Studiums Tipps

Uni Passau Jura studieren: Lohnt sich das Jurastudium 2026?

Blick über die Altstadt von Passau mit dem Stephansdom und den Flüssen Donau und Inn

Die Juristische Fakultät wirbt damit, dass ihre Studierenden in den Staatsprüfungen regelmäßig überdurchschnittlich abschneiden. Der Jahresbericht des Bayerischen Landesjustizprüfungsamts für 2025 zeichnet ein anderes Bild: Am Prüfungsort Passau erreichten 44,16 Prozent ein Prädikat, bayernweit waren es 47,44 Prozent.

Trotzdem ist die Universität Passau für viele die richtige Wahl, nur aus anderen Gründen als der Notenstatistik. Das Studium ist zulassungsfrei, es gibt 26 Schwerpunktbereiche, einen kostenlosen einjährigen Examenskurs und eine Fakultät, die beim Thema Legal Tech weiter ist als fast jede andere in Deutschland. Wer sich für einen Studienort entscheidet, legt sich auf zehn Semester fest. Diese Entscheidung sollte auf Zahlen beruhen.

Auf einen Blick:

  • Zulassung: kein NC, direkte Einschreibung, Studienbeginn ausschließlich zum Wintersemester.
  • Studium: Regelstudienzeit 10 Semester, Zwischenprüfung seit der Reform vom 1. Februar 2026 nur noch aus den drei Grundkursen, keine Hausarbeiten mehr in den großen Übungen.
  • Schwerpunkte: 26 Bereiche, darunter Legal Tech, Kunstrecht und zwei Common-Law-Programme.
  • Examensvorbereitung: kostenloser Jahreskurs, wöchentlicher Klausurenkurs, zweimal jährlich Probeexamen mit Originalklausuren.
  • Ergebnisse: Misserfolgsquote am Prüfungsort Passau 28,49 Prozent, Prädikatsquote 44,16 Prozent (LJPA-Bericht 2025).
  • Leben: Semesterbeitrag 126,90 Euro, WG-Zimmer im Schnitt 380 Euro, Campus direkt am Inn.

Tipp

Egal an welcher Uni du studierst, den Stoff musst du selbst aufbauen. Auf jurahilfe.de findest du interaktive Skripten, Karteikarten und Multiple-Choice-Aufgaben, die aufeinander aufbauen, vom ersten Semester bis zum Examen.

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In Passau Jura studieren: Was die Juristische Fakultät ausmacht

Passau ist eine kleine Universität mit einer vergleichsweise großen Juristischen Fakultät. Rund 10.000 Studierende sind an der ganzen Universität eingeschrieben, gut ein Fünftel davon in Jura. Das prägt den Alltag: kurze Wege, überschaubare Übungen, Dozentinnen und Dozenten, die man nach zwei Semestern beim Namen kennt.

Kennzahlen-Karten: 2.268 Jura-Studierende an der Universität Passau, 20 Lehrstühle, 26 Schwerpunktbereiche und kein Numerus Clausus
Abb. 1: Die Juristische Fakultät Passau in Zahlen.

Die Juristische Fakultät in Zahlen

Im Sommersemester 2025 waren 2.268 Studierende an der Juristischen Fakultät eingeschrieben, davon 146 im ersten Fachsemester. Dem stehen 20 Lehrstühle, drei Lehrprofessuren am Institut für Rechtsdidaktik und elf Honorarprofessuren gegenüber. Rechnerisch kommen damit rund 100 Studierende auf eine Professur, deutlich weniger als an den großen Massenfakultäten.

Dazu kommt die räumliche Konzentration. Passau hat einen einzigen zusammenhängenden Campus zwischen Innstraße und Innufer. Fakultät, Bibliothek, Mensa und Sportzentrum liegen zu Fuß nebeneinander. An vielen Universitäten liegen die Institute über die ganze Stadt verteilt. Im Klausurenmonat merkst du den Unterschied.

Ruf und Geschichte: Warum Passau bundesweit bekannt ist

Die Universität Passau wurde erst 1978 gegründet. Eine Hochschultradition gibt es in der Stadt zwar seit 1622, sie beschränkte sich aber auf philosophisch-theologische Studien. Die Juristische Fakultät ist also jung. Sie musste sich ihren Ruf erst erarbeiten und hat das über Spezialisierung getan.

Der bekannteste Baustein ist die internationale Ausrichtung. Neben dem Staatsexamensstudium kannst du in Kooperation mit der University of London parallel einen englischen Bachelor of Laws erwerben. Dazu kommt das CECIL-Zertifikat und eine Fachspezifische Fremdsprachenausbildung, die sich im Freiversuch anrechnen lässt. Übrigens: Beides ist mehr als Fassade, weil die Teilnahme an einem internationalen Moot Court in Passau ausdrücklich zur freiversuchsverlängernden Maßnahme zählt.

Bunte Häuserzeile am Flussufer in Passau unter blauem Himmel, dahinter bewaldeter Hang
Die Passauer Altstadt liegt zwischen Donau und Inn, der Campus schließt direkt an.

Bekannte Professorinnen und Professoren

Im Zivilrecht lehren unter anderem Frank Bayreuther (Arbeitsrecht), Thomas Riehm (Zivilverfahrensrecht und Rechtstheorie), Ulrike Müßig (Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte), Dennis Solomon (Internationales Privatrecht) und Michael Beurskens, dessen Lehrstuhl Wirtschaftsrecht und Digitalisierung verbindet.

Im Öffentlichen Recht sind Christoph Herrmann (Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht), Rainer Wernsmann (Finanz- und Steuerrecht), Kai von Lewinski (Medien- und Informationsrecht) und Tristan Barczak (Sicherheitsrecht und Recht der neuen Technologien) zu nennen. Im Strafrecht lehren Victoria Ibold und Bettina Noltenius; Brian Valerius hält seit 2022 einen Lehrstuhl mit der Denomination „Künstliche Intelligenz im Strafrecht“, eine Widmung, die man an deutschen Fakultäten selten findet.

Eine Einschränkung gehört dazu. Der Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Strafrecht ist seit dem Tod von Robert Esser im November 2025 unbesetzt. Bei einer Fakultät mit vier strafrechtlichen Lehrstühlen fällt eine Vakanz stärker ins Gewicht als in München.

NC und Bewerbung an der Universität Passau

Jura in Passau ist zulassungsfrei. Es gibt keinen Numerus Clausus, keine Auswahlgrenze und kein Losverfahren. Wer die allgemeine Hochschulreife hat und sich fristgerecht einschreibt, bekommt den Platz. Das ist der praktisch wichtigste Unterschied zu Köln, Bonn oder München.

Wie hoch ist der NC für Jura in Passau?

Es gibt keinen. Zulassungsfrei heißt: Die Universität begrenzt die Zahl der Studienplätze in diesem Studiengang nicht, also entsteht auch keine Auswahlgrenze. Dein Abiturschnitt spielt für die Zulassung keine Rolle, weder 1,2 noch 3,4. Entscheidend ist allein, dass du dich innerhalb der Einschreibungsfrist bewirbst.

Das solltest du aber richtig einordnen. Zulassungsfrei heißt nur, dass Nachfrage und Kapazität zusammenpassen. Über die Qualität der Fakultät sagt das nichts. Rund die Hälfte der deutschen Fakultäten vergibt Jura ohne NC, darunter Leipzig, Jena und Göttingen. Wie die Auswahlgrenzen an den zulassungsbeschränkten Standorten aussehen, steht im Überblick zum Numerus Clausus in Jura.

Bewerbung und Einschreibung Schritt für Schritt

Mit einem Schulabschluss aus Deutschland, Österreich oder einem anderen EWR-Land schreibst du dich direkt online über das Campusportal der Universität ein, ohne Umweg über hochschulstart. Du brauchst dafür das Zeugnis der Hochschulzugangsberechtigung, einen Nachweis der Krankenversicherung und den Semesterbeitrag.

Wer keine allgemeine Hochschulreife hat, kommt trotzdem infrage. Bayern öffnet den Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte, und Passau nimmt diese Bewerberinnen und Bewerber wie alle anderen auf, sobald die Zugangsberechtigung vorliegt. Die einzelnen Wege dorthin stehen im Artikel zu Jura studieren ohne Abitur.

PunktRegelung in Passau
Zulassungzulassungsfrei, kein NC, kein Auswahlverfahren
Bewerbungswegdirekte Online-Einschreibung über das Campusportal, nicht über hochschulstart
Studienbeginnnur zum Wintersemester
Regelstudienzeit10 Semester
AbschlussErste Juristische Prüfung, Titel Diplom-Jurist Univ. auf Antrag

Studienbeginn nur im Wintersemester

Hier liegt die wichtigste organisatorische Einschränkung. Das Studium der Rechtswissenschaft kannst du in Passau ausschließlich zum Wintersemester aufnehmen. Die Lehrveranstaltungen des Grundstudiums laufen im Jahresrhythmus, ein Einstieg im Sommersemester ist deshalb nicht vorgesehen.

Praktisch heißt das: Wer im Frühjahr sein Abitur macht und im Herbst anfangen will, passt genau ins Raster. Wer sich später umentscheidet oder das Fach wechselt, verliert ein ganzes Jahr oder muss sich für den Beginn eine andere Universität suchen und später wechseln. Bei einer Fakultät mit eigener Prüfungsordnung kostet ein Wechsel zusätzlich Anerkennungsaufwand.

Tipp

Die Wartezeit bis zum Wintersemester lässt sich nutzen. Der komplette BGB Allgemeine Teil ist auf jurahilfe.de dauerhaft kostenlos und ohne Zeitlimit zugänglich, mit Skripten, Karteikarten und Abschlusstest. Damit gehst du nicht bei null ins erste Semester.

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Der Studiengang Rechtswissenschaft: Aufbau und Ablauf

Die Regelstudienzeit beträgt zehn Semester und gliedert sich in Grund-, Haupt- und Abschlussstudium. Am Ende steht die Erste Juristische Prüfung, die sich aus der staatlichen Pflichtfachprüfung (70 Prozent) und der Juristischen Universitätsprüfung im Schwerpunkt (30 Prozent) zusammensetzt. Der grundsätzliche Aufbau ist derselbe wie an jeder anderen deutschen Fakultät, der Aufbau des Jurastudiums unterscheidet sich also nur in Details.

Zeitstrahl des Jurastudiums in Passau von den drei Grundkursen über den Schwerpunkt bis zur Ersten Juristischen Prüfung
Abb. 2: Der Studienverlauf in Passau über zehn Semester.

Grundstudium und Zwischenprüfung

Das Grundstudium umfasst die ersten drei Semester. Inhaltlich geht es um die Grundlagen des Rechts, also geschichtliche, gesellschaftliche, politische und rechtsphilosophische Bezüge, abgeschlossen mit dem Grundlagenschein. Parallel laufen die drei Grundkurse: Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht und Strafrecht.

Seit dem 1. Februar 2026 besteht die Zwischenprüfung ausschließlich aus diesen drei Grundkursen. Vorher gehörten außerdem die Klausuren im Sachenrecht, in den Vertraglichen Schuldverhältnissen und im Allgemeinen Verwaltungsrecht dazu. Sechs Zwischenprüfungsklausuren im dritten Semester waren nach Einschätzung der Fakultät für viele Studierende eine erhebliche psychische Belastung.

Drei Monate Pflichtpraktikum kommen dazu. Sie müssen in der vorlesungsfreien Zeit abgeleistet werden, frühestens nach dem zweiten Semester, und mindestens einer Halbtagstätigkeit entsprechen. Wie du diese Zeit sinnvoll verteilst, steht im Artikel zum Praktikum im Jurastudium.

Hauptstudium und große Scheine

Im Hauptstudium ab dem vierten Semester vertiefst du die Pflichtfächer und erwirbst die Bescheinigungen über die Übungen für Fortgeschrittene nach § 24 Abs. 1 JAPO. Das sind die berüchtigten großen Scheine, ohne die es keine Zulassung zum Examen gibt.

Im Zivilrecht brauchst du seit der Reform drei Bausteine: entweder die Abschlussklausur Sachenrecht oder die zu den Vertraglichen Schuldverhältnissen, dazu eine Klausur aus Zivilverfahrensrecht, Gesetzlichen Schuldverhältnissen oder Kreditsicherungsrecht, und schließlich eine Klausur in einer Übung für Fortgeschrittene. Im Öffentlichen Recht sind zwei Klausuren nötig, davon mindestens eine aus der Übung. Vorlesungsbegleitende Übungen und Tutorien werden während des Studiums durchgehend angeboten.

Was die StuPO-Reform 2026 für Studierende ändert

Die neue Studien- und Prüfungsordnung ist am 1. Februar 2026 in Kraft getreten und ändert mehr, als solche Reformen es üblicherweise tun.

Die Zwischenprüfung schrumpft. Sachenrecht, Vertragliche Schuldverhältnisse und Allgemeines Verwaltungsrecht wandern ins Hauptstudium. Du kannst sie weiterhin früh schreiben und dich damit entlasten, musst aber nicht mehr. Wer sie nicht besteht, darf beliebig oft wiederholen.

Die Hausarbeiten in den Übungen für Fortgeschrittene sind ersatzlos gestrichen. Passau folgt damit der LMU München und der FAU Erlangen-Nürnberg. Die Begründung der Fakultät ist bemerkenswert offen: Der behauptete Praxisbezug der Hausarbeit sei fraglich geworden, seit Anwältinnen und Anwälte bei Recherche und Formulierung KI-Werkzeuge nutzen. Lässt man diese Werkzeuge in der Hausarbeit nicht zu, fällt der Praxisbezug weg. Lässt man sie zu, bevorzugt man finanzstarke Studierende, die entsprechende Systeme lizenzieren können, was die Fakultät als Problem mit Art. 12 Abs. 1 Satz 1 GG und Art. 3 Abs. 1 GG einordnet.

Im Öffentlichen Recht entfallen die Klausuren „Grundkurs Europarecht und Internationales“ und „Besonderes Verwaltungsrecht“. Die Fakultät begründet das damit, dass die alte Kombiklausur inhaltlich oft vorhersehbar war und deshalb nur eines der Fächer Polizeirecht, Kommunalrecht oder Baurecht wirklich gelernt wurde.

Bei den Schwerpunktbereichen sind kaum nachgefragte Bereiche zusammengelegt worden, um Platz für neue Themen zu schaffen. Nach der Reform bleiben es 26. Viele Vergleichsportale führen noch die alte, höhere Zahl.

Das Gesamtziel der Reform benennt die Fakultät selbst: Beschleunigung des Studiums, Konzentration auf berufs- und examensrelevante Kompetenzen, mehr Flexibilität in der Studienplanung. Für dich heißt das vor allem weniger Prüfungsdruck im dritten Semester und drei Hausarbeiten weniger über das ganze Studium.

Backsteingebäude und Campuswiese der Universität Passau an der Innpromenade, davor abgestellte Fahrräder
Der Campus der Universität Passau liegt zusammenhängend an der Innpromenade. Foto: Mr Thinktank, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons.

Schwerpunktbereiche an der Uni Passau

Mit 26 Schwerpunktbereichen hat Passau eines der breitesten Angebote in Deutschland. Zum Vergleich: An vielen Fakultäten stehen acht bis zwölf Bereiche zur Wahl. Das ist einer der stärksten sachlichen Gründe für Passau, weil du hier wirklich nach Interesse wählen kannst und nicht nach Restplätzen.

26 Schwerpunkte zur Auswahl

Die Bereiche decken das Zivilrecht (Zivilrechtliche Streitbeilegung, Internationales Privat- und Handelsrecht, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, Privates Wirtschaftsrecht), das Öffentliche Recht (Staat und Verwaltung, Europarecht, Völkerrecht, Finanz- und Steuerrecht) und das Strafrecht (Strafrechtspflege, Steuer- und Strafrecht, Strafrecht und Internationales) ab.

Interessanter sind die Ränder. Passau bietet Medienrecht, Öffentliches Informations- und Kommunikationsrecht, Digitalwirtschaft, Kunstrecht und Legal Tech als eigene Schwerpunkte an, dazu zwei Common-Law-Programme (USA und Vereinigtes Königreich) sowie Ausländisches Recht. Diese Kombination aus Digitalrecht und Common Law gibt es in dieser Dichte an kaum einer anderen Fakultät.

FeldBeispiele aus dem Passauer Angebot
ZivilrechtZivilrechtliche Streitbeilegung, Internationales Privat- und Handelsrecht, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht
Öffentliches RechtStaat und Verwaltung, Europarecht, Völkerrecht, Finanz- und Steuerrecht
StrafrechtStrafrechtspflege, Steuer- und Strafrecht, Strafrecht und Internationales
Digital und MedienLegal Tech, Digitalwirtschaft, Medienrecht, Öffentliches Informations- und Kommunikationsrecht
InternationalCommon Law (USA), Common Law (UK), Ausländisches Recht
GrundlagenGrundlagen des Rechts und des Staates, Kunstrecht

Dazu kommen zwei eigenständige Studiengänge, die es deutschlandweit nur hier gibt. Die Universität Passau bietet den Bachelor of Laws Legal Tech als Doppelstudium neben dem Staatsexamen an und im Anschluss an das erste Examen den einjährigen Master of Laws Rechtsinformatik. Wenn dich die Schnittstelle von Recht und Technik interessiert, ist das ein handfestes Argument.

Ablauf der Juristischen Universitätsprüfung

Den Schwerpunkt belegst du ab dem fünften oder sechsten Semester. Die Juristische Universitätsprüfung besteht aus einer wissenschaftlichen Seminararbeit nach § 40 Abs. 1 Nr. 1 JAPO und weiteren Prüfungsleistungen und macht 30 Prozent der Gesamtnote der Ersten Juristischen Prüfung aus.

Ein Nebeneffekt der Hausarbeits-Abschaffung: Die Kompetenz zum wissenschaftlichen Arbeiten soll künftig über freiwillige Zusatzveranstaltungen vermittelt werden. Wenn du dir die Seminararbeit nicht selbst zum Erstversuch machen willst, solltest du diese Angebote wahrnehmen. Ich empfehle, das früh einzuplanen, nicht erst im Semester der Anmeldung.

Die Noten im Schwerpunkt fallen bayernweit deutlich besser aus als in der Staatsprüfung. 90,93 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten erreichten in der Juristischen Universitätsprüfung ein Prädikat, 65,74 Prozent sogar ein vollbefriedigend oder besser. In der staatlichen Pflichtfachprüfung schafften nur 20,60 Prozent ein vollbefriedigend oder besser. Was ein Prädikatsexamen tatsächlich bedeutet, hängt deshalb fast ausschließlich am staatlichen Teil.

Tipp

Der Schwerpunkt ändert nichts daran, dass 70 Prozent der Note aus den Pflichtfächern kommen. Auf jurahilfe.de kannst du den Pflichtstoff wahlweise kompakt oder ausführlich lesen: kompakt zum schnellen Wiederholen, ausführlich, wenn du ein Thema von Grund auf verstehen willst.

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Examensvorbereitung und Erste Juristische Prüfung in Passau

Hier liegt die eigentliche Stärke der Fakultät. Das Institut für Rechtsdidaktik betreibt ein Programm zur Vorbereitung auf das erste Staatsexamen, das mehrfach ausgezeichnet wurde und für Passauer Studierende vollständig kostenlos ist. Neben den vorlesungsbegleitenden Angeboten bietet die Universität einen kostenlosen Jahreskurs zur Examensvorbereitung an. Ein kommerzielles Repetitorium kostet je nach Anbieter rund 120 bis 200 Euro im Monat, über einen Jahreskurs also einen vierstelligen Betrag.

Der kostenlose Examenskurs am Institut für Rechtsdidaktik

Das Programm besteht aus vier Bausteinen. Der Examenskurs läuft ein Jahr und wiederholt die zentralen Inhalte des Studiums; du kannst ihn zum Sommer- oder zum Wintersemester beginnen. Der Examensklausurenkurs stellt wöchentlich eine fünfstündige Klausur, auch in der vorlesungsfreien Zeit; dort läuft er als Ferienklausurenkurs unter überwiegender Beteiligung von Praktikern.

Zweimal jährlich gibt es ein Probeexamen mit sechs Originalklausuren der Ersten Juristischen Staatsprüfung, verteilt auf rund zwei Wochen, mit Besprechung fünf bis sechs Wochen nach dem Schreibtermin. Dazu kommen die Simulation der mündlichen Prüfung und ein einmaliges Einzelcoaching je Rechtsgebiet, in dem ein bis zwei Klausuren analysiert werden. Der Fokus liegt dabei ausdrücklich auf der Methodik, nicht auf der inhaltlichen Lösung.

Diese Kombination ersetzt für viele das kommerzielle Rep. Ob das für dich reicht, hängt weniger von der Uni ab als von deiner Selbstdisziplin; die Argumente dafür und dagegen stehen im Artikel zum Examen ohne Repetitorium. Wie ein Probeexamen richtig ausgewertet wird, erklärt der Artikel zum Probeexamen in Jura.

Spaltenvergleich: kostenloser Examenskurs der Universität Passau gegen kommerzielles Repetitorium für 120 bis 200 Euro im Monat
Abb. 3: Uni-Examenskurs und kommerzielles Repetitorium im Vergleich.

KI-Korrektur im Klausurenkurs: was die Zahlen zeigen

Im Sommer 2026 hat die Fakultät etwas gemacht, das bislang keine andere deutsche Juristische Fakultät öffentlich getan hat: Sie hat KI-Systeme im Examensklausurenkurs korrigieren lassen, die Ergebnisse evaluiert und die Auswertung samt Rohdaten vollständig veröffentlicht.

Grundlage ist eine Klausur vom 27. Juni 2026. 50 Studierende ließen ihre Bearbeitung zusätzlich von drei KI-Systemen bewerten, 31 nahmen nicht teil. Bewertet wurde auf einer Fünf-Sterne-Skala. In der Gesamtbeurteilung kam die menschliche Korrektur auf 1,94 Sterne, die KI der KlausurenKiste auf 3,57, DeepWrite auf 3,60 und die hauseigene KI des Instituts für Rechtsdidaktik auf 4,13.

Noch deutlicher wird der Abstand bei den Randbemerkungen: 1,65 Sterne für die menschliche Korrektur gegen 4,02 für die IRD-KI. Von den 50 Teilnehmenden sprachen sich 34 für eine reine KI-Korrektur aus, 8 für eine rein menschliche.

Balkendiagramm: Studierende bewerteten die KI-Korrektur ihrer Examensklausur mit 4,13 Sternen, die menschliche Korrektur mit 1,94
Abb. 4: Gesamtbeurteilung der vier Korrekturvarianten durch die Teilnehmenden.

Diese Zahlen sagen weniger über die Leistungsfähigkeit von KI aus, als sie zunächst nahelegen. Sie sagen vor allem etwas über die Qualität von Massenkorrekturen im Klausurenkurs. In den Freitextantworten schildern Teilnehmende menschliche Korrekturen mit zwei Randbemerkungen auf der ganzen Klausur und einem Schlussvotum, das pauschal auf die Lösungsskizze verweist.

Die Auswertung nennt die Schwächen der KI ebenso deutlich. Die Systeme produzieren zu lange, repetitive und unübersichtliche Ausgaben. Sie halten zu starr an der vorgegebenen Lösungsskizze fest und bewerten vertretbare alternative Wege als falsch, im dokumentierten Fall etwa die Ablehnung der Anwendbarkeit von § 346 Abs. 4 BGB. DeepWrite benotet systematisch zu streng und liefert keine Randbemerkungen mit Seiten- oder Zeilenbezug. Und beide Systeme haben in Einzelfällen schlicht falsch gerechnet: Die IRD-KI wandte die Umrechnungstabelle fehlerhaft an und vergab bei 62,5 Rohpunkten neun statt acht Punkte.

Für dich als Examenskandidatin oder Kandidat heißt das zweierlei. Eine KI-Korrektur liefert dir mehr verwertbares Feedback als eine lieblose menschliche Korrektur, und sie liefert es schneller. Sie ersetzt aber kein eigenes Urteil darüber, ob deine Lösung vertretbar war, und ihre Punktevergabe ist nicht verlässlich. Die Fakultät selbst zieht aus der Evaluation den Schluss, dass „erhebliche Anpassungen“ nötig sind; die Mehrheit der Befragten wünscht sich ein hybrides Modell. Wie sich KI im Jurastudium sinnvoll einsetzen lässt und wo die Grenzen liegen, behandelt der Artikel zu KI im Jurastudium.

Freiversuch und Notenverbesserung nach der JAPO

Bayern hat eine der großzügigeren Freiversuchsregelungen. Wer die Erste Juristische Staatsprüfung nach ununterbrochenem Studium spätestens im Prüfungstermin unmittelbar nach dem Vorlesungsschluss des achten Semesters erstmals vollständig ablegt und nicht besteht, dessen Prüfung gilt nach § 37 Abs. 1 JAPO als nicht abgelegt. Du hast dann noch zwei weitere Versuche.

Passau bietet ungewöhnlich viele Wege, diesen Termin nach hinten zu verschieben. Nach § 37 Abs. 2 JAPO verlängert sich die Frist unter anderem durch die Teilnahme an einem Moot Court, die Mitarbeit in einer Law Clinic, das Diploma in Law, das große CECIL-Zertifikat oder eine abgeschlossene Fachspezifische Fremdsprachenausbildung in einer der großen Sprachen. Beachte dabei das Doppelverwertungsverbot: Dieselbe Leistung kann nicht gleichzeitig den Pflichtfremdsprachenschein nach § 24 Abs. 2 JAPO abdecken.

Wer im ersten Versuch besteht, darf die Prüfung nach § 15 JAPO einmal zur Notenverbesserung wiederholen, und zwar im nächsten oder übernächsten Prüfungstermin. Weil Bayern zweimal jährlich prüft, bleibt dafür praktisch ein Jahr. Eine Immatrikulation ist dafür nicht erforderlich, ebenso wenig für eine Wiederholungsprüfung. Ein Auflagesemester gibt es nicht mehr. Die Abwägung, wann sich das lohnt, steht im Artikel zum Verbesserungsversuch, die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt im Artikel zum Examen verschieben.

Wie Passau im Staatsexamen abschneidet

Die Erste Juristische Staatsprüfung organisiert nicht die Universität, sondern das Landesjustizprüfungsamt für ganz Bayern einheitlich. Klausuren und mündliche Prüfung kannst du direkt in Passau ablegen. Sechs Klausuren zu je fünf Stunden an aufeinanderfolgenden Werktagen machen 70 Prozent der Note aus, aufgeteilt in drei Klausuren Zivilrecht, zwei Öffentliches Recht und eine Strafrecht. Die mündliche Prüfung dauert 35 Minuten und macht die restlichen 30 Prozent aus.

Jetzt zu den Zahlen. Im Jahresbericht 2025 weist das Landesjustizprüfungsamt die Ergebnisse nach Prüfungsorten aus. Am Prüfungsort Passau lag die Misserfolgsquote bei 28,49 Prozent, die Prädikatsquote bei 44,16 Prozent. Bayernweit waren es 28,07 Prozent und 47,44 Prozent.

Säulendiagramm: Prädikatsquote am Prüfungsort Passau 44,16 Prozent gegen 47,44 Prozent bayernweit im ersten Staatsexamen
Abb. 5: Passau im Vergleich zum bayerischen Durchschnitt.

So sieht das Feld aller sieben bayerischen Prüfungsorte aus:

PrüfungsortPrädikateMisserfolg
Bayreuth52,29 %28,24 %
München49,62 %27,01 %
Erlangen-Nürnberg48,23 %27,33 %
Augsburg46,57 %30,73 %
Regensburg44,30 %30,38 %
Würzburg44,19 %25,48 %
Passau44,16 %28,49 %
Bayern gesamt47,44 %28,07 %

Damit liegt Passau bei den Prädikaten am Ende des bayerischen Feldes, hinter Bayreuth (52,29 Prozent), München (49,62 Prozent), Erlangen-Nürnberg (48,23 Prozent), Augsburg (46,57 Prozent), Regensburg (44,30 Prozent) und Würzburg (44,19 Prozent). Der Abstand zu Würzburg beträgt allerdings 0,03 Prozentpunkte, der zu Regensburg 0,14. Die Aussage der Fakultät, ihre Studierenden erzielten regelmäßig überdurchschnittliche Ergebnisse, deckt sich mit diesem Prüfungsjahr nicht.

Zwei Einschränkungen gehören dazu, und sie sind wichtig. Der Prüfungsort ist nicht deckungsgleich mit der Universität: Auch exmatrikulierte Externe schreiben am Prüfungsort ihrer früheren Universität. Und ein einzelnes Prüfungsjahr sagt nichts über den Trend über mehrere Jahrgänge. Die Differenz von 3,3 Prozentpunkten zum bayerischen Schnitt ist klein. Ein Vorsprung ist sie trotzdem nicht. Wie die Quoten bundesweit aussehen, steht in der Durchfallquoten-Statistik zum Staatsexamen.

Tipp

Gegen Massenkorrekturen hilft nur, Wissenslücken vorher zu finden. Die Karteikarten im intelligenten Wiederholungssystem auf jurahilfe.de fragen genau die Inhalte ab, die du gerade gelesen hast, und zeigen dir sofort, wo es hakt.

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Jura studieren und leben in Passau: Wohnen, Kosten, Kultur

Passau hat gut 53.000 Einwohner. Bei rund 10.000 Studierenden verschiebt das die Verhältnisse spürbar: Die Stadt ist im Semester eine andere als in den Ferien. Wer aus einer Großstadt kommt, sollte sich das vor der Entscheidung ehrlich vorstellen.

Was Passau als Studienstadt lebenswert macht

Die Altstadt liegt auf einer Landzunge zwischen Donau und Inn, die Ilz kommt von Norden dazu. Daher der Name Dreiflüsseeck. Der Campus schließt direkt an die Altstadt an und liegt am Innufer. Im Sommer gehört die Wiese vor der Bibliothek zur Lernpause.

Sozial wirkt die Größe genauso. In einer Stadt dieser Größe triffst du beim Bäcker regelmäßig Leute aus deinem Grundkurs. Für Lerngruppen ist das ein handfester Vorteil, weil sich Termine ohne halbe Stunde Anfahrt organisieren lassen; wie man eine Lerngruppe sinnvoll aufsetzt, steht in einem eigenen Artikel. Wer Anonymität sucht, wird sie hier nicht finden.

Geografisch liegt Passau am Rand Deutschlands und mitten in Europa. Linz ist eine knappe Stunde entfernt, Salzburg, Regensburg und München sind Tagesausflüge, Prag und Wien Wochenendziele. Der Donauradweg beginnt praktisch vor der Tür und führt bis Wien.

Sonnenaufgang über dem Flussufer in Passau, die Häuser spiegeln sich im ruhigen Wasser
Morgens am Ufer: Passau lebt von der Nähe zum Wasser.

Wohnen, Miete und Semesterbeitrag

Der Semesterbeitrag liegt im Wintersemester 2026/27 bei 126,90 Euro. Davon gehen 82,00 Euro an das Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz, der Rest entfällt auf das Semesterticket für die Passauer Stadtbusse. Studiengebühren gibt es nicht.

Beim Wohnen ist Passau deutlich günstiger als München, Nürnberg oder Regensburg. Das Studierendenwerk betreibt vier Wohnanlagen, die rund 700 Wohnplätze bieten; die Mieten liegen zwischen 234 und 508 Euro warm, inklusive Internet. Für ein WG-Zimmer zahlst du auf dem freien Markt im Schnitt rund 380 Euro, der Quadratmeterpreis liegt bei etwa 12,60 Euro.

Ein eigenes Studentenviertel gibt es nicht, dafür ist die Stadt zu klein. Günstiger wohnst du im Umland oder jenseits der österreichischen Grenze, handelst dir damit aber eine Anfahrt ein. Was ein Jurastudium insgesamt kostet, rechnet der Artikel zu den Kosten des Jurastudiums durch; Fördermöglichkeiten stehen im Überblick zum Jura-Stipendium.

PostenKosten
Semesterbeitrag (inkl. Ticket)126,90 € pro Semester
Wohnheimplatz (warm)234 bis 508 € pro Monat
WG-Zimmer auf dem freien Marktrund 380 € pro Monat
Ein-Zimmer-Wohnungrund 12,60 € pro Quadratmeter
Uni-Examenskurs0 €
Kommerzielles Repetitorium120 bis 200 € pro Monat

Feiern und Freizeit am Dreiflüsseeck

Große Diskotheken gibt es nicht. Was es gibt, sind Studentenkneipen und kleinere Clubs in der Altstadt, ein Partyboot auf der Donau und im Sommer ein Technofestival an der Veste Oberhaus. Die Uni betreibt in der Kulturcafete zwei Musikübungsräume, Foto- und Videostudios sowie drei Clubräume.

Kulturell bietet die Stadt mehr, als ihre Größe vermuten lässt. Das Stadttheater residiert im Fürstbischöflichen Opernhaus, dort finden jedes Jahr die Festspiele „Europäische Wochen“ statt. Das ScharfrichterHaus ist für seine Jazz- und Kabarettbühne bekannt und richtet die Passauer Kabarett-Tage aus. Dazu kommen ein Multiplex- und ein Programmkino, die Höllgasse als Künstlergasse und die Passauer Dult als Volksfest.

Sportlich ist die Lage stark. Das Sportzentrum der Universität hat eine 400-Meter-Bahn, einen Beachvolleyballplatz, einen Kletterfelsen, ein Fitnessstudio sowie eine Ruder- und Kanuanlage. Bayerischer Wald und Böhmerwald liegen vor der Tür, im Sommer zum Wandern und Klettern, im Winter zum Skifahren. Rund 70 studentische Gruppen sind an der Universität aktiv.

Blick von der Veste Oberhaus über die Dächer von Passau und den Fluss
Die Veste Oberhaus über der Stadt, im Sommer auch Kulisse für Festivals.

Was Studentinnen und Studenten über das Jurastudium sagen

Auf StudyCheck kommt der Studiengang Rechtswissenschaft an der Universität Passau auf 4,1 von 5 Sternen bei rund 200 Bewertungen, die Weiterempfehlungsquote liegt bei 95 Prozent. Die Universität insgesamt erreicht 4,0 Sterne bei über 1.000 Bewertungen, ebenfalls mit 95 Prozent Weiterempfehlung.

Solche Werte messen Zufriedenheit. Über die Ausbildungsqualität sagen sie nichts. Sie decken sich aber mit dem, was die Fakultät strukturell bietet: viel Betreuung, ein starkes Examensprogramm und eine Stadt, in der das Studium den Alltag bestimmt.

Für juristische Initiativen ist Passau ordentlich aufgestellt. ELSA hat einen Ableger, die studentische Fachzeitschrift „Der Jurist“ erscheint seit 2010 einmal jährlich, dazu kommen die studentische Unternehmensberatung Instead und eine Enactus-Sektion. Für Moot Courts und Law Clinics gibt es feste Strukturen, die zugleich den Freiversuch verlängern.

Für wen ist die Uni Passau die richtige Wahl?

Wer Jura in Passau studieren will, sollte wissen, worauf er sich einlässt. Passau passt gut zu dir, wenn du ohne NC anfangen willst, Betreuung wichtiger findest als Großstadtleben und dich für die Schnittstelle von Recht und Technik interessierst. Weniger gut passt die Uni, falls du eine Großstadt brauchst, im Sommersemester anfangen willst oder deine Studienortwahl an Examensstatistiken festmachst.

Stärken und Schwächen im Überblick

Die Stärken sind konkret. Kein NC, ein kostenloses Examensprogramm im Wert eines vierstelligen Repetitoriumsbeitrags, 26 Schwerpunktbereiche, zwei deutschlandweit einzigartige Studiengänge zu Legal Tech und Rechtsinformatik, der parallele Bachelor of Laws in Kooperation mit der University of London, ein kompakter Campus und niedrige Lebenshaltungskosten. Dazu eine Fakultät, die ihre Prüfungsordnung 2026 spürbar entschlackt hat.

Die Schwächen ebenso. Der Studienbeginn ist nur im Wintersemester möglich. Die Prädikatsquote am Prüfungsort liegt unter dem bayerischen Schnitt. Ein strafrechtlicher Lehrstuhl ist unbesetzt. Und Passau ist klein: Wer Großstadt, Kanzleinetzwerke vor Ort oder eine große Auswahl an Nebenjobs sucht, findet das in München oder Nürnberg eher. Der Artikel zu Nebenjobs im Jurastudium ordnet ein, worauf es dabei ankommt.

StärkenSchwächen
Zulassungsfrei, kein NCStudienstart nur zum Wintersemester
Kostenloser Examenskurs samt ProbeexamenPrädikatsquote unter dem bayerischen Schnitt
26 Schwerpunkte, darunter Legal Tech und KunstrechtEin strafrechtlicher Lehrstuhl unbesetzt
Paralleler Bachelor of Laws mit der University of LondonKleine Stadt, wenig Kanzleiumfeld vor Ort
Kompakter Campus, niedrige MietenWeite Wege zu den großen Wirtschaftsstandorten

Passau im Vergleich mit den anderen bayerischen Fakultäten

Bayern hat sieben juristische Fakultäten mit Prüfungsort: München, Erlangen-Nürnberg, Würzburg, Regensburg, Bayreuth, Augsburg und Passau. Alle prüfen nach derselben JAPO und schreiben dieselben Klausuren, der Prüfungsstoff ist also identisch. Unterschiede bieten die Fakultäten nur beim Schwerpunkt, beim Uni-Repetitorium und beim Umfeld.

Bayreuth ist bei den Prädikaten mit 52,29 Prozent führend und hat mit dem wirtschaftswissenschaftlichen Zusatzstudium ein eigenes Profil. München bietet die größte Auswahl an Lehrstühlen und das dichteste Kanzleiumfeld, dafür ist die Fakultät anonym und die Mieten sind ein Vielfaches. Regensburg liegt bei den Ergebnissen auf ähnlichem Niveau wie Passau und ist eine Zugstunde entfernt.

Passau punktet an anderer Stelle: kostenlose Examensvorbereitung, Schwerpunktbreite und Digitalrecht. Wenn du deine Auswahl noch offen hast, hilft der Überblick zu den besten Jura-Universitäten in Deutschland beim Sortieren, und die Frage, wie schwer das Jurastudium wirklich ist, beantwortet sich ohnehin an keiner Universität anders.

Am Ende entscheidet weniger der Ort als das, was du daraus machst. Die Fakultät stellt dir in Passau ein Examensprogramm hin, das anderswo Geld kostet; die Wiederholung des Stoffs über zehn Semester bleibt trotzdem deine Aufgabe. Wer sie systematisch angeht, etwa mit den Multiple-Choice-Aufgaben auf jurahilfe.de, die kleine Sachverhalte am Fall trainieren, hat es an jedem Standort leichter.

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Häufig gestellte Fragen

Frieder Hammer

Über den Autor

Frieder Hammer

Repetitor, Fachautor und Gründer von Jurahilfe.de

Volljurist, Prädikatsexamen (Schwerpunkt Steuerrecht)

Hat 11 Fachbücher für die juristische Ausbildung geschrieben und ist seit 2017 als Repetitor tätig. Er hat über 400 Jurastudenten im Einzelunterricht erfolgreich auf ihre Prüfungen vorbereitet. Seine juristische und didaktische Expertise ist die DNA der Lernplattform Jurahilfe.de.

  • Zivilrecht
  • Strafrecht
  • Öffentliches Recht
  • Jurastudium
  • Examensvorbereitung
  • juristische Didaktik
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