Ein kommerzielles Repetitorium kostet über die gesamte Examensvorbereitung einen vierstelligen Betrag. Wer den nicht ausgeben will oder kann, muss deshalb nicht schlechter lernen. Jura kostenlos lernen funktioniert, weil Lehrstühle, Justizbehörden und Open-Access-Projekte einen großen Teil des Pflichtstoffs frei ins Netz stellen: Skripte für Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht, Fälle mit Musterlösungen, digitale Karteikarten, Podcasts und sämtliche Gesetzestexte im Volltext.
Bei der Auswahl liegt der Unterschied. Nicht jedes Gratis-Angebot taugt didaktisch etwas, und manches ist nur ein paar Tage kostenlos. Dieser Überblick zeigt dir, was wirklich frei zugänglich ist, für welche Phase im Jurastudium es passt und wie du daraus ein Lernsystem baust, das vom ersten Semester bis ins Referendariat reicht.
Auf einen Blick:
- Kostenlose Skripte decken das Pflichtprogramm weitgehend ab, am dichtesten im Öffentlichen Recht und im BGB AT.
- Fälle mit Lösungsskizzen gibt es gratis vor allem im Staats- und Verwaltungsrecht, allen voran die Saarheimer Fälle und die Hauptstadtfälle der FU Berlin.
- Gesetze und Rechtsprechung kosten nichts: gesetze-im-internet.de, dejure.org und openJur decken den gesamten Bedarf.
- Karteikarten und Lern-Apps sind teils dauerhaft gratis, teils nur im Testzeitraum. Der Unterschied steht in der Tabelle weiter unten.
- Selten kostenlos zu bekommen: individuelle Klausurkorrektur und ein verbindlicher Lernplan mit Betreuung.
Tipp
Auf jurahilfe.de kannst du den kompletten BGB AT dauerhaft kostenlos lernen, ohne Zeitlimit und ohne Zahlung. Das ist kein Schnupperzugang: Skripte, Karteikarten im intelligenten Wiederholungssystem und Multiple-Choice-Aufgaben bauen aufeinander auf, und das Wiederholungssystem legt dir jede Karte genau dann wieder vor, wenn sie zu verblassen droht. Was du im ersten Semester damit aufbaust, sitzt bis zu den Examina.
Wie du kostenlos Jura lernen kannst
Das Jurastudium ist bekannt für seine Länge, Intensität und vor allem: seine Kosten. Kommerzielle Repetitorien, Lehrbücher und Fachzeitschriften gehen schnell ins Geld. Wie sich diese Ausgaben über das ganze Studium summieren, zeigt der Artikel dazu, was ein Jurastudium wirklich kostet. Doch was viele nicht wissen: Du kannst auch komplett kostenlos Jura lernen und dabei sogar besser verstehen und wiederholen als mit teuren Angeboten.
Gratis lernen im Jurastudium, geht das überhaupt?
Ja. Wer sich geschickt organisiert und weiß, wo er suchen muss, kann auf eine Vielzahl kostenfreier Angebote zugreifen: Online-Skripten, Karteikarten, digitale Repetitorien, Podcasts und Übungsfälle mit Lösungsskizzen. Gerade für Anfänger im Studium oder Studierende mit wenig Budget ist das eine echte Chance.
Wie du mit kostenlosen Skripten und Karteikarten besser lernst
Didaktisch klug aufgebaute Skripte und interaktive Karteikarten fördern nicht nur das passive Lesen, sondern das aktive Wiederholen, ein zentraler Erfolgsfaktor im Jurastudium. Viele der besten kostenlosen Angebote setzen genau auf diese Lernpsychologie: Wiederholen, verknüpfen, anwenden.
Dabei ist vor allem für das Grundverständnis in BGB AT, Zivilrecht und Strafrecht wichtig, Inhalte mehrfach zu wiederholen und in kleinen Lerneinheiten zu erfassen, genau das ermöglichen viele der gleich vorgestellten Tools.
Was gute kostenlose Angebote von echten Repetitorien unterscheidet
Viele denken, ein kostenfreies Angebot könne mit einem klassischen Repetitorium nicht mithalten. Welche kostenpflichtigen Skripten es daneben gibt und wann sie sich lohnen, zeigt unser Überblick zu den Jura-Skripten. Doch das stimmt nicht: Plattformen wie OpenRewi oder Jurahilfe.de bieten strukturierte Lernpfade, kompakte Skripte, Karteikarten, Multiple-Choice-Fälle und sogar Abschlusstests mit Note, ganz ohne Zahlung.
Die besten Angebote sind verlinkt, interaktiv und modular aufgebaut, sodass du auch als Anfänger:in schnell den roten Faden findest. Wer einen klugen Lernplan hat, braucht oft kein teures Repetitorium mehr. Ganz ohne Anschaffung geht es trotzdem nicht, eine gedruckte Gesetzessammlung brauchst du so oder so. Ab wann sich der Kauf eines Habersack lohnt, zeigt ein eigener Artikel.
Ein Punkt, den kostenlose Angebote selten selbst ansprechen: Wer hat den Inhalt eigentlich gegengelesen? Viele der größten Gratis-Sammlungen stammen von Menschen, die selbst noch studierend sind, und das ist kein Makel, sondern oft der Grund für ihre Verständlichkeit. Das Problem liegt woanders. Es liest niemand gegen. Eine Karteikarte, die eine Mindermeinung als herrschende Meinung ausgibt, sieht genauso aus wie eine korrekte, und du merkst den Unterschied erst in der Klausur.
Wie ehrlich das im besten Fall zugeht, zeigt das größte kostenlose Jura-Deck für Anki mit 9.462 Karten. Der Autor schreibt in die Deck-Beschreibung: „Ich habe sie selbst erstellt; es können also gut einige Fehler enthalten sein." Das ist anständig, beschreibt aber genau das Risiko, das du eingehst, wenn du fremde Karten ungeprüft in dein Langzeitgedächtnis schiebst. Der Zuschnitt kommt dazu: Dieses Deck zielt auf das zweite Staatsexamen in Bayern und wurde zuletzt im September 2024 aktualisiert. Mehr dazu steht im Überblick zu den Anki-Karteikarten für Jura.
Praktische Konsequenz für dich: Prüfe bei jedem kostenlosen Material drei Dinge, bevor du es zur Grundlage machst. Wer steht dahinter, wann wurde es zuletzt aktualisiert, und gibt es ein erkennbares Kontrollverfahren wie die mehrstufige Qualitätssicherung von Jurahilfe.de. Bei Lehrstuhlmaterial und OpenRewi steht ein akademischer Name dahinter, bei Community-Sammlungen nicht zwingend. Wer im Jura-Studium mit Gratis-Material arbeitet, sollte Definitionen und Streitstände im Zweifel einmal gegen Gesetz oder Kommentar prüfen.

Tipp
Teste jetzt kostenlos das interaktive Lernsystem auf Jurahilfe.de: Stufe 1 sind kompakte, verlinkte Inhalte zum schnellen Verstehen, Stufe 2 Karteikarten zum Wiederholen mit cleverem Frage-Antwort-Schema, Stufe 3 Falltraining mit anspruchsvollen Multiple-Choice-Aufgaben, Erläuterungen und Abschlussnote. So kommst du schneller von Inselwissen zu echtem Systemverständnis.
Die besten gratis Angebote für Jurastudium und Referendariat auf einen Blick
Die folgende Übersicht sortiert die wichtigsten kostenlosen Quellen nach dem, was sie liefern, und nach der Studienphase, in der sie am meisten bringen. Sie ist der schnelle Einstieg, die ausführlichen Beschreibungen folgen darunter.
| Angebot | Was gratis ist | Für wen |
|---|---|---|
| Jurahilfe.de | BGB AT dauerhaft komplett, Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht 14 Tage risikofrei | Grundstudium bis Examen |
| Saarheimer Fälle | Über 110 Fälle mit Lösungsskizzen, Staats- und Verwaltungsrecht | Fortgeschrittene, Examen |
| Hauptstadtfälle FU Berlin | Fälle zu Grundrechten, Verwaltungsrecht, Berliner Landesrecht | Fortgeschrittene, Examen |
| Repetitorium Hofmann | 17 Skripte als PDF, Zivilrecht und Öffentliches Recht | Alle Semester |
| OpenRewi | Open-Access-Lehrbücher zu über zehn Rechtsgebieten, CC-Lizenz | Alle Semester, Hausarbeit |
| Jurios.de | Skriptsammlung und juristisches Magazin | Einstieg, Wiederholung |
| E-Learning Passau | Lerneinheiten zu Gesellschafts-, Handels- und Urheberrecht | Schwerpunkt, Wiederholung |
| Juralib | Über 900 Mindmaps, Karteikartensets nach Leitner-System | Visuelle Lerntypen |
| LMU München (Lorenz) | Vorlesungsmaterial und Fallsammlung im Zivilrecht | Grundkurs Zivilrecht |
| Kammergericht Berlin | 11 Referendariats-Skripte als PDF | Referendariat |
| gesetze-im-internet.de | Nahezu das gesamte Bundesrecht im Volltext | Alle |
| dejure.org | Gesetze, Rechtsprechung, Fundstellen | Alle |
| openJur | Gerichtsentscheidungen im Volltext | Hausarbeit, Schwerpunkt |
| Anki | Karteikarten-Software und geteilte Jura-Decks | Selbstbauer |
| Repetico | Kostenlose Testkartensätze, App für iOS und Android | Wiederholung unterwegs |
| Unirep der Fakultät | Kompletter Examenskurs mit Klausurenkurs | Examenskandidaten |
| beck-online, juris | Vollzugriff über die Campuslizenz der Uni | Hausarbeit, Schwerpunkt |
Welches Online-Angebot wirklich komplett gratis ist
Kostenlos heißt nicht überall dasselbe. Drei Modelle laufen dir im Jurastudium über den Weg, und der Unterschied entscheidet, ob du ein Angebot als feste Säule einplanen kannst oder nur als Schnupperkurs.
Dauerhaft und ohne Gegenleistung frei sind die öffentlich finanzierten und die Open-Access-Quellen: Gesetzestexte, Rechtsprechungsdatenbanken, Lehrstuhlmaterial, OpenRewi, die Saarheimer Fälle, die Skripte des Repetitorium Hofmann. Hier gibt es keine Registrierung, kein Zeitlimit, keine Werbung. Ein Sonderfall ist Jurahilfe.de: der komplette BGB AT bleibt ohne Zeitlimit frei, die übrigen Rechtsgebiete lassen sich 14 Tage gratis testen.
Zeitlich begrenzt gratis sind die meisten kommerziellen Lern-Apps. Constellatio, Jurafuchs und die Angebote der klassischen Verlage öffnen einen Testzeitraum oder ein Freikontingent, danach wird abgerechnet. Das ist legitim, taugt aber nicht als Fundament für zwölf Monate Examensvorbereitung.
Kostenlos über eine Institution sind die Datenbanken beck-online und juris sowie das Universitätsrepetitorium. Du zahlst nichts, weil deine Fakultät oder deine Bibliothek zahlt. Sobald die Immatrikulation endet, endet auch der Zugang, das trifft im Referendariat regelmäßig.

Tipp
Wenn du einen dauerhaft freien Einstieg suchst, statt in einem Testzeitraum zu lernen: der gesamte BGB AT auf jurahilfe.de bleibt kostenlos, inklusive Karteikarten, Falltraining und Abschlusstest mit Note.
Die 10 besten kostenlosen Online-Angebote zum Jura lernen
Hier findest du eine Auswahl der besten kostenlosen Tools, Plattformen und Skriptensammlungen für dein Jurastudium, passend für Grundkurs, Examensvorbereitung oder Referendariat.
Saarheimer Fälle, Öffentliches Recht im Examensformat
Über 110 sorgfältig konzipierte Fälle mit Lösungsskizzen zum Staats- und Verwaltungsrecht, die in der fiktiven Stadt "Saarheim" spielen. Besonders wertvoll für das Verständnis im Baurecht, Kommunalrecht und Polizeirecht. Didaktisch durchdacht und regelmäßig aktualisiert, ideal zur Fallbearbeitung im Öffentlichen Recht. Betreut wird die Sammlung an der Universität des Saarlandes, einzelne Fälle tragen Aktualisierungsvermerke aus dem laufenden Jahr.
Hauptstadtfälle (FU Berlin), Öffentliches Recht kompakt und aktuell
Die kleine Schwester der Saarheimer Fälle: kompakter, optisch moderner und angepasst an das Berliner Landesrecht. Die Sammlung ist nach Fällen zu den Grundrechten, zum allgemeinen Verwaltungsrecht, zum besonderen Verwaltungsrecht und zum Recht der Berliner Verwaltung sortiert. Perfekt für Studierende, die sich schnell in examensrelevante Konstellationen im Öffentlichen Recht einarbeiten wollen.
Jurahilfe.de, BGB AT dauerhaft komplett kostenlos, Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht 14 Tage gratis testen
Jurahilfe.de bietet dir das BGB Allgemeiner Teil dauerhaft komplett kostenlos an, perfekt, um den Grundstein für dein Jurastudium zu legen. Die umfangreichen Inhalte zu Zivilrecht, Strafrecht und Öffentlichem Recht kannst du zusätzlich für jeweils 14 Tage risikofrei testen und dir so einen Überblick über alle drei Rechtsgebiete verschaffen. Welche Wege es speziell im Strafrecht gibt, steht im Überblick Strafrecht online lernen: kostenlos oder mit Kurs.
Die Plattform überzeugt durch ihr einzigartiges, mehrstufiges Lernsystem:
- Stufe 1: Interaktive Skripte, kompakt und verlinkt, so verstehst du juristische Zusammenhänge schnell und systematisch
- Stufe 2: Digitale Karteikarten zum Wiederholen, die dein Wissen festigen und optimal auf Klausuren vorbereiten
- Stufe 3: Falltraining mit Multiple-Choice-Aufgaben, detaillierten Erläuterungen und Abschlusstest mit Note, um deinen Lernfortschritt sichtbar zu machen
Das Killer-Feature ist die Verlinkung aller Inhalte untereinander, die dir hilft, von isoliertem Inselwissen zu echtem Systemverständnis zu gelangen. Zusätzlich profitierst du von einem persönlichen Dashboard zur Lernstandsübersicht und der Möglichkeit, zwischen PC, Smartphone und Tablet zu wechseln, ohne den Lernstand zu verlieren.
Jurahilfe.de ist also nicht nur ein gratis Einstieg, sondern eine moderne, interaktive Prüfungsvorbereitung, mit der du effizient und motiviert lernen kannst.
Für die Recherche in Originalquellen wie Gesetzen und Gerichtsentscheidungen lohnt sich zusätzlich der Blick in eine juristische Datenbank: juris ist über die Campuslizenz vieler Hochschulen für Studierende kostenlos.
E-Learning Passau (Prof. Beurskens), Lernplattform mit Multiple-Choice-Tests und Karteikarten
Interaktive Lerneinheiten zu Gesellschaftsrecht, Handelsrecht, Kartellrecht, Urheberrecht und Internationalem Privatrecht, dazu Aufzeichnungen aus der Vorlesung, Multiple-Choice-Tests, Karteikarten und Zugang zu strukturierten Falllösungen. Auch ideal zur Wiederholung vor dem Examen. Für einzelne Bereiche brauchst du eine Anmeldung mit deiner Hochschulkennung.
Juralib, Jura lernen mit Mindmaps
Community-basierte Plattform mit über 900 Mindmaps zu allen Rechtsgebieten. Die visuelle Struktur erleichtert das Verständnis und die Wiederholung komplexer Sachverhalte, besonders hilfreich im Zivilrecht und Strafrecht. Dazu kommen öffentliche Karteikartensets, die nach dem Leitner-System wiederholt werden, und frei zugängliche Gesetzestexte.
OpenRewi, Freie Jura-Skripte zu Grundrechten und Staatsrecht
Open-Access-Projekt mit wissenschaftlich fundierten Skripten, unter anderem zum Staatsorganisationsrecht, den Grundrechten und dem Allgemeinen Verwaltungsrecht. Inzwischen reicht das Programm deutlich weiter, etwa ins Migrationsrecht, Umweltrecht, Sozialrecht und Strafrecht. Alle Bände stehen unter einer freien Creative-Commons-Lizenz, du darfst sie also auch zitieren und weiterverwenden. Didaktisch hochwertig und rechtlich aktuell, ideal für Hausarbeiten.
Jurios.de, Gratis-Skripte für alle Rechtsgebiete
Große Sammlung kostenfreier Skripte zum Download: Zivilrecht, Strafrecht, Öffentliches Recht, verständlich geschrieben und gut strukturiert. Besonders gut für den Einstieg oder die schnelle Wiederholung. Daneben läuft auf der Seite ein juristisches Magazin mit aktuellen Beiträgen.
Repetitorium Hofmann, klassische Repetitoriumsskripte als PDF
Überblicksartige und systematisch aufgebaute Skripte für alle drei Rechtsgebiete, zum kostenlosen Download ohne Anmeldung. Insgesamt sind es 17 Dokumente: sieben zum Zivilrecht von BGB AT über Schuldrecht bis Sachenrecht, fünf zum Öffentlichen Recht mit Staatsorganisationsrecht, Grundrechten, Polizeirecht, Baurecht und Kommunalrecht, dazu Klausurtipps und ein Lernplan. Ideal für die Prüfungsphase.
Kammergericht Berlin, Referendariats-Skripte
Elf PDF-Skripte, erstellt von erfahrenen AG-Leiter:innen und Prüfer:innen für das zweite Staatsexamen. Sie decken Zivilrecht, Strafrecht und Verwaltungsrecht jeweils für Staats- und Anwaltsstation ab, dazu Kautelarklausur und Aktenvortrag. Ideal für Referendar:innen, die sich praxisnah auf Klausuren vorbereiten wollen.
LMU München (Lorenz/Giesen), Grundkurs Zivilrecht online
Vollständiger Online-Zugang zu Vorlesungsfolien, Podcasts, Probeklausuren, Musterlösungen und didaktisch wertvollen Lernmaterialien zu BGB AT, Schuldrecht und allgemeinem Zivilrecht. Kostenlos, aktuell und ideal zum Selbststudium. Die Seite ist technisch in die Jahre gekommen, inhaltlich lohnt sie sich trotzdem.
Tipp
Beim Lesen auf jurahilfe.de holst du dir Definitionen, Streitstände und Begleitwissen per Klick direkt im Text, statt zwischen mehreren Quellen zu wechseln.
Material für Klausur und Fallbearbeitung: Skripte, Karteikarte und interaktiv üben
Die zehn Angebote oben sind Anbieter. Genauso wichtig ist die andere Sicht: Welche Art von Material brauchst du gerade, und was davon ist gratis zu haben? Die folgenden Abschnitte sortieren nach Materialart statt nach Plattform.
Kostenlose Skripte nach Rechtsgebiet
Skripte bringen dich durch den Stoff, Fälle bringen dich durch die Klausur. Beides gibt es gratis, aber in sehr unterschiedlicher Dichte je Rechtsgebiet.

Am besten versorgt bist du im Öffentlichen Recht. Die Saarheimer Fälle und die Hauptstadtfälle decken Staats- und Verwaltungsrecht mit ausformulierten Lösungsskizzen ab, dazu kommen die OpenRewi-Bände zu Grundrechten, Staatsorganisationsrecht und Allgemeinem Verwaltungsrecht. Wer Polizeirecht oder Kommunalrecht braucht, findet bei Hofmann und in den Landes-Fallsammlungen genug Material für eine komplette Übung.
Im Zivilrecht ist die Lage zweigeteilt. Für BGB AT und Schuldrecht gibt es reichlich Skripte, für Sachenrecht und die Nebengebiete wird es dünner. Die Fallsammlungen der Lehrstühle, etwa an der LMU München, schließen einen Teil der Lücke. Im Strafrecht liegt der Schwerpunkt der freien Angebote auf dem Allgemeinen Teil, während der Besondere Teil oft nur überblicksartig abgedeckt ist.
Gratis Fälle und Musterlösungen für die Klausur
Für die eigentliche Fallbearbeitung gilt: Lies die Lösungsskizze erst, nachdem du selbst eine geschrieben hast. Wo du darüber hinaus Jura Klausuren mit Lösungen und Altklausuren findest, steht in einer eigenen Quellenübersicht. Eine Musterlösung, die du nur nachvollziehst, erzeugt das Gefühl, den Fall zu können, ohne dass du ihn lösen könntest. Wer klausurorientiert lernen will, braucht deshalb weniger Material und mehr eigene Schreibversuche. Ein Schema, das du im Kopf abrufen kannst, hilft dabei mehr als weitere Lernunterlagen im Ordner. Wie ein digitales Fallbuch mit Abschlusstest und Note diesen Vergleich zwischen eigener Lösung und Musterlösung strukturiert, zeigt der Beitrag zum digitalen Fallbuch.
Tipp
Wie du eine Falllösung im Gutachtenstil aufbaust, trainierst du auf jurahilfe.de an hunderten kleinen Sachverhalten mit Multiple-Choice-Aufgaben, jeweils mit ausführlicher Erläuterung, warum eine Antwort falsch ist.
Karteikarte kostenlos: wie das Wiederholen funktioniert
Beim Wiederholen entscheidet sich, was vom Gelesenen übrig bleibt. Digitale Karteikarten mit einem Wiederholungsalgorithmus sind dafür die effizienteste Lernmethode, und die Grundausstattung kostet nichts.
Der Unterschied zwischen einer Karteikarte, die etwas bringt, und einer, die nur Zeit kostet, liegt in der Frage. Eine Karte, die "Was ist eine Willenserklärung?" fragt, prüft Auswendiglernen. Eine Karte, die einen Mini-Sachverhalt vorlegt und nach der Einordnung fragt, prüft Verständnis. Welches Karteikartensystem du nutzt, ist dabei zweitrangig.
Anki, Repetico und Jurafuchs: die kostenlosen Lern-Apps im Vergleich
Drei Namen tauchen in fast jeder Empfehlungsliste auf, und sie lösen unterschiedliche Probleme. Anki ist ein leeres, mächtiges Werkzeug: maximale Kontrolle, dafür schreibst du die Karten selbst. Repetico nimmt dir einen Teil davon ab, mit deutscher Oberfläche und fertigen Testsätzen. Jurafuchs verkauft kein Kartensystem, sondern fertige Fallfragen, und ist damit eher ein Trainingsgerät als eine Kartei.
Die Faustregel: Wer Zeit hat und Kontrolle will, nimmt Anki. Wer sofort loslegen will, greift zu einer fertigen Sammlung und nimmt in Kauf, dass sie nicht auf seinen Stoff zugeschnitten ist.
Anki für Jura einrichten
Anki ist die bekannteste freie Karteikarten-Software. Sie ist quelloffen, läuft auf Windows, Mac, Linux und Android kostenlos (wie du sie für Jura aufsetzt, steht in der Anleitung Anki für Jura einrichten), und es gibt geteilte Jura-Decks zum Herunterladen. Der Preis dafür ist Arbeit: Fremde Decks sind selten auf dem aktuellen Stand, und gute Karten schreibst du am Ende doch selbst. Für iOS verlangt Anki einmalig Geld, das ist die einzige Bezahlschranke.
Repetico als deutsche Alternative
Repetico ist die deutsche Alternative mit App für iOS und Android. Die Basisversion ist kostenlos, es gibt frei zugängliche Testkartensätze für das erste und zweite Staatsexamen, die größeren Examens-Pakete sind kostenpflichtig.
Juralib stellt öffentliche Kartensets bereit, die nach dem Leitner-System vorgelegt werden: gut beherrschte Karten kommen seltener, schwache häufiger. Das ist dieselbe lernpsychologische Grundidee wie bei Anki, nur ohne Installation.
Tipp
Wer sich das Kartenschreiben sparen will: die digitalen Karteikarten auf jurahilfe.de sind direkt auf die Skripten abgestimmt, im intelligenten Wiederholungssystem organisiert und im BGB AT dauerhaft kostenlos.
Jurafuchs und Constellatio im Gratis-Umfang
Die kommerziellen Lern-Apps arbeiten mit Freikontingenten. Das lohnt sich, wenn du weißt, wo die Grenze verläuft.
Jurafuchs setzt auf kleine Fallfragen im Frage-Antwort-Format. Über Kooperationen, etwa mit e-fellows.net, gibt es ein Kontingent an Fragen kostenlos; danach ist die App kostenpflichtig. Constellatio bietet eine kostenlose Registrierung ohne Zahlungsdaten und danach ein Abo. Beide sind didaktisch ordentlich gemacht, keine der beiden ersetzt eine dauerhaft freie Quelle.
Dazu kommen die Angebote der klassischen Ausbildungsverlage. Die Alpmann Schmidt Jura App und die Jura Intensiv App bündeln Karteikarten und Fälle als Mobile App für iOS und Android. Beide arbeiten mit In-App-Käufen für die einzelnen Kartensätze, die Alpmann App entstand aus der Zusammenarbeit von Alpmann Schmidt mit Repetico. Wer ohnehin mit Skripten von Alpmann Schmidt arbeitet, spart sich damit das Abtippen, ein Ersatz für eine dauerhaft freie Quelle ist es nicht.
Juristisch recherchieren: Gesetze, Urteile und Datenbanken gratis
Für die juristische Recherche brauchst du keinen Cent auszugeben. Der gesamte Normbestand des Bundes und ein großer Teil der Rechtsprechung liegen frei im Netz.
gesetze-im-internet.de ist das amtliche Portal des Bundesministeriums der Justiz und des Bundesamts für Justiz. Nahezu das gesamte Bundesrecht im aktuellen Volltext, ohne Registrierung. Für die Klausurvorbereitung ist das der Ort, an dem du im Zweifel den Wortlaut nachschlägst.
dejure.org verknüpft Normen mit Rechtsprechung und Fundstellen. Wenn du wissen willst, welche Entscheidungen zu einer Vorschrift ergangen sind, ist das der schnellste Weg. openJur sammelt rund 610.000 Gerichtsentscheidungen im Volltext, getragen seit 2009 von einem gemeinnützigen Verein; amtliche Entscheidungen sind gemeinfrei, deshalb funktioniert das Modell. Dazu kommt rechtsprechung-im-internet.de für die Entscheidungen der obersten Bundesgerichte.
Über deine Fakultät kommen beck-online und juris dazu, meist inklusive Fernzugang von zu Hause. Das ist der Zugang, der für Hausarbeit und Schwerpunkt den größten Unterschied macht, und der, den du im Referendariat als Erstes verlierst. Wer eine Hausarbeit vor sich hat, sollte die Zugangsdaten früh testen statt am Abgabewochenende.
Jura Podcast, Lernvideos und Lern-Apps kostenlos
Was in der Aufzählung der Apps bewusst fehlt, ist der Gratis-Chatbot. Ein allgemeines KI-Modell erfindet Fundstellen, verwechselt Meinungsstände und klingt dabei souverän; für Definitionen und Streitstände ist es damit die unzuverlässigste aller kostenlosen Quellen. Wo KI im Jurastudium trotzdem hilft und wo sie schadet, ordnet der Überblick Jura KI im Jurastudium ein.
Kostenlos ohne Einschränkung sind dagegen die Podcasts und YouTube-Kanäle. Es gibt juristische Podcasts von Lehrstühlen, von Fachredaktionen und von Praktikern, dazu Vorlesungsaufzeichnungen ganzer Vorlesungsreihen. Für Wegzeiten und Sport ist das die effizienteste Art, Zeit in Wiederholung zu verwandeln. Verstehen lernst du damit nicht, wiederholen schon.

Juristisch geprüft? Worauf du bei einer kostenlosen Lernplattform achten solltest
Eine digitale Lernplattform unterscheidet sich von einer Skriptsammlung dadurch, dass sie Lerninhalt, Wiederholung und Kontrolle verbindet. Vier Punkte trennen die brauchbaren von den beliebigen.
Erstens Verlinkung. Steht ein Begriff im Text, solltest du ihn per Klick vertiefen können, ohne die Seite zu verlassen. Ohne diese Vernetzung entsteht Inselwissen, und genau daran scheitern Klausuren häufiger als am fehlenden Detailwissen.
Zweitens Aktualität. Ein Skript, das ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist im Zivilrecht oft noch brauchbar, im Öffentlichen Recht dagegen riskant. Prüfe das Datum, bevor du ein Skript zur Grundlage machst.
Drittens Kontrolle. Ohne Rückmeldung merkst du nicht, was du nicht kannst. Eine Plattform ohne Testfunktion ist ein Buch mit Suchfunktion. Interaktive Fälle und Multiple-Choice-Aufgaben liefern diese Rückmeldung, ein reines Online Repetitorium ohne Testteil nicht.
Viertens Qualitätssicherung. Bei frei zugänglichen Inhalten ist nicht immer erkennbar, wer sie geprüft hat. Bei OpenRewi und den Lehrstuhlmaterialien steht ein akademischer Name dahinter, bei Community-Plattformen nicht zwingend.
Tipp
Je nach Vorwissen liest du dasselbe Thema auf jurahilfe.de als kompaktes oder als ausführliches Skript: kompakt zum schnellen Wiederholen, ausführlich, wenn du es von Grund auf verstehen willst.
Kostenlos durchs Examen: Examensvorbereitung, Bestehensgarantie und Referendariat
In der Examensphase wird der Unterschied zwischen kostenlos und kostenpflichtig am teuersten. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, was deine Fakultät ohnehin anbietet.
Das Unirep und andere kostenlose Repetitorien
Das größte kostenlose Angebot in der Examensvorbereitung steht an deiner eigenen Fakultät und wird von vielen unterschätzt: das Universitätsrepetitorium, kurz Unirep.
Fast jede juristische Fakultät bietet inzwischen einen eigenen Examenskurs an, meist über zwei bis drei Semester, mit Vorlesungen zu allen Pflichtfächern und einem angeschlossenen Klausurenkurs samt Korrektur. Für immatrikulierte Studierende ist das kostenlos. Ob der Kurs für die Examensvorbereitung allein ausreicht, diskutiert der Artikel Reicht das Uni-Rep in der Jura-Examensvorbereitung?. Inhaltlich decken diese Kurse denselben Stoff ab wie die kommerziellen Repetitorien, teils von denselben Repetitoren, die nebenbei privat unterrichten. Der Lehrplan eines Universitätsrepetitoriums unterscheidet sich vom Programm eines kommerziellen Repetitoriums vor allem im Tempo.
Der Unterschied liegt weniger im Stoff als in der Verbindlichkeit. Ein bezahlter Kurs erzeugt Druck, ein kostenloser nicht. Wer sich im Unirep dieselbe Verbindlichkeit selbst auferlegt, spart einen vierstelligen Betrag ohne inhaltlichen Verlust. Ob sich ein kommerzielles Repetitorium daneben lohnt, ist eine Frage von Selbstorganisation und Geldbeutel; die Argumente beider Seiten stehen im Artikel Jura Repetitorium: Kosten, Erfahrungen und Alternativen.
Examenskurs mit Bestehensgarantie zum Nulltarif
Daneben gibt es Modelle mit Bestehensgarantie oder nachgelagerter Zahlung, bei denen ein Anbieter den Kurs vorfinanziert und erst später oder nur im Erfolgsfall abrechnet. Das ist kein Geschenk, sondern eine Finanzierungsform. Lies die Bedingungen genau, bevor du unterschreibst. Achte auf die Rückzahlungspflicht, die Laufzeit und die Frage, was im Nichtbestehensfall wirklich passiert.
Examensvorbereitung für Examen und Staatsexamina ohne Geld
Eine komplette Examensvorbereitung lässt sich kostenlos aufbauen. Die Bausteine, die du brauchst, sind Stoffdurchgang, Wiederholung, Fallübung und Klausurtraining.

Den Stoffdurchgang liefert das Unirep, ergänzt um Skripte für die Lücken. Die Wiederholung übernehmen Karteikarten, egal ob selbst gebaut oder fertig. Für die Fallübung greifst du auf die freien Fallsammlungen zurück. Der einzige Baustein, der wirklich schwer gratis zu bekommen ist, ist das Klausurtraining mit individueller Korrektur. Der Klausurenkurs im Examinatorium deiner Fakultät ist hier meist die einzige kostenlose Quelle, und das ist ein starkes Argument, ihn ernst zu nehmen. Rechne dabei mit schwankender Qualität: Wer korrigiert, wechselt, und zwischen zwei Korrekturen desselben Kurses können Welten liegen. Eine Korrektur, die nur eine Note ohne Begründung liefert, ist wertlos; frag im Zweifel nach oder lass eine zweite Person gegenlesen.
Was die Vorbereitung auf beide Staatsexamina wirklich kostet
Für beide Staatsexamina gilt dasselbe Muster, nur verschiebt sich der Schwerpunkt. Für das erste Examen dominiert das materielle Recht, im zweiten die Praxis: Relationstechnik, Aktenvortrag, Urteils- und Aktenstil. Wer sich auf das zweite Staatsexamen vorbereiten will, findet bei den Justizbehörden gutes freies Material, etwa die Skripte des Kammergerichts Berlin.
Zum Vergleich, damit die Ersparnis greifbar wird: Ein kommerzieller Examenskurs kostet je nach Anbieter grob 150 bis 200 Euro im Monat, über die übliche Laufzeit also einen vierstelligen Betrag. Wer stattdessen Unirep, freie Skripte und selbst gebaute Karteikarten kombiniert, zahlt davon nichts und investiert dafür Organisationszeit. Die einzige Position, die auch im Gratis-Modell bleibt, ist die gedruckte Gesetzessammlung.
Referendariat: was Referendar und Referendarin gratis nutzen
Im Referendariat verschiebt sich die Lage. Der Zugang zu beck-online und juris über die Uni fällt weg, dafür kommt neues freies Material dazu.
Die Arbeitsgemeinschaften selbst sind der größte kostenlose Baustein: AG-Leiterinnen und AG-Leiter stellen Skripte, Fälle und Musterlösungen bereit, oft in einer Qualität, die kommerziellen Angeboten nicht nachsteht. Dazu kommen die frei zugänglichen Materialien der Justizbehörden, etwa die elf Skripte des Kammergerichts Berlin zu Staats- und Anwaltsstation, Kautelarklausur und Aktenvortrag.
Für die Wiederholung des materiellen Rechts, das im zweiten Examen vorausgesetzt wird, lohnen sich die kompakten Skripte aus dem Studium ein zweites Mal. Wer den Stoff des ersten Examens ohnehin digital aufbereitet hat, spart hier am meisten Zeit. Wie sich Studium und Vorbereitungsdienst inhaltlich unterscheiden, zeigt der Überblick zum Referendariat in Jura.
Lernen organisieren: Lernplan, Prüfungsvorbereitung und Lernfortschritt effizient steuern
Material allein bringt niemanden durchs Examen. Was kostenlose Quellen nicht mitliefern, ist die Struktur, und genau die entscheidet.
Lernplan und Prüfungsvorbereitung ohne Geld
Kostenlose Quellen haben einen Nachteil, den kaum jemand ausspricht: Sie kommen ohne Struktur. Ein Repetitorium verkauft nicht nur Stoff, es verkauft eine Reihenfolge und einen Takt. Beides musst du dir bei einer Gratis-Lösung selbst geben.
Ein funktionierendes Lernkonzept beantwortet drei Fragen: Welche Themen in welcher Reihenfolge, wie viel Zeit pro Thema, und wann wird wiederholt. Für Jurastudierende ohne Rep ist die Schwerpunktsetzung dabei die härteste Entscheidung: lieber alles einmal oder das Wichtigste dreimal. Die Reihenfolge nimmst du am besten vom Unirep oder aus einem der freien Lernpläne, etwa dem des Repetitorium Hofmann. Kostenlose Lernpläne findest du auch auf Jurahilfe.de. Plane die Wiederholung von Anfang an mit, statt sie als Block ans Ende zu schieben. Wie du dabei konkret vorgehst, steht im Artikel Jura Lernplan erstellen.
Für die Prüfungsvorbereitung selbst gilt eine einfache Regel: In den letzten Wochen wird nichts Neues mehr gelernt. Wiederholen und Schreiben schlagen ab diesem Punkt jedes zusätzliche Skript.
Lernfortschritt messen und effizient wiederholen
Ohne Messung weißt du nicht, ob dein Lernen funktioniert. Wer zwölf Monate lernt und erst in der Klausur erfährt, wie viel hängen geblieben ist, hat ein Jahr ohne Rückmeldung investiert.
Am einfachsten misst du deinen Lernfortschritt über aktives Abrufen. Karteikarten mit Wiederholungsalgorithmus zeigen dir jeden Tag, bei welchen Themen die Trefferquote sinkt. Bei Multiple-Choice-Aufgaben siehst du, ob du einen Sachverhalt richtig einordnest. Und ob du unter Zeitdruck schreiben kannst, verrät nur die Probeklausur. Diese drei Ebenen prüfen verschiedene Dinge, und keine ersetzt die andere.

Effizient wird das Ganze, wenn du die Ergebnisse auch nutzt: Themen mit schlechter Trefferquote kommen zurück in den Plan, sichere Themen rücken im Plan nach hinten. Genau das machen Wiederholungssysteme automatisch, und genau deshalb schlagen sie das mehrfache Lesen desselben Skripts.
Tipp
Auf jurahilfe.de siehst du deinen Lernstand im persönlichen Dashboard, mit Abschlusstest und Note am Ende jedes Lernpfads. Die Note verbessert sich, wenn du wiederholst, das macht den Fortschritt sichtbar.
Jurist werden ohne teures Repetitorium
Die Frage hinter allen Gratis-Angeboten lautet: Reicht das, um Jurist zu werden? Die kurze Antwort lautet ja, mit einer Einschränkung.
Die Rechtswissenschaft erschließt sich weitgehend aus Texten, und die Juristenausbildung in Deutschland prüft im Staatsexamen keinen Kurs ab, sondern Wissen und Methode. Woher beides kommt, ist der Prüfungskommission gleichgültig. Es gibt genug Kandidatinnen und Kandidaten, die ohne kommerzielles Repetitorium ein Prädikat holen, und genug, die trotz teurem Kurs durchfallen.
Am Stoff scheitert kaum jemand. Schwierig ist die Selbstorganisation. Ein bezahlter Kurs nimmt dir Planung, Takt und Disziplin teilweise ab. Wer weiß, dass er ohne äußeren Rahmen abdriftet, sollte das ehrlich einkalkulieren, statt es als Charakterfrage zu behandeln. Eine Lerngruppe, ein fester Wochenplan und der Klausurenkurs der Fakultät ersetzen diesen Rahmen weitgehend.
Welches kostenlose Jura-Angebot passt zu dir?
Das Jurastudium ist vielseitig, und nicht jedes kostenlose Angebot passt für jede:n Studierende:n gleich gut. Hier findest du eine Orientierung, welches Tool oder Skript am besten zu deiner aktuellen Phase passt:
Für Anfänger:innen im Jurastudium
Wenn du gerade erst mit dem Studium beginnst, sind übersichtliche, verständliche Skripte und Grundlagenerklärungen ideal. Empfohlen:
- Jurahilfe.de (BGB AT dauerhaft kostenlos)
- Jurios.de Fallsammlung
- Juralib für visuelles Lernen mit Mindmaps
- LMU München (Lorenz/Giesen) für Grundkurs-Materialien
Für Examenskandidat:innen
Zur Examensvorbereitung brauchst du Fälle, interaktive Übungen und die Möglichkeit, deinen Lernfortschritt zu testen. Empfohlen:
- Das Unirep deiner Fakultät samt Klausurenkurs
- Saarheimer Fälle
- Hauptstadtfälle FU Berlin
- Jurahilfe.de mit Falltraining und Multiple-Choice-Aufgaben
- E-Learning Passau mit Multiple-Choice-Tests und Karteikarten
Für Referendar:innen im Repetitorium und Assessorexamen
Im Referendariat brauchst du praxisnahe Fälle und fundierte Klausurhilfen, die dich auf das zweite Staatsexamen vorbereiten. Empfohlen:
- Kammergericht Berlin
- Repetitorium Hofmann
- Jurahilfe.de mit interaktiven Abschlusstests
- LMU München (Lorenz/Giesen) mit Hausarbeiten und Probeklausuren
Tipps für dein gratis Jura Selbststudium
Ein gutes Selbststudium braucht Struktur, auch wenn du nur kostenlose Ressourcen nutzt. Mit ein paar Tipps kannst du dein Lernen effektiver und nachhaltiger gestalten.
Lernplan erstellen mit kostenlosen Skripten und Karteikarten
Erstelle dir einen Lernplan, der deine verfügbaren Zeitfenster realistisch nutzt. Kombiniere dabei kompakte Skripte (zum Beispiel von Jurios.de oder Jurahilfe.de) mit Karteikarten (etwa auf Jurahilfe.de oder Juralib) für regelmäßiges Wiederholen. So baust du kontinuierlich dein Wissen auf und vermeidest das „Binge-Learning" kurz vor der Klausur.
Karteikarten sinnvoll einsetzen: Wiederholen für bessere Noten
Das Wiederholen ist der Schlüssel für den langfristigen Lernerfolg. Nutze die digitalen Karteikarten der kostenlosen Plattformen, um dein Wissen immer wieder zu testen und Lücken schnell zu erkennen. Dabei hilft es, deine Karteikarten in kleinen Portionen täglich durchzugehen, lieber kurz und oft statt lang und selten.
Mit Podcasts, Schemata und Übungsfällen Wissenslücken schließen
Ergänze deine Lernphasen mit Podcasts (zum Beispiel vom E-Learning Passau) und Schemata, die komplexe Rechtsgebiete verständlich machen. Übungsfälle aus den Saarheimer Fällen oder Jurahilfe.de helfen dir, das theoretische Wissen praxisnah anzuwenden.
Tipp
Für den letzten Schliff vor der Klausur zeigt dir die Lernstatistik auf jurahilfe.de, bei welchen Themen deine Trefferquote noch niedrig ist, bevor du dich neuen zuwendest.
Fazit: Jura online lernen, kostenlos und effektiv wie im Repetitorium
Kostenlos Jura zu lernen ist längst keine Kompromisslösung mehr. Mit den richtigen Online-Angeboten kannst du dir BGB AT, Zivilrecht, Strafrecht und sogar Öffentliches Recht praxisnah, verständlich und systematisch aneignen, ganz ohne teure Repetitorien.
Die Kombination aus kompakten, verlinkten Skripten, interaktiven Karteikarten und praxisnahen Falltrainings macht den Unterschied. Nutze die Vielfalt an hochwertigen kostenlosen Ressourcen gezielt: So sparst du Geld, gewinnst Zeit und baust ein echtes Systemverständnis auf, von Anfang an bis zum Examen. Willst du dabei auch abrufen und am Fall testen, ist der dauerhaft kostenlose BGB AT auf jurahilfe.de der einfachste Startpunkt.
Weiterlesen
- Skripten, Karteikarten oder Fallbücher?: Welches Material in welcher Lernphase den größten Effekt hat.
- Repetitorium oder Selbststudium?: Wann sich der eigene Weg zum Examen wirklich lohnt.
- Jura-Examensvorbereitung: Wie sich der Stoff über die Monate vor dem Examen sinnvoll verteilen lässt.
- Die besten Tools für das juristische Staatsexamen: Übersicht über kostenlose und kostenpflichtige Werkzeuge im Vergleich.
- Jura lernen mit System: Lernmethoden und Strategien, mit denen die gesammelten Materialien erst wirken.
Häufig gestellte Fragen
Über den Autor
Johannes Wainryb
Gründer von Jurahilfe.de
Jurist und Softwareentwickler mit über 10 Jahren Erfahrung
Verantwortet bei Jurahilfe.de Technik und Produkt und verbindet juristisches Verständnis mit Lerndidaktik.
- Legal Tech
- Digitales Lernen
- Lern-Apps & Tools
- KI im juristischen Lernen
- Karteikarten & Spaced Repetition



