Anki Karteikarten Jura: Welche Decks für Jura taugen wirklich?

Das größte kostenlose Jura-Deck für Anki hat 9.462 Karten. Der Autor warnt selbst vor Fehlern darin.
Fertige Anki Karteikarten für Jura kommen von sechs ernstzunehmenden Anbietern, kostenlos bis 389,99 Euro. Zwei sind ihr Geld wert. Die große Gratis-Sammlung zielt auf das zweite Staatsexamen in Bayern, was die meisten erst nach dem Import merken.
Welches Deck zu dir passt, hängt an deinem Bundesland, deinem Ausbildungsstand und der Frage, ob du den Stoff schon verstanden hast.
Auf einen Blick:
- jura.anki (AnkiWeb): 9.462 Anki Karteikarten, kostenlos, Stand September 2024, zugeschnitten auf das zweite Staatsexamen in Bayern.
- Basiskarten Jura: 26 Stapel fürs erste Examen, 19,99 Euro je Stapel, Gesamtpaket 389,99 Euro, Updates inklusive.
- jurakarteikarten.de: Jura-Karteikarten als Einzelstapel ab 2,99 Euro, der günstigste Weg zum Ausprobieren.
- Jura-Vorlagen für Anki: kostenlose Notiztypen ohne Inhalt, digital nutzbar, unverändert seit 2013.
- Der teuerste Haken ist das Landesrecht: Polizeirecht läuft in Bayern über das PAG, in Nordrhein-Westfalen über das PolG NRW. Ein falsches Deck trainiert falsche Normen.
- Was fertige Karten kosten, ohne dass es auf dem Preisschild steht: Wer eine Karteikarte selbst schreibt, muss den Stoff vorher verstanden haben. Diesen Lernschritt überspringst du beim Import.
Tipp
Fertige Anki Karteikarten setzen voraus, dass du den Stoff in Jura schon verstanden hast. Genau diesen Weg davor bildet das Lernsystem von jurahilfe.de ab: kompakte, miteinander verlinkte Skripte, Karteikarten zum Wiederholen und Multiple-Choice-Aufgaben am Fall. Den kompletten BGB AT kannst du dauerhaft kostenlos durchlernen und schauen, ob dir das liegt.
Was Anki-Decks für Jura sind und woher sie kommen
Anki ist ein kostenloses Lernprogramm mit einem Wiederholungs-Algorithmus, das es für Windows, Mac, Linux, Android und im Browser gibt. Nur die App für iOS kostet einmalig rund 30 Euro. Wie du es aufsetzt, welche Kartentypen es gibt und wie FSRS funktioniert, steht ausführlich in unserer Anleitung zum Einrichten von Anki für Jura. Hier geht es um die Frage danach: Woher nimmst du die Karten?
Deck, Notiztyp, Vorlage: was Anki-Karteikarten unterscheidet
Drei Dinge werden im Netz durcheinandergeworfen, und wer das nicht trennt, kauft am Ende das Falsche.
Ein Deck ist ein Stapel fertiger Karten mit Inhalt. Frage vorn, Antwort hinten, dazu der Lernstand. Das ist es, was die meisten meinen, wenn sie „Anki-Deck" sagen.
Ein Notiztyp oder eine Vorlage ist dagegen leer. Sie legt nur fest, wie eine Karte aussieht und welche Felder sie hat, etwa ein Feld für die Definition, eines für den Streitstand, eines für die Fundstelle. Inhalt musst du selbst eintragen. Wer Vorlagen herunterlädt und fertige Karten erwartet, ist enttäuscht.
Und dann gibt es digitale Karteikarten, die kein Anki sind. Mehrere Verlage verkaufen Kartensätze als App oder PDF. Sie funktionieren, aber nicht in Anki, und der Lernstand wandert nicht mit.

Warum es für Jura so wenige gute Decks gibt
In der Medizin gibt es riesige, gepflegte Gemeinschafts-Decks mit Hunderttausenden Nutzern. In Jura nicht. Das hat zwei Gründe, und beide sind hausgemacht.
Erstens ist juristisches Wissen örtlich zersplittert. Polizeirecht, Kommunalrecht und weite Teile des Verwaltungsrechts sind Landesrecht. Ein Stapel, der in Bayern passt, ist in Nordrhein-Westfalen in Teilen falsch. Zweitens ändert sich der Stoff. Eine Karte zum Gefahrübergang bleibt jahrelang gültig, eine zum Streitstand über eine frische BGH-Entscheidung altert in Monaten.
Das Ergebnis: Wer ein Jura-Deck pflegen will, hat eine Daueraufgabe. Die meisten, die eines veröffentlichen, haben genau einmal Zeit dafür, nämlich in ihrer eigenen Examensvorbereitung.
Die besten Anki-Karteikarten für Jura im Überblick
Wer nach Anki Karteikarten Jura sucht, landet bei sechs Angeboten, die in Deutschland ernsthaft verbreitet sind. Hier stehen sie mit den Zahlen, die auf den Seiten der Anbieter selbst ausgewiesen sind, Stand Juli 2026.
| Anbieter | Umfang | Preis | Rechtsgebiete | Format | Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| jura.anki (AnkiWeb) | 9.462 Notizen | kostenlos | Zivilrecht, Strafrecht, Öffentliches Recht | Anki | 09/2024 |
| Basiskarten Jura | 26 Stapel fürs erste Examen, 2 fürs zweite, je ca. 70 bis 620 Karten | 19,99 € je Stapel, Gesamtpaket 389,99 € | alle drei, plus Klausurtechnik | Anki + PDF | 02/2025 |
| jurakarteikarten.de | Einzelstapel bis Komplettpaket | 2,99 € bis 95,99 € | alle drei | Anki, Repetico, PDF | laufend |
| Jura-Vorlagen (Thomas Kahn) | Notiztypen, keine Inhalte | kostenlos | alle | Anki | 2013 |
| Jura Intensiv | 172 bis 274 Karten je Titel | 4,99 € bis 6,99 € | Zivilrecht, Strafrecht | digital, nicht als Anki ausgewiesen | laufend |
| Etsy und Einzelverkäufer | stark schwankend | meist unter 15 € | einzelne Gebiete | Anki | unbekannt |
| Jurahilfe.de (kein Anki-Deck) | gesamter Pflichtstoff als verknüpftes Lernsystem | 14,99 € im Monat bei Jahreszahlung (179,88 €), monatlich 24,99 €, ein Rechtsgebiet ab 9,99 €, BGB AT dauerhaft kostenlos | alle drei | Web, Skripte plus Karteikarten plus Multiple-Choice-Aufgaben | laufend |
jura.anki: 9.462 Karten fürs zweite Staatsexamen, komplett kostenlos
Das ist der Stapel, der auf Reddit als „knapp 9500 kostenlose Jura-Karteikarten" kursiert und der auf AnkiWeb unter dem Titel „Jura (Zivilrecht, Öffentliches Recht, Strafrecht)" liegt. 9.462 Notizen, rund 300 Unterordner, 54 Bewertungen ohne eine einzige negative. Kostenlos, ohne Anmeldung, sofort importierbar.
Bevor du ihn herunterlädst, drei Zahlen. Der Stand ist September 2024. Der Stapel ist für das zweite Staatsexamen gemacht, nicht für das erste. Und er ist auf Bayern zugeschnitten. Wer im dritten Semester in Hamburg sitzt, bekommt hier Karten zum Referendariat und zum Berufsfeld Anwaltschaft.
Dazu kommt ein Satz, den der Autor selbst auf die Seite geschrieben hat: „Ich habe sie selbst erstellt; es können also gut einige Fehler enthalten sein." Das ist anständig und ehrlich. Es beschreibt zugleich das Risiko, das du eingehst, wenn du 9.462 fremde Karten ungeprüft in dein Langzeitgedächtnis schiebst.
Basiskarten Jura: 26 Stapel für das erste Examen
Das professionellste Angebot am Markt kommt von Thomas Kahn, der sein erstes Staatsexamen mit 11,72 Punkten abgeschlossen hat, also mit Prädikat. Basiskarten Jura umfasst 26 Stapel für das erste Examen, davon 14 im Zivilrecht, sieben im Öffentlichen Recht und fünf im Strafrecht, dazu Klausurtechnik und Mündliche Prüfung. Für das zweite Examen kommen ZPO und StPO dazu.
Die Kartenzahlen sind je Stapel ausgewiesen, was Vertrauen verdient: BGB AT rund 410 Karten, Schuldrecht AT rund 545, Verwaltungsrecht AT rund 500, Familienrecht rund 70. Die Stapel fürs erste Examen kosten je 19,99 Euro, die beiden fürs zweite mehr. Privatrecht komplett liegt bei 234,99 Euro, das Gesamtpaket bei 389,99 Euro, laut Anbieter statt 549,72 Euro im Einzelkauf. Updates sind über ein Add-on inklusive, und es gibt einen kostenlosen Probierstapel mit über 300 Karten.
Positiv fällt zweierlei auf. Der Anbieter weist selbst darauf hin, dass das Polizeirecht ans Landesrecht angepasst werden muss, und die Stapel werden gepflegt: Der letzte kam im Februar 2025 zum Staatshaftungsrecht.
Jurakarteikarten.de: günstige Einzelstapel ab 2,99 Euro
Wer klein anfangen will, wird hier fündig. BGB AT gibt es ab 2,99 Euro, Strafrecht AT ab 3,99, Grundrechte ab 4,49. Die Gesamtstapel liegen bei 19,99 Euro für Staatsrecht, 24,99 für Strafrecht, 44,99 für Öffentliches Recht und 49,99 für Zivilrecht, alles zusammen ab 95,99 Euro. Ein Gratis-Update-Service ist dabei, und die Karten gibt es wahlweise für Anki, für Repetico oder als PDF.
Zum Ausprobieren ist das der günstigste Weg. Drei Euro für ein Rechtsgebiet tun auch als Fehlkauf nicht weh.
Jura-Vorlagen für Anki: Kartentypen statt fertiger Inhalte
Diese Jura-Vorlagen für Anki stammen vom selben Autor wie die Basiskarten und sind kostenlos. Sie enthalten keine Karteninhalte, sondern Notiztypen für Definitionen, Prüfungsschemata und Meinungsstände. Das Juristische Internetprojekt Saarbrücken hat sie vorgestellt, und genau da liegt der Haken: Der Beitrag ist von Januar 2013, eine Aktualisierung ist nicht erkennbar.
Für Meinungsstände und Prüfungsschemata sind sie trotzdem eine brauchbare kostenlose Grundlage. Sie zwingen dich, eine Karteikarte in Felder zu zerlegen, statt alles in ein Textfeld zu kippen.
Was die Basiskarten und die anderen Jura-Karteikarten kosten

Was du fürs Geld bekommst und was kostenlos bleibt
Rechne den Preis pro Karte, dann wird der Markt übersichtlich. Bei jurakarteikarten.de zahlst du für BGB AT rund drei Euro. Bei Basiskarten kostet derselbe Bereich 19,99 Euro, dafür bekommst du rund 410 Karten plus ein PDF-Skript. Das kostenlose Deck auf AnkiWeb kostet nichts und liefert die meisten Karten, dafür sind sie ungeprüft und für ein anderes Examen in einem anderen Bundesland gemacht.
Kostenlos heißt hier: Du sparst Geld und zahlst mit Prüfaufwand. Bei 9.462 Karten ist der erheblich.
Preise, Bundles und Update-Service im Vergleich
Ein Punkt, den viele übersehen: Updates. Basiskarten und jurakarteikarten.de liefern nach, wenn sich etwas ändert. Das kostenlose Deck wird nicht mehr gepflegt, seit fast zwei Jahren. Ein Etsy-Kauf ist ein Einmalgeschäft ohne jede Zusage.
Bei Bundles lohnt das Rechnen. 389,99 Euro klingen viel, gegenüber 549,72 Euro Einzelpreis ist es ein Nachlass. Die Frage ist, ob du alle 26 Stapel brauchst. Die meisten brauchen drei bis fünf.
Tipp
Ein Stapel Jura-Karteikarten kostet einmal Geld, das Wiederholen kostet dich jeden Tag Zeit. Das Wiederholungssystem von jurahilfe.de bringt dir jede Karteikarte genau dann zurück, kurz bevor du sie vergessen würdest, und plant das über alle Rechtsgebiete hinweg. So bleibt der Stoff präsent, ohne dass die tägliche Kartenzahl explodiert.
Welche Rechtsgebiete die Decks abdecken: Zivilrecht, Strafrecht, Öffentliches Recht
Alle drei Rechtsgebiete sind abgedeckt, aber nicht gleich gut. Das Zivilrecht ist überall am ausführlichsten. Es hat den größten Stoffumfang und hängt am wenigsten vom Bundesland ab.
Wo die Decks im Strafrecht am stärksten sind
Strafrecht ist für Karteikarten das dankbarste Gebiet. Der Stoff ist bundeseinheitlich, die Definitionen sind knapp und die Prüfungsschemata stehen fest. Basiskarten hat fünf Stapel für 79,99 Euro, jurakarteikarten.de das Gesamtpaket für 24,99, Jura Intensiv einzelne Titel mit 172 bis 274 Karten ab 4,99 Euro. Selbst auf Etsy findet sich ein Strafrecht-Deck mit 205 Notizen.
Wenn du in einem Gebiet mit fertigen Karten anfangen willst, fang hier an. Für die Definitionen daneben haben wir eine Sammlung der wichtigsten Definitionen im Zivilrecht und eine zu den Definitionen im BGB AT.
Tipp
Definitionen in Jura sitzen erst, wenn du sie ohne Vorlage abrufst. Die Karteikarten von jurahilfe.de hängen direkt an den Skripten, aus denen du gelernt hast, und zeigen dir sofort, welche Lücke wo sitzt. Du siehst also nicht nur, dass du eine Karte nicht kannst, sondern auch, wo du nachlesen musst.
Zweites Staatsexamen und Referendariat
Fürs Referendariat wird die Luft dünn. Basiskarten bietet ZPO aus gerichtlicher Sicht mit rund 620 Karten für 39,99 Euro und StPO aus staatsanwaltschaftlicher Sicht mit rund 225 Karten für 19,99 Euro, zusammen als Prozessrecht-Paket für 114,99. Das große kostenlose Deck zielt ebenfalls auf das zweite Examen. Wer Repetico statt Anki nutzt, findet bei Examen mit Sandro über 4.000 Karten fürs Referendariat.
Digital lernen: Anki, Repetico und die Karteikarte auf Papier
Anki ist nicht das einzige Lernprogramm, und für viele ist es nicht das passende. Die Bedienung ist sperrig, die Konfiguration ein Hobby für sich, und die App für iOS kostet Geld. Repetico ist einfacher und synchronisiert bequemer, hat aber weniger Einstellmöglichkeiten. Welche Werkzeuge sonst noch taugen, haben wir im Überblick über digitale Jura-Karteikarten und im Artikel zu digitalen Tools fürs Jurastudium zusammengetragen.
Was eine digitale Karteikarte der gedruckten voraushat
Der einzige echte Vorteil ist die automatische Steuerung der Wiederholung. Eine Karteikarte aus Papier musst du selbst einsortieren, und genau das machen die meisten nach drei Wochen nicht mehr. Das Leitner-System löst dieses Problem mit Kästen, ein Lernalgorithmus erledigt das automatisch, ohne dass du daran denken musst. Wie ein solcher Algorithmus deinen Lernstand schätzt und daraus den nächsten Termin ableitet, zeigt der Beitrag zum adaptiven Lernen in Jura. Warum das funktioniert, erklärt unser Artikel zu Spaced Repetition und Active Recall.

Die Schwächen fertiger Jura-Decks
Jetzt der Teil, den die Verkaufsseiten nicht schreiben.
Bundesland und Prüfungsordnung: der unterschätzte Haken
Das ist der teuerste Fehler. Wer in Bayern lernt, prüft Polizeirecht nach dem PAG, in Nordrhein-Westfalen nach dem PolG NRW, in Hessen nach dem HSOG. Ein Deck, das darauf keine Rücksicht nimmt, trainiert dich auf Karten, die in deiner Klausur schlicht falsch sind. Bei Basiskarten steht der Hinweis immerhin dabei. Bei einem kostenlosen Download steht er nirgends.
Dasselbe gilt für den Ausbildungsstand. Karten fürs zweite Examen setzen voraus, dass du das erste bestanden hast. Schwerer sind sie nicht, aber anders geschnitten, mit Blick auf Aktenvortrag und Relationstechnik.
Veraltete Karten und Fehler, die niemand korrigiert
Das größte kostenlose Deck steht seit September 2024 still. Die bekanntesten Vorlagen sind von 2013. Bei einem gepflegten Anbieter meldet ein Käufer einen Fehler und alle bekommen die Korrektur. Bei einem Community-Deck bleibt der Fehler drin, und du lernst ihn mit derselben Gründlichkeit wie alles andere.
Hier liegt mein Hauptvorbehalt gegen studentisch erstellte Sammlungen: Es liest niemand gegen. Am Formulieren liegt es nicht, viele Studierende schreiben klarer als so mancher Kommentar. Aber eine Karteikarte, die eine Mindermeinung als herrschende Meinung ausgibt, sieht genauso aus wie eine juristisch korrekte. Du merkst es in der Klausur.
9.000 Karten sind keine Abkürzung
Rechne kurz mit. Bei 9.462 Karten landest du nach der Einführungsphase bei mehreren Hundert Wiederholungen pro Tag, also ein bis zwei Stunden täglich, bevor du eine einzige Klausur geschrieben hast. Wer das drei Wochen durchhält und dann aufgibt, hat Rückstand und ein schlechtes Gewissen.
Ein durchdachter Lernplan ist an dieser Stelle mehr wert als jedes Deck.
Eine Definition abrufen heißt nicht, sie anwenden zu können
Der schwerste Einwand kommt nicht von mir. Der Betreiber von Examen mit Sandro schreibt über fertige Karten, sie „setzen ein tiefes Verständnis voraus". Genau so ist es. Eine Karteikarte fragt „Was ist eine Sache im Sinne des § 90 BGB?" und du sagst den Satz auf. In der Klausur steht die Frage nie so. Dort musst du erkennen, dass es überhaupt um den Sachbegriff geht.
Dazu kommt der Generierungseffekt: Wer eine Karte selbst formuliert, muss den Stoff vorher verstanden haben. Das Schreiben ist der eigentliche Lernvorgang. Wer ein fremdes Deck importiert, überspringt ihn und wundert sich, dass die Karten sitzen und die Klausur trotzdem nicht läuft.

Tipp
Genau diese Lücke zwischen Abfragen und Anwenden schließen die Multiple-Choice-Aufgaben von jurahilfe.de: kleine Sachverhalte statt abgefragter Begriffe, mit ausführlicher Erläuterung zu jeder Lösung. Du übst dabei das, was eine Karteikarte nicht kann, nämlich das Problem im Sachverhalt überhaupt zu erkennen.
Wie du als Jurist ein fertiges Deck effektiv nutzt
Nichts davon heißt, dass du die Finger davon lassen sollst. Fertige Karten sind ein guter Rohstoff, nur eben kein fertiges Gericht.
Erst ausmisten, dann lernen
Importiere nie den ganzen Stapel. Nimm das Rechtsgebiet, das du gerade hörst, und suspendiere den Rest. Geh die ersten hundert Karteikarten durch und lösch, was nicht zu deinem Bundesland, Semester oder deiner Prüfungsordnung passt. Ein Nachmittag Arbeit, gespart sind Monate.
Fremde Karten durch eigene ersetzen
Wenn eine Karte dreimal hintereinander sitzt, ohne dass du weißt, warum die Antwort richtig ist, schreib sie neu. In deinen Worten, mit deinem Beispiel. Neue Karten aus eigener Feder schlagen fremde fast immer, und für den Rest hilft KI beim Erstellen von Karteikarten, solange du gegenliest. Wie du dir Definitionen dauerhaft merkst, steht bei den Mnemotechniken fürs Jurastudium.
Definition, Schema, Streitstand: was auf welche Karte gehört
Eine Karte, eine Sache. Definitionen kommen auf eine Karte mit genau einem Begriff. Prüfungsschemata gehören auf eine Karte mit Lückentext, sonst sagst du die Reihenfolge auf, ohne die Stationen zu kennen. Streitstände brauchen drei Felder: Problem, Ansichten, Argumente. Wenn du alles auf eine Karte packst, lernst du das Layout und nicht den Stoff.
Tipp
Das Zerlegen in Definition, Schema und Streitstand macht bei fremden Anki-Karten viel Arbeit. Auf jurahilfe.de ist diese Struktur schon da: Jeder Rechtsbegriff im Text ist verlinkt, du klickst drauf und liest Definition samt Kontext sofort nach, statt sie auf eine eigene Karte zu übertragen.
Die Alternative: ein System statt eines Stapels
An dieser Stelle gehört der Hinweis in eigener Sache hin, und zwar mit offenen Karten: Jurahilfe.de ist unser Angebot.
Was ein Lernsystem gegenüber fertigen Anki-Karteikarten leistet
Der Gedanke dahinter ist ein anderer als bei einem Deck. Statt eines Stapels loser Karten bekommst du den Stoff als verknüpftes System: Lerninhalte, die untereinander verlinkt sind, Wiederholungsfragen mit derselben Technik der zeitversetzten Wiederholung, die Anki nutzt, und Multiple-Choice-Aufgaben, die den Transfer in die Fallprüfung üben. Fachlich geprüft, laufend aktualisiert, ohne Konfigurationsarbeit und ohne Add-ons.
Was das kostet: 14,99 Euro im Monat, BGB AT dauerhaft kostenlos
Pro Plus kostet 14,99 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, also 179,88 Euro im Jahr, und deckt alle drei Rechtsgebiete samt Bonusinhalten ab. Monatlich kündbar sind es 24,99 Euro. Wer nur ein Rechtsgebiet braucht, zahlt ab 9,99 Euro im Monat, jährlich 119,88 Euro. Die ersten 14 Tage sind kostenlos, und der komplette BGB AT bleibt dauerhaft gratis, mit sechs Lernpfaden, über 490 Karteikarten und Abschlusstest.
Stell das neben die Zahlen von oben: Das Basiskarten-Gesamtpaket kostet 389,99 Euro einmalig und deckt Karten für ein Examen ab. Für dasselbe Geld bekommst du bei uns gut zwei Jahre Vollzugang auf alle drei Rechtsgebiete, mit allem, was in der Zeit dazukommt. Wer von vornherein länger plant, kann einen Lifetime-Zugang anfragen.
Die Grenze: eine eigene Karteikarte schreibt dir niemand ab
Und die ehrliche Einschränkung, ohne die der Rest nichts wert wäre: Wir nehmen dir das Schreiben eigener Karten nicht ab. Der Generierungseffekt bleibt auf der Seite dessen, der selbst formuliert. Wer sein Anki bereits sauber eingerichtet hat, seine Karten selbst schreibt und damit vorankommt, hat kein Problem, das ein Wechsel lösen würde. Für alle anderen lautet die Frage weniger, welches Deck das beste ist, sondern ob ein Stapel Karten überhaupt das richtige Tool ist, um den gesamten Stoff zu lernen.
Häufig gestellte Fragen
Über den Autor
Johannes Wainryb
Gründer von Jurahilfe.de
Jurist und Softwareentwickler mit über 10 Jahren Erfahrung
Verantwortet bei Jurahilfe.de Technik und Produkt und verbindet juristisches Verständnis mit Lerndidaktik.
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- Lern-Apps & Tools
- KI im juristischen Lernen
- Karteikarten & Spaced Repetition
Unter Mitarbeit von Frieder Hammer | Volljurist, Prädikatsexamen (Schwerpunkt Steuerrecht)


