mit dem Fahrrad bist du in gut einer halben Stunde da.
Erfahrungen der Studierenden
Auf StudyCheck bewerten Studierende den Saarbrücker Staatsexamensstudiengang mit 3,7 von 5 Punkten bei 119 Bewertungen, 89 Prozent würden ihn weiterempfehlen. Das ist ein solider, kein überragender Wert, und er passt zum Bild: gute Betreuung und ein durchdachtes Angebot, dafür viel Prüfungsdruck. Wie schwer das Fach unabhängig vom Standort ist, behandelt der Artikel Ist Jura schwer?.
Für wen ist die Uni des Saarlandes die richtige Wahl?
Saarbrücken ist keine Uni für alle, und das ist kein Nachteil. Sie passt sehr gut zu einem bestimmten Typ und eher schlecht zu einem anderen.
Stärken und Schwächen der Fakultät
Für dich spricht Saarbrücken, wenn du ohne NC starten willst. Auch internationale und europäische Bezüge sind hier stärker vertreten als an vielen größeren Fakultäten. Ein deutsch-französisches Profil bekommst du sonst kaum irgendwo so direkt, und wer in Richtung IT-Recht, Datenschutz und Rechtsinformatik denkt, findet ein durchgehendes Angebot. Dazu kommt die frühe Rückmeldung durch die Leistungskontrollen, gerade wenn du dich selbst schwer zum regelmäßigen Lernen bringst.
Gegen Saarbrücken spricht anderes. Der Prüfungsdruck ab dem ersten Semester ist real, und wer ihn schlecht verträgt, hat hier drei anstrengende Jahre vor sich. Die Fakultät ist klein, also gibt es weniger Spezialvorlesungen als in Köln oder München. Die durchschnittliche Studiendauer war zuletzt hoch, und die Stadt ist übersichtlich; wer Großstadtleben sucht, findet es hier nicht. Ich halte den Standort trotzdem für unterschätzt, allerdings mehr wegen des Profils als wegen der Rankings.
Vergleich mit anderen Fakultäten in der Region
Im Saarland gibt es keine Alternative, die Fakultät ist die einzige mit Staatsexamen im Land. Die nächsten Standorte liegen in Rheinland-Pfalz: Trier mit einem Profil im Umwelt- und Infrastrukturrecht und Mainz mit Schwerpunkten im Wirtschafts- und Steuerrecht. Beide sind wie Saarbrücken zulassungsfrei. Wer nach Frankreich schielt, findet über das CJFA allerdings nirgends sonst in der Region einen so direkten Weg.
In den älteren Rankings landet Saarbrücken im hinteren Mittelfeld, in einer bis 2015 zusammengestellten Rangfolge auf Platz 31 von 40 Fakultäten. Solche Listen messen vor allem Größe, Drittmittel und Bekanntheit, nicht die Betreuung. Und in den Studierendenbefragungen punktet die Fakultät. Wer Fakultäten systematisch vergleichen will, findet die Übersicht im Artikel Wo Jura studieren.
Unterm Strich: Saarbrücken ist die richtige Wahl, wenn du ein klares Profil willst und bereit bist, ab dem ersten Semester regelmäßig zu schreiben. Der Rest ist Arbeit am Stoff. Die Multiple-Choice-Aufgaben auf jurahilfe.de spielen kleine Sachverhalte mit ausführlicher Erläuterung durch, so wie es die Leistungskontrollen von dir verlangen.
Weiterlesen
- Jura im ersten Semester: der Ersti-Guide: Was in den ersten Wochen wirklich zählt, unabhängig von der Uni.
- Die Notenskala im Jurastudium: Warum 9 Punkte schon vollbefriedigend sind und wie die Skala zustande kommt.
- Examen verschieben: Wann ein späterer Termin sinnvoll ist und was er den Freischuss kostet.
- Jura-Klausuren bestehen: Die Technik, auf die es in den Leistungskontrollen ankommt.
Häufig gestellte Fragen

Über den Autor
Frieder Hammer
Repetitor, Fachautor und Gründer von Jurahilfe.de
Volljurist, Prädikatsexamen (Schwerpunkt Steuerrecht)
Hat 11 Fachbücher für die juristische Ausbildung geschrieben und ist seit 2017 als Repetitor tätig. Er hat über 400 Jurastudenten im Einzelunterricht erfolgreich auf ihre Prüfungen vorbereitet. Seine juristische und didaktische Expertise ist die DNA der Lernplattform Jurahilfe.de.
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