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Uni Hamburg Jura: Lohnt sich das Jura Studium hier 2026?

Die Speicherstadt und die Elbphilharmonie in Hamburg

Zwischen Elbe, Alster und Hafen liegt eine der größten juristischen Fakultäten Deutschlands. Wer in Hamburg Jura studiert, lernt an einer Uni, die im renommierten Times-Higher-Education-Ranking 2023 zu den drei führenden juristischen Fakultäten des Landes gezählt wurde, und das ohne einen Cent Studiengebühren.

Lohnt sich das Jurastudium an der Uni Hamburg? Für die meisten Studierenden ja. Die Fakultät verbindet einen starken Ruf mit überdurchschnittlichen Examensergebnissen, einem kostenlosen Examenskurs und einem in Deutschland einmaligen Schwerpunkt im Seerecht. Der Preis dafür ist ein hoher Numerus Clausus und eine teure Stadt.

Auf einen Blick:

  • Zulassung: zulassungsbeschränkt, NC zuletzt bei 1,8 bis 1,9 im Wintersemester, Bewerbung direkt bei der Uni, Start im Winter- und Sommersemester.
  • Studium: Regelstudienzeit bis zur Ersten Prüfung, Schwerpunkt zu 30 Prozent, staatliche Pflichtfachprüfung zu 70 Prozent der Note.
  • Examensvorbereitung: kostenloser Hamburger Examenskurs (HEX) plus Freiversuch nach dem Hamburgischen Juristenausbildungsgesetz.
  • Ergebnisse: Durchfallquote rund 19 Prozent, deutlich unter dem Bundesschnitt von 27 Prozent.
  • Leben: hohe Lebensqualität am Wasser, aber hohe Mieten und teures Wohnen.

Tipp

Egal an welcher Uni du Jura studierst, das materielle Recht bleibt dasselbe. Auf jurahilfe.de lernst du den kompletten Pflichtstoff mit interaktiven Skripten, Karteikarten und Multiple-Choice-Aufgaben, die aufeinander aufbauen, vom ersten Semester bis zum Examen.

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Jura an der Uni Hamburg: das zeichnet die Fakultät aus

Die Fakultät für Rechtswissenschaft gehört zu den großen Adressen im deutschen Norden. Sie sitzt im Rechtshaus am Rothenbaum, mitten im Campus rund um den Von-Melle-Park. Ihr Ruf speist sich aus Forschung, Examensergebnissen und einigen Schwerpunkten, die es so nur hier gibt.

Die Fakultät für Rechtswissenschaft in Zahlen

An der Fakultät der Universität Hamburg sind über 4.000 Studierende der Rechtswissenschaft eingeschrieben, konkret rund 4.400, jedes Jahr kommen etwa 730 Erstsemester dazu. Etwa 36 hauptamtliche Professuren und zahlreiche Honorarprofessuren tragen die Lehre. Die Fachbibliothek umfasst rund 470.000 Bände und über tausend Arbeitsplätze. Für Absolventen gibt es zusätzlich mehrere Programme zum Master of Laws.

Damit ist Hamburg eine der personalstärksten juristischen Fakultäten Deutschlands. Das breite Lehrangebot deckt alle Pflichtfächer ab und reicht in Spezialgebiete hinein, die kleinere Fakultäten gar nicht anbieten können. Wer eine große Auswahl an Schwerpunkten und Vertiefungen sucht, ist hier richtig. Der Weg durch das Studium selbst folgt dem klassischen Aufbau des Jurastudiums mit Grundstudium, Hauptstudium und Examensvorbereitung.

Zahlenübersicht: Die Fakultät für Rechtswissenschaft der Uni Hamburg mit rund 4.400 Studierenden und 36 Professuren
Abb. 1: Die Fakultät für Rechtswissenschaft der Uni Hamburg in Zahlen

Ruf, Geschichte und Ranking der Fakultät

Die Universität Hamburg wurde 1919 gegründet, getragen vom bürgerschaftlichen Engagement der Hansestadt, und zählt heute zu den größten Universitäten Deutschlands. Die juristische Fakultät gehört zu ihren Gründungsfakultäten und blickt damit auf über hundert Jahre zurück. Im Times-Higher-Education-Ranking 2023 landete sie unter den drei führenden juristischen Fakultäten Deutschlands. Das ist ein starkes Signal, gerade weil deutsche Jura-Fakultäten international oft schwer sichtbar sind.

Getragen wird der Ruf von starker Forschung. Neben dem Seerecht, das gleich noch ausführlicher vorkommt, hat Hamburg besonderes Gewicht im internationalen Privatrecht, im Wirtschaftsrecht und in der Strafrechtsphilosophie. Für Studierende heißt das: viele Lehrende sind in ihren Feldern echte Größen, und das Angebot reicht weit über den Pflichtstoff hinaus.

Panorama der Hamburger Innenstadt mit der Alster
Blick über die Hamburger Innenstadt und die Alster

Ganz ohne Schatten ist das Bild nicht. Die Fakultät musste in den letzten Jahren mit knappen Mitteln haushalten, und Studierende berichten von Reibungsverlusten in der Organisation, etwa bei der Einführung des neuen Bachelors. Wer nach Hamburg geht, bekommt einen großen Namen und starke Forschung, sollte sich aber auf eine Massenuniversität einstellen, nicht auf die Rundumbetreuung einer kleinen Fakultät.

Bekannte Professorinnen und Professoren

Über die Rechtsphilosophie und das Strafrecht hat die Fakultät bundesweit Gewicht. Reinhard Merkel, langjähriger Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Rechtsphilosophie und früheres Mitglied des Deutschen Ethikrats, prägte sie über Jahrzehnte. Heute lehren dort unter anderem die Strafrechtler Jochen Bung und Milan Kuhli. Ein weiteres Aushängeschild ist die Forschung zum Seerecht, die den Hamburger Schwerpunkt im maritimen Wirtschaftsrecht trägt.

Solche Namen sind für dich mehr als Aushängeschilder. Wer bei einer anerkannten Größe hört, bekommt den Stoff aus erster Hand, oft mit aktuellen Beispielen aus Forschung und Praxis. Das ersetzt keine eigene Klausurvorbereitung, macht aber den Unterschied zwischen bloßem Auswendiglernen und echtem Verstehen.

NC und Bewerbung an der Uni Hamburg

Jura ist in Hamburg zulassungsbeschränkt. Anders als an vielen kleineren Fakultäten kommst du hier nicht ohne Weiteres rein, der Andrang ist hoch. Trotzdem entscheidet nicht allein die Abiturnote über den Platz.

Wie hoch ist der NC für Jura in Hamburg?

Der NC für Jura an der Uni Hamburg lag in den letzten Jahren im Wintersemester zwischen 1,8 und 2,4. Er ist keine feste Hürde, sondern die Note, mit der im jeweiligen Jahr der letzte Platz vergeben wurde. Je nach Bewerberlage schwankt er, und über die Wartezeitquote kommen auch Bewerber mit schwächerem Abitur zum Zug.

Damit gehört Hamburg zu den Fakultäten mit hohem NC, zusammen mit Köln, Münster oder Berlin. Die konkreten Auswahlgrenzen der letzten Wintersemester:

WintersemesterNC (Abitur)Wartesemester
WS 2024/251,96
WS 2023/241,87
WS 2022/232,40

Die Studienplätze werden über zwei Wege vergeben: eine Leistungsquote nach Abiturnote und eine Wartezeitquote nach Wartesemestern. Ein bundesweites Bild und die Einordnung, warum ein hoher NC nicht viel über die Studienqualität sagt, findest du in unserem Überblick zum Numerus Clausus im Jurastudium.

Tipp

Der NC sagt nichts darüber, wie schwer das Studium selbst wird. Wie anspruchsvoll Jura wirklich ist und woran es liegt, liest du im Beitrag Wie schwer ist das Jurastudium auf jurahilfe.de.

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So läuft die Bewerbung um einen Studienplatz

Für das grundständige Staatsexamensstudium reichst du deine Bewerbung direkt bei der Universität Hamburg ein, nicht über eine zentrale Vergabestelle. Die Fristen enden für das Wintersemester in der Regel Mitte Juli, für das Sommersemester Mitte Januar. Wichtig ist, alle geforderten Nachweise vollständig und fristgerecht einzureichen, denn das Auswahlverfahren läuft strikt nach den beiden Quoten.

Gehst du beim ersten Durchgang leer aus, ist die Sache oft noch nicht verloren. Über Nachrückverfahren rutschen regelmäßig Bewerber nach, wenn andere ihren Platz nicht annehmen. Es lohnt sich also, sich auch mit einer Note knapp über dem letztjährigen NC zu bewerben, statt von vornherein aufzugeben.

Auch ohne klassisches Abitur gibt es Wege in das Jurastudium, etwa über eine berufliche Aufstiegsfortbildung. Welche Voraussetzungen dann gelten, erklärt der Beitrag Jura studieren ohne Abitur.

Studienbeginn: Winter- oder Sommersemester?

Ein Vorteil gegenüber vielen anderen Fakultäten: In Hamburg kannst du das Jurastudium sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester beginnen. Das gibt dir mehr Flexibilität, etwa nach einer Wartezeit, einem Auslandsaufenthalt oder einem Fachwechsel. Der NC fällt zum Sommersemester oft etwas anders aus als zum Winter, weil weniger Plätze und weniger Bewerber zusammenkommen. Wer im Sommer startet, sollte bedenken, dass viele Veranstaltungen auf den Winterbeginn zugeschnitten sind. Ein früher Blick in den Studienverlaufsplan der Fakultät hilft, den eigenen Weg sinnvoll zu planen.

Der Studiengang Rechtswissenschaft in Hamburg

Der Weg zum Ersten Staatsexamen dauert in der Regel neun Semester und teilt sich in drei Phasen: Grundstudium, Hauptstudium mit Schwerpunkt und die Examensvorbereitung. Am Ende steht die Erste Juristische Prüfung, die aus zwei Teilen besteht.

Zeitstrahl: Das Jurastudium in Hamburg vom Grundstudium über den Schwerpunkt bis zur Ersten Juristischen Prüfung
Abb. 2: Der Ablauf des Jurastudiums in Hamburg

Grundstudium und Zwischenprüfung

In den ersten Semestern lernst du die drei großen Rechtsgebiete kennen: Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Parallel legst du die Zwischenprüfung ab, die aus studienbegleitenden Klausuren besteht. Wer sie nicht besteht, darf nicht weiterstudieren, deshalb ist ein sauberer Start wichtig.

Neben den Pflichtfächern gehören Grundlagenscheine, eine Hausarbeit und Fremdsprachennachweise zum Programm. Der Umfang verteilt sich über die ersten Semester. Wichtiger als das Tempo ist der Gutachtenstil. Ihn solltest du früh sicher beherrschen.

Begleitet werden die Vorlesungen in Hamburg von Arbeitsgemeinschaften in kleinen Gruppen, in denen studentische oder wissenschaftliche Mitarbeiter den Stoff am Fall üben. Genau diese AGs loben viele Hamburger Studierende, weil sie den abstrakten Vorlesungsstoff greifbar machen. Wer hier von Anfang an mitarbeitet, spart sich später viel Nacharbeit.

Tipp

Gerade im Grundstudium entscheidet aktives Wiederholen über den Lernerfolg. Auf jurahilfe.de festigst du jedes Thema direkt mit Karteikarten in einem intelligenten Wiederholungssystem, das Wissenslücken sichtbar macht, bevor die Klausur sie aufdeckt.

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Hauptstudium und der integrierte Bachelor of Laws

Im Hauptstudium vertiefst du die Pflichtfächer und belegst deinen Schwerpunkt. Hamburg bietet außerdem einen in das Staatsexamensstudium integrierten Bachelor of Laws (LL.B.) an. Damit hast du nach dem erfolgreichen Schwerpunkt einen berufsqualifizierenden Abschluss in der Tasche, auch wenn das Examen später nicht klappt.

Das ist ein echtes Sicherheitsnetz. Mit dem Bachelor erhalten Absolventen schon während des Studiums einen berufsqualifizierenden Abschluss, der den Eintritt ins Berufsleben auch ohne Staatsexamen erleichtert. Die Umstellung läuft noch, deshalb lohnt ein Blick in die aktuellen Studienordnungen der Fakultät.

Die Erste Juristische Prüfung im Überblick

Die Erste Juristische Prüfung setzt sich in Hamburg aus der universitären Schwerpunktbereichsprüfung (30 Prozent) und der staatlichen Pflichtfachprüfung (70 Prozent) zusammen. Die staatliche Prüfung nimmt das Justizprüfungsamt beim Hanseatischen Oberlandesgericht ab. Sie ist der größere und schwerere Teil.

Konkret schreibst du sechs Aufsichtsarbeiten zu je fünf Stunden: drei im Zivilrecht, zwei im Öffentlichen Recht und eine im Strafrecht. Danach folgt die mündliche Prüfung mit einem Kurzvortrag und je einem Prüfungsgespräch in den drei Fachsäulen. Schriftlich zählt zu 75 Prozent, mündlich zu 25 Prozent. Wie eine mündliche Prüfung im Jura-Examen abläuft und wie du dich vorbereitest, erklärt der eigene Beitrag dazu.

Für die mündliche Prüfung bekommst du einen Kurzvortrag, den du in kurzer Zeit vorbereitest und frei hältst, bevor die Prüfungsgespräche in Zivil-, Straf- und Öffentlichem Recht folgen. Bestanden ist die staatliche Prüfung ab einer Gesamtnote von vier Punkten. Weil schriftlicher und mündlicher Teil zusammenzählen, entscheidet nicht eine einzelne schwache Klausur über alles.

Der deutsch-türkische Studiengang als Besonderheit

Eine Hamburger Eigenheit ist der gemeinsame Studiengang Rechtswissenschaft mit der Universität Istanbul. Studierende lernen beide Rechtsordnungen kennen und verbringen einen Teil des Studiums in der Türkei. Für alle, die eine internationale Ausrichtung suchen, ist das ein seltenes Angebot, das kaum eine andere deutsche Fakultät bietet. Ergänzt wird es durch ein breites Netz an Partneruniversitäten für Auslandssemester und durch die stark international geprägte Forschung der Fakultät. Für ein weltoffenes Jurastudium ist Hamburg damit eine der besseren Adressen in Deutschland.

Schwerpunktbereiche an der Uni Hamburg

Der Schwerpunktbereich ist dein persönlicher Akzent im Studium und zählt zu 30 Prozent in die Examensnote. Hamburg bietet dank seiner Größe eine besonders breite Auswahl, darunter einen Schwerpunkt, den es in Deutschland sonst nirgends gibt.

Diese Schwerpunkte kannst du wählen

Die Fakultät bietet rund zwölf Schwerpunktbereiche an, von den Grundlagen des Rechts über das Handels- und Gesellschaftsrecht bis zum Steuerrecht. Der bekannteste ist das maritime Wirtschaftsrecht, also das Seehandels- und Seerecht. Als Hafenstadt ist Hamburg dafür der natürliche Ort, und kein anderer deutscher Studienort bietet diesen Schwerpunkt an.

Die vollständige Auswahl der Schwerpunktbereiche im Überblick:

SchwerpunktbereichAusrichtung
Grundlagen des RechtsRechtsgeschichte, Rechtsphilosophie
Internationales Privatrecht und RechtsvergleichungGrenzüberschreitendes Zivilrecht
Handels- und GesellschaftsrechtUnternehmensrecht
Arbeitsrecht mit gesellschaftsrechtlichen BezügenIndividual- und Kollektivarbeitsrecht
Sozialrecht mit arbeitsrechtlichen BezügenSozialleistungen, Sozialversicherung
Ökonomische Analyse des RechtsRecht und Wirtschaft
Steuerrecht und FinanzverfassungSteuer- und Abgabenrecht
Umwelt- und PlanungsrechtÖffentliches Wirtschaftsrecht
Europarecht und VölkerrechtInternationales öffentliches Recht
Kriminalität und KriminalitätskontrolleKriminologie, Strafrecht
Maritimes WirtschaftsrechtSee- und Seehandelsrecht, bundesweit einmalig

Hamburg ist der Seerechts-Standort Deutschlands schlechthin. In der Stadt sitzt der Internationale Seegerichtshof, ein Gericht der Vereinten Nationen, das weltweit über Streitigkeiten aus dem Seerecht entscheidet. Dazu kommen das Institut für Seerecht und Seehandelsrecht der Fakultät und das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht. Wer sich für Schifffahrt, internationalen Handel und Seerecht begeistert, findet nirgends in Deutschland eine dichtere Verbindung aus Forschung, internationaler Rechtsprechung und Praxis.

Diese Breite ist ein echtes Argument für Hamburg. Wer sich für internationales Wirtschaftsrecht, Kriminologie oder die ökonomische Analyse des Rechts interessiert, findet hier passende Angebote. Der Schwerpunkt bestimmt nicht dein ganzes Berufsleben, aber er setzt einen fachlichen Akzent und kann dir den Einstieg in ein Spezialgebiet erleichtern. Welcher Schwerpunkt zu welchem Berufsziel passt, beleuchtet der Beitrag zum besten Schwerpunkt im Jurastudium.

Ablauf der Schwerpunktbereichsprüfung

Die Schwerpunktprüfung besteht aus mehreren Teilen: einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit, einer Aufsichtsarbeit und einer mündlichen Prüfung. Die wissenschaftliche Arbeit zählt am stärksten und verlangt eigenständiges juristisches Arbeiten über mehrere Wochen. Bestanden ist die Prüfung ab einer Durchschnittsnote von vier Punkten. Im Rahmen des integrierten Bachelors dient diese wissenschaftliche Arbeit zugleich als Bachelorarbeit, sodass du mit dem Schwerpunkt einen berufsqualifizierenden Abschluss erwirbst. Die Schwerpunktnote fließt anschließend mit 30 Prozent in die Erste Juristische Prüfung ein.

Examensvorbereitung an der Uni Hamburg

Die Examensvorbereitung entscheidet über die Endnote, und hier hat Hamburg ein starkes Angebot. Neben dem uni-eigenen Examenskurs sorgt eine großzügige Freiversuchsregelung dafür, dass du ohne großes Risiko in die Prüfung gehen kannst.

Der Hamburger Examenskurs (HEX)

Der Hamburger Examenskurs, kurz HEX, ist die kostenlose Examensvorbereitung der Fakultät. Über etwa ein Jahr wiederholt und vertieft er den gesamten Pflichtstoff mit rund zwölf Unterrichtsstunden pro Woche, ergänzt um einen Klausurenkurs. Dort schreibst du unter echten Examensbedingungen und bekommst die Arbeiten korrigiert zurück. Regelmäßiges Klausurentraining ist beim Examen oft wichtiger als reines Wissen. Damit ist ein teures kommerzielles Repetitorium in Hamburg kein Muss.

Vergleich: Der kostenlose Hamburger Examenskurs HEX gegenüber einem kommerziellen Repetitorium
Abb. 3: Hamburger Examenskurs (HEX) und kommerzielles Repetitorium im Vergleich

Das spart schnell einige tausend Euro. Viele Studierende kombinieren beides: den HEX als Grundgerüst und ein privates Repetitorium oder eigenes Lernmaterial zur Ergänzung. Ein durchdachter Lernplan ist wichtiger als die Frage, ob Uni-Kurs oder kommerzielles Rep. Wie du deine Examensphase strukturierst, zeigt der Masterplan für das erste Staatsexamen.

Tipp

In der Examensvorbereitung zählt regelmäßiges Wiederholen über Monate. Das intelligente Wiederholungssystem auf jurahilfe.de bringt dir jede Karteikarte genau dann wieder, wenn du sie zu vergessen drohst, und hält so den gesamten Stoff präsent.

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Freiversuch und Notenverbesserung in Hamburg

Wer sein Examen bis zum Ende des achten Semesters ablegt, hat einen Freiversuch: Fällt die Note nicht wie erhofft aus oder besteht man nicht, gilt der Versuch als nicht unternommen. Das ist im § 26 HmbJAG geregelt. Bestimmte Zeiten, etwa ein Auslandssemester, eine Law Clinic oder Krankheit, werden nicht mitgezählt.

Diese Anrechnungsregeln sind großzügiger, als viele denken. Auch die Teilnahme an einem internationalen Moot Court, Mutterschutz oder Elternzeit verlängern den Zeitrahmen. So kannst du dich engagieren oder ins Ausland gehen, ohne den Freiversuch zu verlieren. Er nimmt dir den Druck und erlaubt es, das Examen früh und ohne echtes Risiko anzugehen.

Hast du im Freiversuch bestanden, kannst du zur Notenverbesserung einmal wiederholen. Der bessere Versuch zählt, ein Verschlechterungsrisiko gibt es nicht. Was Freiversuch, Rücktritt und ein Verbesserungsversuch genau bedeuten und wann sich ein Verschieben des Examens lohnt, liest du in den passenden Beiträgen.

Wie gut sind die Hamburger Examensergebnisse?

Hamburg schneidet im Examen überdurchschnittlich ab. In der Ersten Juristischen Prüfung fielen zuletzt rund 19 Prozent durch, bundesweit sind es etwa 27 Prozent. Ein Prädikatsexamen mit vollbefriedigend oder besser erreichten rund 45 Prozent der Kandidaten, die bestanden haben. Das sind Werte, die klar über dem deutschen Durchschnitt liegen. Die Notenverteilung der Bestandenen im Erhebungsjahr:

NoteAnteil der Bestandenen
sehr gut und gutca. 10 %
vollbefriedigendca. 35 %
befriedigendca. 44 %
ausreichendca. 11 %
Balkendiagramm: In Hamburg fallen rund 19 Prozent durch gegenüber 27 Prozent bundesweit, die Bestehensquote liegt bei 80 Prozent
Abb. 4: Examensergebnisse in Hamburg im Vergleich zum Bundesschnitt

Diese Zahlen sprechen für die Vorbereitung an der Fakultät. Ein Prädikatsexamen öffnet Türen zu Großkanzlei, Justiz und Promotion, ist aber kein Muss für einen guten Berufseinstieg. Wichtiger ist, dass du die Prüfung mit einem soliden Ergebnis bestehst.

Jura studieren und leben in Hamburg

Ein Studienort ist mehr als seine Fakultät. Hamburg gilt als eine der lebenswertesten Städte Deutschlands, hat aber auch ihren Preis. Beides solltest du in die Entscheidung einbeziehen.

Was Hamburg als Studienstadt lebenswert macht

Wasser prägt die Stadt: die Alster mitten im Zentrum, die Elbe, der Hafen. Dazu kommen viel Grün, eine lebendige Kulturszene mit Theatern, Museen und Konzerthäusern und eine kurze Distanz zur Nordsee. Der juristische Campus liegt rund um den Von-Melle-Park, zentral und gut mit Bahn und Rad erreichbar. Wer Großstadt mit Lebensqualität sucht, findet in Hamburg beides, muss dafür aber mit höheren Kosten rechnen als in vielen kleineren Studienstädten.

Ruhiger Blick über die Alster in Hamburg
Die Alster mitten in der Stadt ist ein beliebter Treffpunkt

Wohnen, Semesterbeitrag und Lebenshaltungskosten

Der Semesterbeitrag an der Uni Hamburg liegt bei rund 384 Euro und enthält das Semesterticket für den Nahverkehr. Ein Studiengebühren-Erststudium gibt es nicht. Der große Kostenpunkt ist das Wohnen: Hamburg ist eine der teuersten Städte Deutschlands, ein WG-Zimmer kostet oft 500 Euro und mehr.

Insgesamt solltest du mit Lebenshaltungskosten von etwa 900 bis 1.200 Euro im Monat rechnen, das meiste davon für Miete. Beliebte Studierendenviertel sind das lebendige Eimsbüttel, das Univiertel Rotherbaum direkt am Campus und das etwas günstigere Altona im Westen. Das Studierendenwerk Hamburg betreibt Wohnheime und mehrere Mensen; die Wohnheimplätze sind günstiger als der freie Markt, aber knapp und begehrt. Eine frühzeitige Bewerbung lohnt sich. Die wichtigsten Posten im Überblick:

PostenKosten
Semesterbeitragca. 384 Euro pro Semester
Studiengebühren im Erststudiumkeine
WG-Zimmerca. 500 bis 650 Euro pro Monat
Lebenshaltung gesamtca. 900 bis 1.200 Euro pro Monat

Womit du im Jurastudium sonst noch rechnen musst, rechnet der Beitrag zu den Kosten eines Jurastudiums durch.

Freizeit und Nachtleben in Hamburg

Beim Ausgehen ist Hamburg schwer zu schlagen. St. Pauli und die Reeperbahn sind legendär, hier spielten einst die Beatles, heute reihen sich Clubs, Bars und Livemusik-Läden aneinander. Das Schanzenviertel und die Sternschanze bieten Kneipen und Clubs abseits des größten Trubels, das Univiertel rund um die Grindelallee ist studentisch geprägt und günstiger. Im Sommer trifft man sich an der Alster, am Elbstrand oder in den großen Parks wie Planten un Blomen und dem Stadtpark.

Hamburg ist außerdem eine Kultur- und Musikstadt. Von der Elbphilharmonie über die großen Musicals bis zu unzähligen kleinen Bühnen und Festivals ist ständig etwas los, und die freie Clubszene gehört zu den lebendigsten in Deutschland. Wer Sport mag, fiebert mit dem FC St. Pauli oder dem HSV mit. Dazu kommen Volksfeste wie der Hamburger DOM dreimal im Jahr und der Hafengeburtstag mit hunderttausenden Besuchern. Als Studienstadt bietet Hamburg damit ein Freizeit- und Nachtleben, das in dieser Bandbreite kaum eine andere deutsche Uni-Stadt hat. Der Preis ist der gleiche wie überall in Hamburg: Es kostet mehr als in der Provinz, und die guten WG-Zimmer sind schnell weg.

Die Reeperbahn in Hamburg bei Nacht mit Neonlichtern
Die Reeperbahn auf St. Pauli ist das Zentrum des Hamburger Nachtlebens

Erfahrungen: Wie zufrieden sind Jura-Studierende?

Auf dem Bewertungsportal StudyCheck kommt das Jurastudium an der Uni Hamburg auf rund 3,5 von 5 Sternen, knapp 90 Prozent der Bewertenden empfehlen es weiter. Gelobt werden die Inhalte, die Betreuung in den Arbeitsgemeinschaften und der digitale Zugang zu Materialien. Kritik gibt es an der Organisation und an knappen Mitteln, gerade rund um die Bachelor-Umstellung.

Für wen ist die Uni Hamburg die richtige Wahl?

Die Uni Hamburg passt zu dir, wenn du eine große, forschungsstarke Fakultät mit breitem Schwerpunktangebot und einer lebendigen Großstadt suchst. Wer eng betreut werden will oder ein sehr schwaches Abitur hat, sollte die Alternativen kennen.

Stärken und Schwächen im Überblick

Die Stärken liegen auf der Hand: ein starker Ruf, überdurchschnittliche Examensergebnisse, der kostenlose HEX, die große Schwerpunktauswahl samt Seerecht und der Einstieg zum Winter- wie Sommersemester. Dem stehen ein hoher NC, hohe Lebenshaltungskosten und der Betrieb einer Massenuniversität gegenüber. Konkret heißt das: Wer selbstständig lernt, eine lebendige Großstadt schätzt und ein gutes Abitur mitbringt, ist in Hamburg bestens aufgehoben. Wer viel persönliche Betreuung erwartet oder knapp bei Kasse ist, sollte die Bedingungen vorher realistisch abwägen. Wie Hamburg im bundesweiten Vergleich der besten Jura-Universitäten steht, ordnet der Überblicksartikel ein. Ähnliche Porträts findest du zum Jurastudium an der LMU München und zum Jurastudium in Tübingen.

Uni Hamburg oder Bucerius Law School?

Hamburg hat zwei juristische Adressen. Neben der staatlichen Uni gibt es die private Bucerius Law School, die erste private juristische Hochschule Deutschlands. Die Bucerius Law School wurde im Jahr 2000 gegründet und punktet mit kleinen Jahrgängen, individueller Betreuung und einem exzellenten Ruf, verlangt dafür aber hohe Studiengebühren im fünfstelligen Bereich.

Die Wahl hängt an deinen Prioritäten. Wer intensive Betreuung sucht und die Gebühren stemmen kann, für den kann diese private Hochschule passen. Wer gebührenfrei an einer forschungsstarken Fakultät mit breitem Angebot studieren will, ist an der Uni Hamburg richtig. Am Ende zählt in beiden Fällen dein eigenes Lernen: Den Pflichtstoff kannst du unabhängig von der Uni strukturiert aufbauen, etwa mit dem vernetzten Lernsystem auf jurahilfe.de, das Verstehen, Wiederholen und Testen verbindet.

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Häufig gestellte Fragen

Frieder Hammer

Über den Autor

Frieder Hammer

Repetitor, Fachautor und Gründer von Jurahilfe.de

Volljurist, Prädikatsexamen (Schwerpunkt Steuerrecht)

Hat 11 Fachbücher für die juristische Ausbildung geschrieben und ist seit 2017 als Repetitor tätig. Er hat über 400 Jurastudenten im Einzelunterricht erfolgreich auf ihre Prüfungen vorbereitet. Seine juristische und didaktische Expertise ist die DNA der Lernplattform Jurahilfe.de.

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  • juristische Didaktik
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