Studiums Tipps

Habersack, Sartorius, Dürig & Co: Ab wann brauchst du sie?

Vier rote Gesetzessammlungen (Habersack, Sartorius) auf einem Schreibtisch in der Bibliothek, Sinnbild für die Gesetzestexte im Jurastudium

Die meisten Jurastudenten kaufen ihren Habersack zu früh. Er ist teuer, schwer und liegt in den ersten Semestern die meiste Zeit ungenutzt im Regal.

Der Habersack ist die rote Loseblattsammlung Deutsche Gesetze aus dem Verlag C. H. Beck. Sinnvoll wird er erst zur Examensvorbereitung. Bis dahin reichen die günstigen weißen Textausgaben völlig aus. Wer Habersack, Sartorius und Dürig früh durcheinanderwirft, gibt schnell Geld für Bücher aus, die kaum aufgeschlagen werden.

Auf einen Blick:

  • Habersack (Deutsche Gesetze): Zivil-, Straf- und Verfahrensrecht, also BGB, HGB, ZPO, StGB, StPO
  • Sartorius: Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Bundes, also GG, VwVfG, VwGO
  • Dürig und andere Landessammlungen: das Landesrecht deines Bundeslandes
  • Richtiger Kaufzeitpunkt: erst zur Examensvorbereitung, davor weiße Textausgaben
  • Kosten: Grundwerk ab rund 33 Euro, dazu Ergänzungslieferungen drei- bis viermal im Jahr

Tipp

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Vergleichskarten: Habersack deckt Zivil-, Straf- und Verfahrensrecht ab, Sartorius das Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Bundes, Dürig das Landesrecht
Abb. 1: Habersack, Sartorius und Dürig im Vergleich

Habersack, Sartorius und Dürig: die wichtigsten Gesetzessammlungen im Überblick

Im Jurastudium arbeitest du am Ende mit drei Typen von Sammlungen: einer für das Zivil- und Strafrecht, einer für das öffentliche Recht des Bundes und einer für dein Landesrecht. Diese Aufteilung erklärt, warum Studierende oft mehrere Bände besitzen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Sammlung welches Rechtsgebiet abdeckt.

SammlungRechtsgebietFür wen
Habersack (Deutsche Gesetze)Zivil-, Straf- und Verfahrensrechtalle Jurastudierenden
Habersack ErgänzungsbandArbeits-, Familien- und VerkehrsrechtSchwerpunkt und Examen
Sartorius IVerfassungs- und Verwaltungsrecht des Bundesöffentliches Recht
Sartorius IIInternationale Verträge, EuroparechtEuroparecht-Vertiefung
Dürig, Rehborn und CoLandesrecht des jeweiligen Bundeslandesje nach Studienort

Der Habersack, früher Schönfelder: Deutsche Gesetze des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts

Der Habersack ist die zentrale Gesetzessammlung fürs Zivil- und Strafrecht. Er trägt den offiziellen Titel Habersack, Deutsche Gesetze und wird von Mathias Habersack, Professor an der LMU München, herausgegeben. In der roten Loseblattsammlung stecken rund 200 Gesetze und Verordnungen auf etwa 5.000 Seiten.

Enthalten sind alle Klassiker, die du in Vorlesungen und Klausuren brauchst: das Bürgerliche Gesetzbuch, das Handelsgesetzbuch, die Zivilprozessordnung, das Strafgesetzbuch und die Strafprozessordnung, dazu das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und viele Nebengesetze. Weil hier Privatrecht, Strafrecht und Verfahrensrecht in einem Band zusammenkommen, ist der Habersack das Arbeitspferd fürs erste Staatsexamen.

Für Arbeitsrecht, Familienrecht, Straßenverkehrsrecht und weitere Nebengebiete gibt es zusätzlich den Ergänzungsband. Er ist ein eigenes Werk und lohnt sich vor allem im Schwerpunkt und in der Examensvorbereitung, nicht schon zu Beginn.

Der Sartorius: Verfassungs- und Verwaltungsgesetze des Bundes

Der Sartorius ist das Pendant fürs öffentliche Recht. Sartorius I heißt Verfassungs- und Verwaltungsgesetze der Bundesrepublik und bündelt Grundgesetz, Verwaltungsverfahrensgesetz, Verwaltungsgerichtsordnung und die weiteren zentralen Vorschriften des Bundes. Begründet hat die Sammlung Carl Sartorius, der Name blieb erhalten.

Daneben gibt es Sartorius II mit dem Titel Internationale Verträge und Europarecht. Ihn brauchst du erst, wenn du Europa- oder Völkerrecht vertiefst. Für die meisten reicht lange der Sartorius I, oft erst mit dem Einstieg ins Verwaltungsrecht.

Dürig, Rehborn und die Landesgesetze der Bundesländer

Beim Landesrecht kommt es auf dein Bundesland an. In Baden-Württemberg heißt die Sammlung Dürig, Gesetze des Landes Baden-Württemberg, begründet vom Tübinger Staatsrechtler Günter Dürig. Sie enthält rund 300 Landesvorschriften von der Landesverfassung über das Kommunalrecht bis zum Baurecht.

Andere Länder haben eigene Landesgesetze-Sammlungen: in Bayern Ziegler/Tremel, in Nordrhein-Westfalen der Rehborn, in Hessen die Nomos-Sammlung Landesrecht Hessen. Welche für dich zugelassen ist, legt dein Landesjustizprüfungsamt fest, das prüfst du am besten früh nach.

Warum heißt der Schönfelder heute Habersack?

Bis vor Kurzem kannten Generationen von Jurastudenten dieselbe Sammlung unter dem Namen Schönfelder. Der Verlag C.H. Beck hat sie 2021 mit der 185. Ergänzungslieferung offiziell in Habersack umbenannt. Der Grund liegt in der Person des Namensgebers: Heinrich Schönfelder war seit 1933 Mitglied der NSDAP und als Militärrichter tätig. Beck hat sich deshalb, wie schon beim BGB-Kommentar Palandt, für den heutigen Herausgeber als neuen Namen entschieden.

Für dich heißt das: Habersack und Schönfelder meinen dieselbe Sammlung Deutsche Gesetze. Ältere Kommilitonen, gebrauchte Bände und viele Foren sprechen noch vom Schönfelder, während Buchhandel und Verlag inzwischen Habersack sagen. Inhaltlich hat sich durch die Umbenennung nichts geändert.

Ab wann brauchst du einen Habersack?

Den Habersack brauchst du erst mit dem Beginn der gezielten Examensvorbereitung. In den ersten Semestern arbeitest du günstiger und leichter mit den weißen Textausgaben. Der Umstieg lohnt sich in dem Moment, in dem du Gesetze brauchst, die in den schmalen Ausgaben fehlen, etwa ZPO, StPO oder Nebengesetze.

In den ersten Semestern: weiße Textausgaben statt Loseblattsammlung

Am Anfang deines Studiums reicht eine schmale Textsammlung. Die weißen Ausgaben aus dem dtv- und Beck-Verlag kosten wenig, passen in jede Tasche und decken das ab, was du in den Anfängerübungen und ersten Klausuren wirklich aufschlägst. Wer im ersten Semester gleich zur teuren Loseblattsammlung greift, zahlt viel für Gesetze, die noch gar nicht drankommen.

Ein weiterer Vorteil: Die Textausgaben werden bei jeder Neuauflage komplett neu gedruckt. Du musst nichts einsortieren und hast trotzdem einen halbwegs aktuellen Stand. Für die ersten zwei bis drei Jahre ist das die entspannteste Lösung.

Zur Examensvorbereitung: Umstieg auf Habersack und Ergänzungsband

Sobald du deine Scheine hast und in die Examensvorbereitung startest, wird der Habersack sinnvoll. Jetzt brauchst du die volle Bandbreite an Vorschriften, und du willst über die Jahre einen vertrauten Stand haben, in dem du blind die richtige Stelle findest. Genau dieser Gewöhnungseffekt ist im Examen Gold wert.

Der Habersack begleitet dich dann bis in die mündliche Prüfung und, wenn du magst, ins Referendariat und in den juristischen Arbeitsalltag, oft bis zum zweiten juristischen Staatsexamen. Für die schriftlichen Klausuren stellt das Prüfungsamt allerdings eigene, geprüfte Exemplare, dazu unten mehr.

Tipp

Ob du schon in der Examensvorbereitung bist oder noch am Anfang stehst, den Stoff dahinter lernst du auf jurahilfe.de wahlweise kompakt zum Wiederholen oder ausführlich zum Verstehen, mit Schemata und verlinkten Definitionen direkt im Text.

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Habersack, Sartorius oder Landesgesetze: welche Sammlung wann?

Die Faustregel ist einfach: Der Habersack deckt Zivil- und Strafrecht ab, der Sartorius das öffentliche Recht des Bundes. Wer im Pflichtfach durch alle drei Rechtsgebiete muss, kommt am Ende um beide nicht herum. Die Reihenfolge richtet sich nach deinem Studienverlauf.

Meist kommt der Habersack zuerst, weil Zivilrecht früh und breit gelehrt wird. Den Sartorius holst du dir, sobald das Verwaltungsrecht ernst wird, oft im Hauptstudium. Wer einen Schwerpunkt im öffentlichen Recht wählt, braucht den Sartorius früher und intensiver.

Zeitstrahl: Ab dem ersten Semester genügen Textausgaben, in der Examensvorbereitung folgt der Habersack als Loseblatt, im Referendariat bleibt er im Einsatz
Abb. 2: Ab wann welche Gesetzessammlung sinnvoll ist

Was kostet ein Habersack? Grundwerk, Preise, Fortsetzung und Ergänzungslieferungen

Der Preis eines Habersack hat zwei Teile: den einmaligen Kauf des Grundwerks und die laufenden Kosten der Ergänzungslieferungen. Das Grundwerk ist günstiger als viele denken, teuer wird die Sammlung erst über die Zeit durch die Aktualisierungen.

Grundwerk, neue oder gebundene Auflage und Fortsetzung

Das Grundwerk des Habersack kostet mit Fortsetzungsbezug rund 33 Euro, ohne laufenden Bezug etwa 53 Euro. Der Sartorius liegt in derselben Größenordnung, die Kombination aus Sartorius I und II bei rund 56 Euro. Der Dürig kostet ab rund 39 Euro, je nach Ausgabe und Bezug. Diese Beträge sind Richtwerte, die genauen Preise nennt der Beck-Shop.

Mit dem Fortsetzungsbezug verpflichtest du dich, die künftigen Ergänzungslieferungen abzunehmen. Dafür ist das Grundwerk billiger. Ohne Fortsetzungsbezug zahlst du mehr für den Einstieg, bist dann aber nicht an das Abo gebunden.

Ergänzungslieferungen: aktueller Rechtsstand und laufende Aktualisierung

Damit die Sammlung auf aktuellem Rechtsstand bleibt, erscheinen drei- bis viermal im Jahr Ergänzungslieferungen. Jede einzelne Ergänzungslieferung kostet je nach Umfang und Werk rund 10 bis 36 Euro. Über ein Studium summiert sich das, weshalb sich der Kauf erst lohnt, wenn du die Sammlung wirklich nutzt.

Der Vorteil gegenüber gedruckten Textausgaben: Bei künftigen Gesetzesänderungen bekommst du die neuen Seiten und tauschst nur diese aus. So bleiben deine Gesetzestexte laufend aktuell, ohne dass du ein komplett neues Buch kaufen musst.

Loseblatt, gebundene Ausgabe oder Ergänzungsband in neuer Auflage?

Wie die meisten juristischen Loseblattwerke gibt es den Habersack klassisch als Loseblattsammlung im roten Ordner. Daneben bietet Beck gebundene Studienausgaben an, die wie ein normales Buch aussehen und nicht nachgeliefert werden, dafür schneller veralten. Für die tägliche Arbeit über Jahre ist die Loseblattform meist die bessere Wahl, weil sie aktuell bleibt.

Der bereits erwähnte Ergänzungsband kommt zusätzlich dazu, wenn du Arbeits-, Familien- oder Verkehrsrecht brauchst. Für das reine Pflichtfach im ersten Examen ist er nicht immer nötig.

Balkendiagramm: Habersack-Grundwerk kostet ca. 33 bis 53 Euro, jede Ergänzungslieferung zusätzlich 10 bis 36 Euro, drei bis vier Mal im Jahr
Abb. 3: Kosten von Grundwerk und Ergänzungslieferungen

Habersack Deutsche Gesetze digital: beck-online, Habersack plus und kostenlose Alternativen

Neben dem Papier gibt es die Gesetze auch digital. Zum Lernen und Recherchieren ist das praktisch, für die klassische Examensklausur aber irrelevant, weil dort keine elektronischen Geräte erlaubt sind.

beck-online und Habersack Plus als Datenbank

Über die Datenbank beck-online und das Modul Habersack Plus Deutsche Gesetze kommst du digital an denselben Gesetzesbestand mit allen Gesetzestexten, oft verknüpft mit Kommentaren und Rechtsprechung. Viele Universitätsbibliotheken haben einen Campuszugang, sodass du beck-online kostenlos nutzen kannst. Für die schnelle Suche am Schreibtisch ist das komfortabel.

Kostenlose Gesetze im Internet und weiße Textausgaben

Fast alle Bundesgesetze stehen kostenlos auf gesetze-im-internet.de, dem amtlichen Angebot des Bundes. Zum Nachschlagen und für Hausarbeiten reicht das völlig. So arbeitest du direkt mit den amtlichen Gesetzestexten. Wenn du ohnehin lieber am Bildschirm arbeitest, kannst du damit kostenlos und ohne Anschaffung starten.

Für die Klausur brauchst du trotzdem Papier. Hier sind die weißen Textausgaben von dtv, Beck und Nomos die günstige Wahl: ein einzelner Band kostet oft unter 15 Euro, ein Dreierset für Zivil-, Straf- und öffentliches Recht liegt bei rund 40 Euro. Im Examen sind sie allerdings meist nicht zugelassen, dort gilt die Sammlung des Prüfungsamts.

Tipp

Digitale Gesetze sind eine Sache, den Stoff dahinter verstehst du auf jurahilfe.de mit Definitionen, Streitständen und Begleitwissen per Klick direkt im Text, statt in mehreren Büchern zu blättern.

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Habersack, Sartorius und Co richtig nutzen: Griffregister, Register und Zubehör

Ein gut eingerichteter Habersack spart dir in der Klausur wertvolle Minuten. Mit ein paar Handgriffen findest du jede Norm schneller und hältst die Sammlung ohne großen Aufwand aktuell.

Griffregister und Register clever setzen

Griffregister sind kleine Reiter am Seitenrand, mit denen du die wichtigsten Gesetze auf einen Griff aufschlägst. Setze sie nur an die Bücher, die du oft brauchst, sonst wird das Blättern durch zu viele Reiter wieder langsam. Ein klug reduziertes Register schlägt ein überladenes.

Für die Reiter gibt es transparente Folien, die du zwischen die Seiten legst. So musst du die Griffregister beim Einsortieren neuer Seiten nicht jedes Mal ablösen und neu kleben. Achte aber darauf, welche Register im Examen erlaubt sind, dazu gleich mehr.

Aktualisierung einsortieren und Loseblattsammlungen auf aktuellem Rechtsstand halten

Das Einsortieren der Ergänzungslieferungen ist die lästigste Seite der Loseblattsammlung. Mit System geht es schneller: Lege die neue Lieferung, deine bisherigen Markierungen und eine freie Fläche bereit, bevor du anfängst.

Dann arbeitest du in einer festen Reihenfolge. Erst die alten, ersetzten Seiten entnehmen, dann die neuen Seiten in der richtigen Ordnung einheften, zuletzt Markierungen und Verweise übertragen. Wer regelmäßig nach jeder Lieferung sortiert, statt drei Stapel liegen zu lassen, spart sich den großen Frust.

Premium-Ordner, Register und Zubehör für die Loseblattsammlungen

Mit den Jahren wird der Habersack durch die Nachlieferungen dick. Passt er nicht mehr in den Standard-Ordner, bietet Beck größere Premium-Ordner an, die mehr Seiten fassen und stabiler sind. Sie sind weniger ikonisch als der klassische rote Ordner, aber deutlich praktischer.

Beim übrigen Zubehör gilt: Weniger ist mehr. Ein paar gute Griffregister, stabile Ordner und, falls erlaubt, unbeschriftete Fähnchen reichen. Alles Weitere kostet nur Geld und Platz auf dem Schreibtisch.

Tipp

Ein aufgeräumter Habersack ersetzt kein Verständnis. Ob du eine Norm wirklich anwenden kannst, testest du auf jurahilfe.de mit Multiple-Choice-Aufgaben an kleinen Fällen, inklusive ausführlicher Erklärung zu jeder Antwort.

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Was in der Examensklausur erlaubt ist

In den schriftlichen Prüfungssituationen der ersten juristischen Staatsprüfung stellt dir das Prüfungsamt geprüfte Gesetzessammlungen, du bringst also nicht deinen eigenen, vollmarkierten Habersack mit. Was du in dieser Sammlung an Markierungen und Verweisen anbringen darfst, ist streng geregelt und je nach Bundesland unterschiedlich.

Erlaubte Markierungen und Paragrafenverweise je Bundesland

Die Regeln reichen von großzügig bis sehr streng. In Baden-Württemberg wird eine farbliche Markierung nicht beanstandet, solange daraus kein Kommentierungssystem entsteht. Bayern erlaubt nur Unterstreichungen mit Bleistift und begrenzt die Verweisungen auf andere Paragrafen, in der Regel auf höchstens 20 pro Doppelseite. Niedersachsen lässt maximal fünf Paragrafenverweise pro Seite zu. Nordrhein-Westfalen ist am strengsten und untersagt jede eigene Markierung oder Anmerkung; erlaubt sind dort nur unbeschriftete Klebezettel, die vorher kontrolliert werden.

Weil sich diese Vorgaben unterscheiden und gelegentlich ändern, gilt eine einfache Regel: Lies die aktuelle Hilfsmittelbekanntmachung deines Landesjustizprüfungsamts, bevor du dich in der Übung an ein Markierungssystem gewöhnst. Was du dir im dritten Semester antrainierst, sollte zu den Regeln deines Examens passen.

Wann eine Eintragung als Täuschungsversuch gilt

Überschreitest du die erlaubten Grenzen, ist das kein Kavaliersdelikt. In Bayern gilt eine unzulässige Eintragung als Unterschleif nach der Juristenausbildungs- und Prüfungsordnung, in Niedersachsen als Täuschungsversuch nach dem Juristenausbildungsgesetz. Solche Grenzen gehören zur Juristenausbildung in Deutschland dazu. Die Folgen reichen bis zur Bewertung der Klausur mit null Punkten und im schlimmsten Fall zum Nichtbestehen.

Verzichte deshalb auf versteckte Codes, angedeutete Schemata oder eigene Kürzel, die über das Erlaubte hinausgehen. Der vermeintliche Zeitgewinn steht in keinem Verhältnis zum Risiko. Wer den Stoff beherrscht, braucht solche Tricks nicht.

Statuskarten: In NRW ist jede Markierung im Gesetzestext verboten, Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen erlauben sie nur eingeschränkt
Abb. 4: Erlaubte Markierungen in der Examensklausur je Bundesland

Fazit: der Habersack lohnt sich zur richtigen Zeit

Der Habersack ist ein hervorragendes Arbeitsmittel, aber kein Anfänger-Kauf. In den ersten Semestern reichen weiße Textausgaben, zur Examensvorbereitung lohnt der Umstieg auf die Loseblattsammlung, die du dann pflegst und kennenlernst. Sartorius und die Landessammlung kommen dazu, sobald das öffentliche Recht und dein Landesrecht ernst werden. Wichtiger als jedes Buch bleibt am Ende, dass du die Normen anwenden kannst, zum Beispiel mit den interaktiven Skripten und Falltrainings auf jurahilfe.de, die den Stoff hinter den Paragrafen erklären.

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Häufig gestellte Fragen

Frieder Hammer

Über den Autor

Frieder Hammer

Repetitor, Fachautor und Gründer von Jurahilfe.de

Volljurist, Prädikatsexamen (Schwerpunkt Steuerrecht)

Hat 11 Fachbücher für die juristische Ausbildung geschrieben und ist seit 2017 als Repetitor tätig. Er hat über 400 Jurastudenten im Einzelunterricht erfolgreich auf ihre Prüfungen vorbereitet. Seine juristische und didaktische Expertise ist die DNA der Lernplattform Jurahilfe.de.

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  • Jurastudium
  • Examensvorbereitung
  • juristische Didaktik
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