Studiums Tipps

HHU Jura: Wie gut ist die Uni Düsseldorf 2026?

Blick über den Rhein auf die Düsseldorfer Altstadt mit Rheinkniebrücke, Schlossturm und Lambertuskirche

Wer sich zum Wintersemester 2026/27 in Düsseldorf für Jura beworben hat, brauchte einen Abischnitt von 1,4. Ein Jahr davor reichte 1,1 gerade so. Das ist der größte Sprung nach unten, den die Auswahlgrenzen der Heinrich-Heine-Universität seit Jahren zeigen, und er macht die Fakultät für einen ganzen Jahrgang erreichbar, der vorher draußen blieb. Und ja: HHU Jura lohnt sich. Die Düsseldorfer Juristische Fakultät liegt im CHE-Hochschulranking 2026 in 10 von 13 Kategorien in der Spitzengruppe, sie ist klein genug für echte Betreuung und sitzt in einer Stadt, in der jedes wichtige Gericht des Landes eine Adresse hat. Der Preis dafür sind hohe Mieten. Und anfangen kannst du nur im Wintersemester.

Auf einen Blick:

  • Zulassung: Orts-NC über das dialogorientierte Serviceverfahren, Bewerbung vom 1. Juni bis 15. Juli, Studienbeginn ausschließlich zum Wintersemester.
  • Studium: Zwischenprüfung aus drei Klausuren ab dem dritten Semester, zehn Schwerpunktbereiche zur Wahl, integrierter Bachelor seit Mai 2025 möglich.
  • Examensvorbereitung: das zweisemestrige Düsseldorfer Examinatorium der Fakultät, im CHE-Ranking bei den faktenbasierten Kriterien in der Spitzengruppe.
  • Ergebnisse: In Nordrhein-Westfalen erreichten 2024 rund 20 Prozent der Prüflinge ein Prädikat, knapp 30 Prozent bestanden die staatliche Pflichtfachprüfung nicht.
  • Leben: Sozialbeitrag 371,15 Euro pro Semester, Wohnheimplätze ab rund 275 Euro, WG-Zimmer deutlich teurer als im Ruhrgebiet.

Tipp

Egal an welcher Uni du landest, der Stoff ist überall derselbe. Auf jurahilfe.de findest du interaktive Skripten, Karteikarten und Multiple-Choice-Aufgaben, die aufeinander aufbauen, vom ersten Semester bis zum Examen. Den kompletten BGB AT kannst du dauerhaft kostenlos durcharbeiten.

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HHU Jura: Was die Juristische Fakultät in Düsseldorf ausmacht

Die Juristische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist die zweitjüngste Deutschlands. Das merkt man ihr an, im Guten wie im Schlechten. Sie hat keine Traditionsschwere, keine Schule, die seit dem 19. Jahrhundert einen Namen verteidigt. Was sie stattdessen hat, ist eine überschaubare Größe und eine ungewöhnlich enge Verzahnung mit der Rechtspraxis.

Kennzahlen der Juristischen Fakultät Düsseldorf: NC 1,4, zehn Schwerpunktbereiche, 20 Professuren, 371 Euro Sozialbeitrag
Abb. 1: Die wichtigsten Kennzahlen der Düsseldorfer Jurafakultät auf einen Blick.

Die Fakultät in Zahlen

Rund 20 Professuren tragen die Lehre, verteilt auf neun Lehrstühle im Zivilrecht, sechs im Öffentlichen Recht und fünf im Strafrecht. Dazu kommen 17 Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren und etwa 56 wissenschaftliche Mitarbeitende. Der entscheidende Wert steht daneben: Über 70 Richterinnen, Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte halten als Lehrbeauftragte Veranstaltungen. Dahinter steht der Standort. In Düsseldorf sitzen Oberlandesgericht, Landgericht, Amtsgericht, Verwaltungsgericht, Sozialgericht und Finanzgericht, dazu die Landesregierung und ein großer Teil der NRW-Wirtschaftskanzleien.

Die Universitäts- und Landesbibliothek der HHU ist eine von drei Landesbibliotheken in Nordrhein-Westfalen. Praktisch heißt das: Was du an juristischer Literatur brauchst, steht da, und zwar in mehr als einem Exemplar. Die Fakultät sitzt im Juridicum auf dem Campus in Bilk, einem eigens gebauten Gebäudekomplex direkt neben dem Universitätsklinikum. Reine Campusuniversität, alles fußläufig.

Ruf und Geschichte: die zweitjüngste Jurafakultät Deutschlands

Der Studienbetrieb begann im Wintersemester 1992/93 mit 100 Studierenden. Untergebracht waren sie in einem zehngeschossigen Hochhaus. Es war eigentlich schon für den Abriss geräumt. Die Universität mietete zwei Etagen von der Stadt und richtete dort die ersten Lehrstühle ein. Die Vorlesungen im ersten Jahr hielten überwiegend Kollegen der FernUniversität Hagen. Die Arbeitsgemeinschaften übernahmen Richter und Staatsanwälte aus der Stadt. Offiziell gegründet wurde die Fakultät 1993.

Aus diesem Provisorium ist eine Fakultät geworden, die im aktuellen CHE-Hochschulranking sehr gut abschneidet. Die befragten Studierenden vergaben in 10 von 13 Kategorien mindestens vier von fünf Sternen, was im Ranking Spitzengruppe bedeutet. Besonders hoch bewertet wurden die Organisation des Studiums und die Betreuung durch die Lehrenden. Bei den faktenbasierten Kriterien gehört Düsseldorf in den Feldern Unterstützung am Studienanfang, Examensvorbereitung und Promotionen pro Hochschullehrer zur Spitzengruppe der untersuchten Standorte.

Übrigens: Der Ruf einer Fakultät entscheidet nicht über deine Examensnote. Das Staatsexamen nimmt das Justizprüfungsamt ab. In Nordrhein-Westfalen gibt es drei davon, bei den Oberlandesgerichten Düsseldorf, Hamm und Köln; für Düsseldorfer Studierende ist das Amt am hiesigen OLG zuständig. Die Aufgabenstellungen sind landesweit identisch (§ 10 Abs. 2 JAG NRW). Der Standort beeinflusst also die Vorbereitung, nicht die Korrektur. Falls du gerade noch zwischen Städten schwankst, hilft dir der Überblick über die besten Jura-Universitäten in Deutschland beim Sortieren.

Bekannte Professoren an der Juristischen Fakultät

Zwei Namen kennst du wahrscheinlich schon, bevor du überhaupt in Düsseldorf ankommst. Dirk Looschelders lehrt hier Bürgerliches Recht; seine Lehrbücher zum Schuldrecht Allgemeiner Teil und Besonderer Teil liegen bundesweit auf den Schreibtischen. Helmut Frister gehört zum Strafrecht der Fakultät, sein Lehrbuch zum Allgemeinen Teil geht als eines der wenigen den Streitständen wirklich auf den Grund.

Dekan ist Rupprecht Podszun, Kartellrechtler und einer der sichtbarsten deutschen Wettbewerbsrechtler. Neben ihm arbeiten im Zivilrecht Christian Kersting im Kartell- und Gesellschaftsrecht und Thilo Kuntz im Unternehmensrecht, dazu Jan Busche im gewerblichen Rechtsschutz. Prodekanin ist Charlotte Kreuter-Kirchhof aus dem Öffentlichen Recht, die 2023 den Lehrpreis der HHU für ihre Grundrechtsvorlesung gewonnen hat. Seit demselben Jahr gibt es ein Gastprofessorenprogramm; den Anfang machte Ariel Ezrachi von der University of Oxford.

Wichtig für dich: Ein prominenter Lehrstuhlinhaber macht noch keine gute Vorlesung. Aber wer bei Looschelders im Schuldrecht sitzt und danach dessen Lehrbuch aufschlägt, bekommt zweimal dieselbe Systematik. Das spart beim Wiederholen viel Zeit.

Tipp

Vorlesung und Lehrbuch decken denselben Stoff unterschiedlich tief ab. Auf jurahilfe.de kannst du dasselbe Thema als kompaktes oder als ausführliches Skript lesen: kompakt zum schnellen Wiederholen, ausführlich, wenn du es von Grund auf verstehen willst.

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Sonnige Kopfsteinpflasterstraße in der Düsseldorfer Innenstadt mit alten Gaslaternen und historischen Fassaden
Abb. 2: Düsseldorfer Innenstadt, wenige Minuten vom Campus in Bilk entfernt.

NC und Bewerbung für Jura an der Universität Düsseldorf

Jura in Düsseldorf ist zulassungsbeschränkt, aber der Numerus clausus schwankt stärker, als die üblichen Ratgeber vermuten lassen. Die Auswahlgrenzen entstehen bei jedem Vergabeverfahren neu. Sie hängen an der Zahl der Bewerbungen und an der Notenlage des Jahrgangs. Ein Wert aus dem Vorjahr zeigt dir die Größenordnung. Mehr nicht.

Wie hoch ist der NC für Jura in Düsseldorf?

Zum Wintersemester 2026/27 lag die Auswahlgrenze in der Leistungsquote bei 1,4 und in der Hochschulquote nach Note bei 1,6, jeweils mit Losentscheid an der Grenze. Wer über Wartezeit kam, brauchte 60 Punkte plus Los. In den drei Jahren davor lag die Grenze bei 1,1 bis 1,2. Der Sprung um drei Zehntel ist echt und stammt aus den offiziellen Auswahlgrenzen der Universität, nicht aus einer Schätzung.

Die Werte im Einzelnen, jeweils für die Koordinierungsphase des dialogorientierten Serviceverfahrens:

WintersemesterLeistungsquoteHochschulquoteWartezeit
2026/271,4 + Los1,6 + Los60 + Los
2025/261,1 + Los1,3 + Los66 + Los
2024/251,1 + Los1,4 + Los62 + Los
2023/241,2 + Los1,3 + Los66 + Los

Zwei Dinge liest du aus dieser Tabelle heraus. Erstens: Die Hochschulquote ist regelmäßig milder als die Leistungsquote, in manchen Jahren um drei Zehntel. Zweitens: Es gibt fast immer ein koordiniertes Nachrücken, und dort sinkt die Grenze noch einmal. Zum Wintersemester 2025/26 kam man im Nachrückverfahren mit 1,2 statt 1,1 hinein. Wenn dein Schnitt knapp über der Grenze liegt, bewirb dich trotzdem.

Beachte außerdem: Ein NC ist keine Aufnahmeprüfung, sondern die Note der Person, die als Letzte einen Platz bekam. Wie sich die Werte an den übrigen Fakultäten entwickeln, steht im Überblick zum Numerus Clausus für Jura.

So bewirbst du dich über hochschulstart

Die Bewerbung läuft über das dialogorientierte Serviceverfahren, kurz DoSV, das über hochschulstart.de abgewickelt wird. Du registrierst dich dort einmal, bekommst eine Bewerber-ID und meldest dich damit im Bewerbungsportal der HHU an. Die Frist beginnt am 1. Juni und endet am 15. Juli, jedes Jahr gleich. Wer sie verpasst, ist für dieses Verfahren draußen.

Das DoSV vergibt Plätze in mehreren Phasen. In der Koordinierungsphase bekommst du Angebote. Du kannst sie annehmen oder abwarten. Wer zu lange abwartet, riskiert seinen Platz. Danach folgt das koordinierte Nachrücken. Falls du kein Abitur hast oder mit Fachhochschulreife kommst: Beides schließt Jura in Nordrhein-Westfalen nicht aus, es gibt eigene Zugangswege, die im Artikel zum Jurastudium ohne Abitur erklärt sind.

Studienbeginn: warum es Jura nur zum Wintersemester gibt

Das Jurastudium an der HHU kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Punkt. Es gibt keinen Sommersemester-Einstieg, auch nicht über Umwege. Wer im Februar seine Zulassung verpasst hat, wartet ein volles Jahr.

Das ist unbequem, hat aber einen didaktischen Grund. Die Grundvorlesungen bauen strikt aufeinander auf. BGB AT im ersten Semester, Schuldrecht im zweiten. Die Zwischenprüfungsklausuren des dritten Semesters setzen beides voraus. Ein Einstieg im Sommer würde diese Kette zerreißen. Andere Fakultäten lassen den Quereinstieg zu. Deren Erstsemester laufen im ersten Jahr strukturell hinterher. Ich halte die Düsseldorfer Lösung für die ehrlichere.

Tipp

Ein Wartejahr muss kein verlorenes Jahr sein. Auf jurahilfe.de kannst du den kompletten BGB AT dauerhaft kostenlos durcharbeiten, mit Skripten, Karteikarten und Multiple-Choice-Aufgaben. Wer im Oktober mit dem Stoff des ersten Semesters schon vertraut ist, hat in der ersten Klausurenphase spürbar Luft.

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Der Studiengang Rechtswissenschaft: Aufbau und Inhalt

Formal ist Rechtswissenschaft in Düsseldorf ein Jura-Studium mit dem Abschluss Erste Prüfung. Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich aller Prüfungsleistungen zehn Semester, so steht es in § 4 der Studienordnung der Fakultät. Die juristische Ausbildung ist bundesweit gleich aufgebaut, im Detail regelt sie aber jedes Land selbst. Die Erste Prüfung besteht aus zwei Teilen: der universitären Schwerpunktbereichsprüfung und der staatlichen Pflichtfachprüfung. So steht es in § 5 DRiG und für Nordrhein-Westfalen in § 2 Abs. 1 JAG NRW.

Zeitstrahl des Jurastudiums an der HHU Düsseldorf von Grundstudium und Zwischenprüfung über Schwerpunktwahl und Examinatorium bis zur Ersten Prüfung
Abb. 3: Die fünf Stationen des Jurastudiums an der HHU, vom ersten Semester bis zum Staatsexamen.

Grundstudium und Zwischenprüfung

Die ersten Semester bringen die drei großen Rechtsgebiete: Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht, jeweils vom Allgemeinen zum Besonderen. Dazu kommen die Grundlagenfächer, insbesondere Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie, und eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung von mindestens zwei Semesterwochenstunden. Ohne sie wirst du zum Examen nicht zugelassen.

Die Zwischenprüfung besteht aus drei Klausuren, je einer im Bürgerlichen Recht, im Öffentlichen Recht und im Strafrecht, so verlangt es § 28 Abs. 2 JAG NRW. Jede Klausur hat drei Stunden Bearbeitungszeit. Geschrieben werden sie binnen einer Woche zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit, und die Fakultät stellt sicher, dass in der Woche davor keine Vorlesungen mehr stattfinden. Anmelden musst du dich selbst, im November und im Mai gibt es dafür jeweils einen etwa zweiwöchigen Zeitraum.

Erstmals teilnehmen kannst du im dritten Semester. Die Fakultät empfiehlt, dann gleich alle drei Klausuren zu schreiben. Dafür gibt es einen handfesten Grund. Die Durchschnittsnote der Zwischenprüfung entscheidet über deinen Schwerpunktbereich. Die Zuteilung läuft über eine Rangliste, und gewählt wird am Ende des vierten Semesters. Wer die Zwischenprüfung erst im vierten Semester bestanden hat, kann trotzdem mitwählen; die Klausuren finden dafür bereits Ende Juni oder Anfang Juli statt.

Ohne bestandene Zwischenprüfung wirst du zur staatlichen Pflichtfachprüfung nicht zugelassen (§ 7 Abs. 1 Nr. 2 JAG NRW). Für die Schwerpunktbereichsprüfung ist sie im Regelfall ebenfalls Voraussetzung, dort lässt § 28 Abs. 2 JAG NRW Ausnahmen zu. Die Zwischenprüfung ist das Nadelöhr des Grundstudiums. Wer sie schiebt, schiebt alles Weitere mit.

Hauptstudium: Übungen, Praktika und Schlüsselqualifikationen

Im vierten bis sechsten Semester schreibst du die Fortgeschrittenen-Übungen in allen drei Rechtsgebieten. Aus ihnen stammen die vier häuslichen Arbeiten, die § 7 Abs. 1 Nr. 5 JAG NRW für die Zulassung zum Examen verlangt, dazu fünf Aufsichtsarbeiten. Eine Seminararbeit zählt ebenfalls als häusliche Arbeit. Was nicht geht: die Arbeit aus dem Schwerpunktbereich doppelt verwerten, weder für die häuslichen Arbeiten noch als Grundlagenschein.

Tipp

In den Fortgeschrittenen-Übungen wird zum ersten Mal am Fall geprüft, nicht mehr am Wissen. Die Multiple-Choice-Aufgaben auf jurahilfe.de trainieren genau das an kleinen Sachverhalten, mit Erklärung, warum die falschen Antworten falsch sind.

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Die praktische Studienzeit dauert drei Monate. Sie läuft in der vorlesungsfreien Zeit, in zwei oder drei Teilen (§ 8 JAG NRW). Mindestens vier Wochen davon musst du in der Rechtspflege oder in einem Unternehmen der freien Wirtschaft verbringen, mindestens vier Wochen bei einer Stelle mit Verwaltungsaufgaben. Teilst du in drei Blöcke, darfst du vier Wochen frei wählen. Der Zweck ist ein Einblick in die Praxis. Die Fakultät und der Freundeskreis der Düsseldorfer Juristischen Fakultät vermitteln dafür Kooperationen.

Das Pflichtprogramm ist überall gleich. Düsseldorf legt einiges obendrauf. Ein Begleitstudium im anglo-amerikanischen Recht, ein Zusatzangebot zu Rechtsfragen der künstlichen Intelligenz, einen integrierten deutsch-französischen Studienkurs zusammen mit der CY Cergy Paris Université, und insgesamt vier Moot-Court-Projekte. Dazu das E-Learning-Programm VisiLex mit Klausurtraining und Online-Crashkursen. Wie sich das alles in einen realistischen Semesterplan einordnet, zeigt der Artikel zum Aufbau und Ablauf des Jurastudiums.

Der begrünte Stadtgraben an der Königsallee in Düsseldorf mit alten Bäumen und einer Brücke über das Wasser
Abb. 4: Der Stadtgraben an der Königsallee.

Der integrierte Bachelor als neue Option in NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen hat am 7. November 2024 das Hochschulgesetz geändert und für den Studiengang Rechtswissenschaft den integrierten Bachelor eingeführt. Die Änderung ist am 7. Mai 2025 in Kraft getreten. Praktisch heißt das: Du kannst dir während des Studiums einen Bachelorgrad verleihen lassen, ohne das Staatsexamen aufzugeben.

Das ist vor allem eine Absicherung. Wer nach acht Semestern merkt, dass das Examen nicht sein Weg ist, stand früher mit leeren Händen da. Jetzt gibt es einen Abschluss, der in der Wirtschaft anschlussfähig ist. Vom grundständigen Bachelor of Laws unterscheidet er sich klar: Der integrierte Bachelor ersetzt die Erste Prüfung nicht und qualifiziert auch nicht für den Vorbereitungsdienst. Die Fakultät weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Details noch ändern können.

Schwerpunktbereiche an der HHU Düsseldorf

Zehn Schwerpunktbereiche stehen zur Wahl, mehr als an vielen größeren Fakultäten. Die Schwerpunktbereichsprüfung ist der universitäre Teil der Ersten Prüfung und geht mit 30 Prozent in die Gesamtnote ein, die staatliche Pflichtfachprüfung mit 70 Prozent (§ 29 Abs. 2 JAG NRW). Ein guter Schwerpunkt rettet also kein schwaches Examen, aber er hebt eine Gesamtnote spürbar an.

Die zehn Schwerpunktbereiche im Überblick

Die Bandbreite reicht vom klassischen Privatrecht bis zum Medizinrecht, das an anderen Standorten selten angeboten wird. Zwei Bereiche sind als 2a und 2b organisiert, sie teilen sich das Feld Unternehmen und Märkte.

Nr.Schwerpunktbereich
1Deutsches und Internationales Privat- und Verfahrensrecht
2aUnternehmen und Märkte: Unternehmensrecht
2bUnternehmen und Märkte: Wirtschaftsrecht
3Arbeit und Unternehmen
4Strafrecht
5Öffentliches Recht
6Recht der Politik
7Internationales und Europäisches Recht
8Steuerrecht
9Medizinrecht

Im Schwerpunkt 1 findest du im Sommersemester Veranstaltungen zum Internationalen Familien- und Erbrecht, zum Internationalen Zivilverfahrensrecht und zum Versicherungsvertragsrecht, im Wintersemester Bauvertragsrecht, Immobiliarsachenrecht, Sozialversicherungsrecht und Wirtschaftsschiedsgerichtsbarkeit. Der Bereich 2a deckt Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht ab, dazu Umwandlungs-, Konzern-, Kapitalmarkt- und Bankrecht sowie Kartellrecht. Dass Düsseldorf im Kartellrecht stark aufgestellt ist, liegt an den Lehrstühlen: Podszun, Kersting und Noack arbeiten alle in diesem Feld.

Die Zuteilung erfolgt über eine Rangliste nach der Durchschnittsnote deiner Zwischenprüfung. Es ist also nicht garantiert, dass du deinen Wunschbereich bekommst, wenn dieser überlaufen ist. Wer Medizinrecht oder Recht der Politik anpeilt, sollte in den drei Zwischenprüfungsklausuren liefern.

Wie die Schwerpunktbereichsprüfung abläuft

Im Schwerpunktstudium belegst du Lehrveranstaltungen im Gesamtumfang von 14 Semesterwochenstunden. Die Prüfung besteht aus drei Teilen, und jeder Teil bezieht sich auf eine andere der belegten Veranstaltungen: eine dreistündige Klausur, eine vierwöchige Haus- oder Schwerpunktseminararbeit und eine mündliche Prüfung. Wann die Klausur geschrieben wird, hängt an der Lehrveranstaltung, zu der sie gehört; sie liegt jeweils kurz nach dem Ende der Vorlesungszeit.

Die vierwöchige Arbeit unterschätzen viele. Vier Wochen klingen nach viel Zeit, sind aber knapp, wenn parallel noch Examensvorbereitung läuft. Ich empfehle, die Schwerpunktarbeit bewusst nicht in dieselbe Phase zu legen wie den Beginn des Examinatoriums.

Tipp

In der mündlichen Prüfung im Schwerpunkt zählt, was du abrufen kannst. Dafür sind die Karteikarten im intelligenten Wiederholungssystem auf jurahilfe.de gebaut: Sie fragen ab, was du gelesen hast, und zeigen dir, wo die Lücken sitzen, bevor der Prüfer sie findet.

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Examensvorbereitung an der Heinrich-Heine-Universität

Hier trennt sich, wofür eine Fakultät wirklich steht. Düsseldorf gehört im CHE-Ranking bei der Examensvorbereitung zur Spitzengruppe, und der Dekan hat angekündigt, dort weiter nachzulegen. Das ist die Kategorie, die für dich am meisten zählt: Alles andere kannst du kompensieren, eine schlechte Examensvorbereitung nur mit viel Geld für ein kommerzielles Repetitorium.

Das Düsseldorfer Examinatorium

Das universitäre Examensrepetitorium der Fakultät heißt Düsseldorfer Examinatorium und läuft über zwei Semester. Es arbeitet fallbasiert, je nach Rechtsgebiet mit großen oder kleinen Fällen, und wird durch Materialien auf der Lernplattform der Universität begleitet: Online-Lessons, ein Fallpool, Selbsttests, Definitionstraining, Podcasts und verlinkte Entscheidungen. Dazu kommen ein Klausurenkurs und mündliche Probeprüfungen, bei denen bis zu fünf Kandidatinnen und Kandidaten unter realistischen Bedingungen üben, samt Kurzvortrag aus dem Fundus der Prüfungsämter.

Der Vergleich mit einem kommerziellen Rep fällt nüchterner aus, als beide Lager behaupten. Das Uni-Examinatorium kostet nichts. Die Dozenten korrigieren nach denselben Maßstäben wie die Prüfer. Und die Gruppe kennt sich. Ein kommerzielles Repetitorium bietet dafür mehr Tempo, straffere Wiederholungszyklen und eine Betreuung unabhängig vom Semesterrhythmus. Wer strukturiert arbeitet, kommt mit dem Uni-Angebot durch. Wer Struktur von außen braucht, zahlt dafür. Was dabei realistisch geht, steht im Masterplan für das erste Staatsexamen.

Ein Punkt, der oft untergeht: Der Klausurenkurs ist wichtiger als das Examinatorium selbst. Wissen bekommst du überall her, geschriebene und korrigierte Klausuren nicht. Schreib sie mit, auch die schlechten.

Spaltenvergleich: das kostenlose zweisemestrige Düsseldorfer Examinatorium gegen ein kostenpflichtiges kommerzielles Repetitorium
Abb. 5: Was das Uni-Examinatorium leistet und wo ein kommerzielles Repetitorium anders arbeitet.

Freischuss und Verbesserungsversuch in NRW

Nordrhein-Westfalen kennt den Freiversuch. Wer sich spätestens bis zum Abschluss des achten Fachsemesters eines ununterbrochenen Studiums zur staatlichen Pflichtfachprüfung meldet und nicht besteht, für den gilt die Prüfung als nicht unternommen (§ 25 Abs. 1 JAG NRW). Ein zweiter Freiversuch ist ausgeschlossen.

Die Semesterzählung ist dabei milder, als viele denken. Unberücksichtigt bleiben Semester, in denen du nachweislich wegen längerer schwerer Krankheit, wegen Mutterschutz, Elternzeit oder Pflegezeit am Studium gehindert warst. Bis zu vier Semester werden bei Studienverzögerungen infolge einer Behinderung nicht mitgezählt, bis zu drei Semester für ein Auslandsstudium, wenn du dort nachweislich Rechtswissenschaft studiert hast. Wer ein Jahr in Cergy oder Boston verbringt, verliert seinen Freiversuch also nicht.

Wer die staatliche Pflichtfachprüfung besteht, darf einmal zur Notenverbesserung wiederholen, und zwar nach dem Freiversuch genauso wie nach dem regulären Versuch (§ 26 Abs. 1 JAG NRW). Der Antrag muss binnen eines Jahres nach Bekanntgabe des Ergebnisses gestellt werden. Erreichst du eine höhere Punktzahl, bekommst du darüber ein Zeugnis; erreichst du sie nicht, bleibt die erste Note stehen. Du kannst nach der Zulassung auch verzichten, dann gilt die Verbesserung als nicht erreicht, und eine erneute Wiederholung ist ausgeschlossen. Ob sich das rechnet, hängt an deiner Ausgangsnote: Die Abwägung steht im Artikel zum Verbesserungsversuch im Examen, die Frage des richtigen Zeitpunkts im Beitrag dazu, wann es sinnvoll ist, das Examen zu verschieben.

Das Gebäude des Oberlandesgerichts Düsseldorf an der Cecilienallee an einem sonnigen Sommertag
Abb. 6: Das Oberlandesgericht Düsseldorf an der Cecilienallee, Sitz des zuständigen Justizprüfungsamts. Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0.

Wie Düsseldorfer Studierende im Staatsexamen abschneiden

Bevor es um Quoten geht, kurz zum Aufbau. Die staatliche Pflichtfachprüfung in Nordrhein-Westfalen besteht aus sechs fünfstündigen Aufsichtsarbeiten und einem Prüfungsgespräch. Drei Klausuren kommen aus dem Zivilrecht, zwei aus dem Öffentlichen Recht, eine aus dem Strafrecht, jeweils samt Verfahrensrecht (§ 10 Abs. 2 JAG NRW). In die Gesamtnote fließen die Klausuren mit 65 Prozent ein, das Prüfungsgespräch mit 35 Prozent (§ 18 Abs. 3 JAG NRW). Einen separat gewichteten Aktenvortrag wie in anderen Ländern kennt NRW im ersten Examen nicht.

Fakultätsgenaue Examenszahlen veröffentlicht Nordrhein-Westfalen nicht, deshalb ist der Landeswert die belastbarste Größe. Nach der Ausbildungsstatistik des Bundesamts für Justiz traten 2024 in NRW 3.086 Prüflinge zur staatlichen Pflichtfachprüfung an. 29,78 Prozent bestanden nicht, 20,22 Prozent erreichten ein Prädikat, also mindestens vollbefriedigend. Der Frauenanteil lag bei 62,22 Prozent. Das Landesjustizprüfungsamt zählt anders und weist für dasselbe Jahr 2.690 abgeschlossene Prüfungen ohne Notenverbesserungen aus; die Quoten liegen mit 29,41 Prozent Durchfallern und 21,04 Prozent Prädikaten aber dicht daneben.

Im Bundesvergleich fällt NRW leicht ab und gleichzeitig auf. Bundesweit lag die Durchfallquote 2024 bei 27,40 Prozent, die Prädikatsquote bei 19,57 Prozent. In NRW fallen also etwas mehr Kandidaten durch, aber es erreichen auch etwas mehr ein Prädikat. Der auffälligste Unterschied liegt woanders: 69,67 Prozent der NRW-Prüflinge schrieben im Freiversuch, bundesweit waren es 61,80 Prozent. In Nordrhein-Westfalen geht man früher ins Examen.

Balkendiagramm: In NRW fallen 29,78 Prozent durch die staatliche Pflichtfachprüfung, bundesweit 27,40 Prozent, und 69,67 Prozent treten im Freiversuch an
Abb. 7: Die staatliche Pflichtfachprüfung in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum Bundesschnitt.
KennzahlNRW 2024Bund 2024
Teilnehmer3.08613.427
nicht bestanden29,78 %27,40 %
Prädikat20,22 %19,57 %
im Freiversuch69,67 %61,80 %

Zum Einordnen: „gut“ schafften in NRW 3,82 Prozent, „sehr gut“ 0,36 Prozent, also elf Personen im ganzen Land. Ein Prädikatsexamen beginnt deshalb faktisch bei vollbefriedigend, und das ist auch die Schwelle, an der Kanzleien und Justiz zu lesen anfangen. Die mündliche Prüfung erreichst du übrigens nur, wenn du mindestens drei der sechs Klausuren bestanden und im Schnitt 3,5 Punkte erreicht hast; wie dieser Teil abläuft, steht im Artikel zur mündlichen Prüfung im Examen.

Tipp

Zwei Semester Examinatorium bringen dir wenig, solange im Grundstoff Lücken sind. Auf jurahilfe.de kannst du im Kompakt-Modus den gesamten Prüfungsstoff wiederholen, komprimiert und vernetzt, mit Definitionen und Streitständen per Klick direkt im Text. In der Examensphase spart das jeden Tag Zeit.

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Jura studieren und leben in Düsseldorf

Düsseldorf ist keine Studentenstadt. Das ist als Beschreibung gemeint, nicht als Kritik. Bei rund 660.000 Einwohnern und einer Wirtschaft aus Messe, Mode, Werbung und Konzernzentralen sind Studierende hier eine Gruppe unter vielen, nicht die prägende. Wer das Gefühl sucht, dass die ganze Stadt an der Uni hängt, ist in Münster oder Tübingen besser aufgehoben. Wer eine echte Großstadt mit Rheinufer, Kunstszene und kurzen Wegen zu Kanzleien und Gerichten will, ist hier richtig.

Was Düsseldorf als Studienstadt ausmacht

Der Campus in Bilk liegt im Südosten, gut angebunden mit Bus und Straßenbahn, mit ordentlicher Parkplatzlage und ausgebauten Radwegen. Von dort sind es wenige Minuten in die Innenstadt. Kulturell hat die Stadt mehr zu bieten, als ihr Ruf als Modestadt vermuten lässt: Museen, Theater, die Kunstakademie, und mit dem Kom(m)ödchen die älteste noch bestehende Kabarettbühne Deutschlands.

Für Jurastudierende zählt aber vor allem die Dichte an juristischen Arbeitgebern. Praktika, Nebenjobs als studentische Hilfskraft und später der Berufseinstieg finden hier auf kurzen Wegen statt. Wenn dein Praktikum in der Verwaltung stattfinden soll, sitzt die Landesregierung in derselben Stadt. Das nimmt der praktischen Studienzeit einen Teil des Organisationsaufwands.

Wohnen und Kosten: Semesterbeitrag, Miete, Wohnheim

Der Sozialbeitrag beträgt 371,15 Euro pro Semester; wer sich nach dem Ende der Rückmeldefrist zurückmeldet, zahlt 10 Euro Verspätungsgebühr dazu. Darin steckt unter anderem das Semesterticket. Studiengebühren gibt es nicht.

Die Miete ist der Posten, der wehtut. Düsseldorf gehört zu den teuersten Städten in Nordrhein-Westfalen. Das schlägt auf jedes WG-Zimmer durch. Günstiger wird es in Stadtteilen wie Oberbilk, die weniger nachgefragt sind, oder im Wohnheim. Das Studierendenwerk Düsseldorf betreibt 25 Wohnanlagen mit rund 4.200 Plätzen, verteilt auf Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Kleve und Kamp-Lintfort. Die günstigsten Plätze beginnen bei etwa 275 Euro, typische Einzelappartements liegen zwischen 330 und 420 Euro.

PostenBetrag
Sozialbeitrag je Semester371,15 €
Wohnheimplatz, günstigste Kategorieab ca. 275 € / Monat
Einzelappartement im Wohnheimca. 330 bis 420 € / Monat
Studiengebührenkeine

Die Wartezeiten für Wohnheimplätze sind lang, deshalb: Bewirb dich beim Studierendenwerk, sobald deine Zulassung da ist, nicht erst im September. Womit du sonst noch rechnen musst, rechnet der Artikel zu den Kosten eines Jurastudiums durch.

Feiern und Freizeit: Altstadt, Rheinufer, Karneval

Die Altstadt heißt „längste Theke der Welt“, und die Zahl der Kneipen auf engem Raum rechtfertigt den Namen. Die Brauerei-Stammhäuser mit dem Altbier sind der Kern. Drumherum liegen Bars und Clubs. Die Konzert- und Clubszene ist für eine Stadt dieser Größe lebhaft. Direkt daneben beginnt die Rheinuferpromenade, im Sommer der Ort, an dem die halbe Stadt sitzt.

Karneval ist in Düsseldorf kein Randthema. Die Stadt ist eine Hochburg. Wer den Rosenmontagszug einmal gesehen hat, versteht, warum in dieser Woche wenig Lernstoff durchgeht. Die Königsallee ist teuer und trotzdem einen Spaziergang wert, der Medienhafen mit den Gehry-Bauten ebenfalls.

Sportlich hält die Stadt Fortuna Düsseldorf im Fußball und die Düsseldorfer EG im Eishockey, achtfacher deutscher Meister und die erfolgreichere der beiden. Grünflächen gibt es reichlich; der Unterbacher See mit Strandbad, Segel- und Surfschule ist die naheliegendste Sommeradresse, wenn der Rhein zu voll wird.

Der Düsseldorfer Medienhafen mit den geschwungenen Gehry-Bauten am Neuen Zollhof und Booten im Hafenbecken
Abb. 8: Der Medienhafen mit den Gehry-Bauten am Neuen Zollhof.

Was Studierende über das Jurastudium in Düsseldorf sagen

Auf StudyCheck kommt Rechtswissenschaft an der Uni Düsseldorf auf 3,8 von 5 Sternen bei über 150 Bewertungen, rund 90 Prozent würden den Studiengang weiterempfehlen. Die Universität insgesamt liegt bei 3,9. Gut bewertet werden regelmäßig der Zugang zu Literatur, die Studieninhalte und die Dozierenden.

Der Ton der Erfahrungsberichte ist typisch für Jura: anstrengend, aber machbar. Titel wie „Hart, aber machbar“ oder „Zu viel, aber machbar“ tauchen mehrfach auf. Das deckt sich mit dem CHE-Befund zur Betreuung. Und es deckt sich mit dem, was du an fast jeder Fakultät hörst; wie viel davon am Standort liegt und wie viel am Fach, beantwortet der Artikel dazu, wie schwer Jura wirklich ist.

Für wen ist das Jurastudium an der Uni Düsseldorf die richtige Wahl?

Kurz gefasst: für Leute, die eine kleine, gut betreute Fakultät in einer großen Stadt wollen und bereit sind, dafür Miete zu zahlen. Nicht die richtige Wahl ist Düsseldorf, wenn du studentische Atmosphäre suchst oder auf jeden Euro achten musst.

Stärken und Schwächen der HHU im Überblick

Die Stärken sind gut belegt. Betreuung und Studienorganisation stehen im CHE-Ranking in der Spitzengruppe, die Examensvorbereitung ebenfalls. Zehn Schwerpunktbereiche sind für eine Fakultät dieser Größe viel, das Medizinrecht ist bundesweit selten. Die Verzahnung mit der Praxis über 70 Lehrbeauftragte aus Justiz und Anwaltschaft ist real und nicht bloß Broschürentext. Die Landesbibliothek vor Ort erspart dir Fernleihen.

Die Schwächen: hohe Lebenshaltungskosten, kein Sommersemester-Einstieg, und eine Stadt, in der du dir dein studentisches Umfeld selbst suchen musst. Dazu kommt, dass die Fakultät klein ist. Bei der Betreuung ist das ein Vorteil. Bei der Vielfalt der Lehrstühle ist es eine Grenze. Wer ein sehr spezielles Forschungsinteresse hat, findet an einer großen Fakultät eher jemanden dafür.

Düsseldorf im Vergleich mit den anderen Jura-Fakultäten in NRW

Nordrhein-Westfalen hat eine ungewöhnlich dichte Landschaft juristischer Fakultäten. Köln und Münster sind die großen Namen, mit entsprechend vielen Studierenden pro Jahrgang. Bonn hat die längste Tradition. Bochum und Bielefeld sind niedrigschwelliger zugänglich. Düsseldorf liegt dazwischen: klein wie Bielefeld, aber mit einem NC näher an Köln.

Praktisch heißt das für deine Entscheidung: Wenn du Anonymität scheust, ist Düsseldorf einer der besseren NRW-Standorte. Wenn dir das Angebot an Spezialvorlesungen wichtig ist, schau nach Köln oder Münster. Und wenn dein Schnitt für Düsseldorf nicht reicht, ist der Weg über eine andere NRW-Fakultät und ein späterer Wechsel eine Option. Erbrachte Leistungen werden auf Antrag anerkannt, wenn kein wesentlicher Unterschied besteht; ein Automatismus ist das nicht, aber innerhalb desselben Landesrechts ist die Hürde niedrig. Bundesweit ordnet sich Düsseldorf im soliden Mittelfeld ein, ohne den Namen von Köln oder Münster, aber mit besseren Betreuungswerten als beide.

Am Ende entscheidet weniger die Fakultät als das, was du täglich damit machst. Die Klausur schreibt niemand für dich, und die Systematik des Stoffs bleibt an jeder Uni dieselbe. Wer sie früh sauber aufbaut, hat es in der Examensphase leichter, etwa mit den Multiple-Choice-Aufgaben auf jurahilfe.de, die kleine Sachverhalte am Fall abfragen und erklären, warum die falschen Antworten falsch sind.

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Häufig gestellte Fragen

Frieder Hammer

Über den Autor

Frieder Hammer

Repetitor, Fachautor und Gründer von Jurahilfe.de

Volljurist, Prädikatsexamen (Schwerpunkt Steuerrecht)

Hat 11 Fachbücher für die juristische Ausbildung geschrieben und ist seit 2017 als Repetitor tätig. Er hat über 400 Jurastudenten im Einzelunterricht erfolgreich auf ihre Prüfungen vorbereitet. Seine juristische und didaktische Expertise ist die DNA der Lernplattform Jurahilfe.de.

  • Zivilrecht
  • Strafrecht
  • Öffentliches Recht
  • Jurastudium
  • Examensvorbereitung
  • juristische Didaktik
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